12/05/2024
Let's start with the end of the world, why don't we? Get it over with and move on to more interesting things.”,
mit diesen Worten beginnt der Science Fiction "The Fifth Season" von N.K. Jemisin.
Es ist dieses Oszillieren zwischen Ironie und Ernsthaftigkeit, woran man die metamoderne Tonalität erkennt.
Ein weiteres Kennzeichen sind die in vielen Filmen auftauchenden Multiperspektivitäten. Manchmal geradezu extrem verwirrende Multiversen,
die via "Quantum Jumping" betreten werden können, wie z.B. in "Everything, everywhere, all at once".
Wenn wir die beschreiben, reden wir über einen kulturellen Shift.
Woran erkennen wir noch, dass es diesen kulturellen Shift, den wir in unserem Buch "Die Metamoderne" beschreiben, tatsächlich gibt?
Ein weiteres Kennzeichen sind verschiedene Level an Selbstreflexionen, wie z.B. in diesem Musikvideo zu sehen. Bo Burnham singt den Song nicht nur,
sondern reflektiert ihn dann auch in iterativen Loops, in denen er wiederum seine eigenen Reflexionen reflektiert.
Dieses Einnehmen der META-Perspektiven, der Selbstbeobachtung und oft auch der Selbstranszendenz sind die Kennzeichen dieser neuen Bewusstheit in der Kultur und in uns selbst.
Die Tonalität der Metamoderne ist ein neuer spielerischer Umgang mit den Ernsthaftigkeiten des Lebens ohne sie dabei zu verneinen.
In vielen Kunstprojekten, Ausstellungen und Filmen geht es auch um diese Selbtreflexionen und um tiefere Erkenntnisse darüber, wer wir wirklich sind.
Wir erleben eine gewisse, neue spielerische Leichtigkeit, die den Ernst der Lage in den Multikrisen nicht verneint.
Ein berühmter Vorläufer der Metamoderne war daher schon das "Leben des Brian", der ja noch am Kreuz hängend pfiff: "Always look on the bright side of life."
Welche Beispiele aus Kunst und Kultur, die diese Tonalität treffen, fallen Euch ein? Lasst uns doch mal sammeln!