04/01/2023
Ein turbulentes Jahr ist zu Ende. Anfangs kämpften alle noch mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie, ein paar Wochen später mit den Kriegsfolgen. Tägliche Warn-Meldungen seitens der Politiker wechselten sich mit hektischem Aktionismus seitens der Ampel-Koalition und der EU ab. Ein Ende ist leider auch 2023 nicht in Sicht.
Schwierig aber umso notwendiger - Das Budget 2023!
Die bisherigen Auswertungen (2022) von rund 20 Kunden zeigen sehr gute Logisumsätze und Abteilungsergebnisse. In der Gastronomie wurden nur in Ausnahmefällen positive Abteilungsergebnisse erreicht worden. Die Unternehmer, die dies geschafft haben, haben sich sehr konsequent und regelmäßig mit Ihren Kennzahlen beschäftigt und auf akkurate Kalkulationen und Preisanpassungen geachtet.
Die bisher 10 erstellten Budgets für das Jahr 2023 zeigen, dass sich die Ertragslage weiter verschlechtern wird. Wie hoch, dass lässt sich nur mittels einer Kennzahlenanalyse, einer Auswertung der BWA aus dem Jahr 2022 und der Budgetplanung 2023 ableiten. Nur dann werden Betriebe aussagekräftig, was Ihre künftige Liquidität angeht. Und diese wird teilweise problematisch!
Der nun gültige Mindestlohn von 12 EUR/Stunde wirbelt die Budgetplanung für das kommende Jahr durcheinander. Wobei die Folgen der 12 EUR das eigentliche Problem darstellen. Wenn eine ungelernte Aushilfe einen Anspruch auf 12 EUR hat, dann möchte der Ausgelernte natürlich deutlich mehr verdienen. Und so dreht sich die Spirale weiter nach oben. Hinzu kommt die absurde Forderung der Politiker nach weiteren Zahlungen (z.B. Inflationsausgleich).
Um den besonders personalintensiven Gastronomiebereich aus der Verlustzone zu führen, müssen die Öffnungszeiten, die Wareneinsätze, die Verkaufspreise und die Gesamtkonzeption überprüft werden. In immer mehr Betrieben denken wir über neue Konzepte bis hin zu einer Reduzierung auf ein Hotel Garni Konzept nach.
Aufmerksamkeit und Unternehmerisches Denken und Handeln wird im Jahr 2023 dringend erforderlich sein.
Keiner weiß genau, wie sich das kommende Jahr entwickelt. In den Budgets rechnen wir mit mindestens doppelt so hohen Energiekosten wie im Jahr 2022 angefallen sind. Die Kosten pro Mitarbeiter steigen deutlich, während der Umsatz pro Mitarbeiter zurückgeht. Der Fachkräftemangel nimmt weiter zu.
Aus diesem Grund setzen Sie sich feste Termine pro Woche, an denen Sie sich mit Ihren Kennzahlen beschäftigen. Jede Woche ein anderes Thema, auch wenn es unbequem ist. Die Kosten müssen Sie anhand des Budgets kontrollieren. Lassen Sie alle größeren Einkäufe über Ihren Tisch gehen. Nur so werden Sie die Kosten kontrollieren können.
Bleiben Sie mutig und zuversichtlich!
Die auf Grund des Budgets ermittelte Liquidität muss mit der Hausbank abgestimmt werden. Notfalls muss auch über Tilgungsaussetzungen, Einschränkungen bei den Privatentnahmen etc. sprechen. Schieben Sie diese Themen nicht auf die lange Bank.
Ein schwieriges Jahr liegt hinter und – die Herausforderungen erneut vor uns! Ein turbulentes Jahr ist zu Ende. Anfangs kämpften alle noch mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie, ein paar Wochen später mit den Kriegsfolgen. Tägliche Warn-Meldungen seitens der Politiker (steigenden Energiekost...