All you need is empathy?

All you need is empathy? In Beziehungen wohlfühlen, vertrauen, sich entwickeln und im Flow arbeiten

Wenn ich jetzt aufhöre, bleibt es liegen.
Andere haben es schwerer.
Ich bin dafür verantwortlich.Diese drei Sätze stande...
28/08/2026

Wenn ich jetzt aufhöre, bleibt es liegen.
Andere haben es schwerer.
Ich bin dafür verantwortlich.

Diese drei Sätze standen am Mittwoch im Chat meines Workshops.

Ich hatte zehn Menschen gefragt, welcher Satz sie weitertreibt, wenn ihr Körper längst etwas anderes sagt.

Was mich daran am meisten beschäftigt, ist die Ähnlichkeit.

Zehn Menschen aus verschiedenen Feldern, und im Grunde dieselben Sätze.

Am Mittwoch, 2. September, mache ich den Workshop nochmal. 11:45 bis 13:00 Uhr, kostenlos auf Zoom.

Wir schauen uns an, was dir Energie kostet und was dir welche gibt.

Was im Körper passiert, wenn es zu viel wird. Und warum Aufhören eine Übung ist, die die meisten von uns nie gelernt haben.

In den letzten zehn Minuten erzähle ich von REGENERATE, meinem achtwöchigen Gruppenprogramm ab Oktober.

Dort geht es darum, früh zu erkennen, wann das eigene System kippt, und zu wissen, was dann hilft.

Um Grenzen, die nicht erst im Ausfall sichtbar werden.

Und um Routinen, die auch dann noch tragen, wenn es eng wird.

Kommentiere TANZEN, dann schicke ich dir den Link.

Am Montagabend, halb zehn, lag ich schon im Bett. Ein Gedanke, mehr nicht: Morgen wird auch wieder krass voll.Und mein K...
25/08/2026

Am Montagabend, halb zehn, lag ich schon im Bett. Ein Gedanke, mehr nicht: Morgen wird auch wieder krass voll.

Und mein Körper stand sofort unter Strom, als wäre etwas passiert.

Das ist bei mir der Satz, an dem es kippt. Es ist nicht die Arbeit, die den Stress macht.

Es ist der Gedanke an alles, was noch kommt.

Zwei Sekunden vorher ist es ein volles, gutes Leben, das ich mir selbst ausgesucht habe. Zwei Sekunden später eine Reihe, die abgearbeitet werden muss.

Das passiert mir manchmal zwanzigmal am Tag.

Ich habe es nicht gelöst und ich bin damit nicht fertig. Ich merke es nur inzwischen früher und hole mich zurück.

Was in dem Moment hilft, ist übrigens nicht schneller werden. Sondern langsamer.

Mein Nervensystem hält das für einen schlechten Witz, denn wenn es drängt, will es beschleunigen. Das ist seine Aufgabe.

Morgen mache ich dazu einen kostenlosen Workshop auf Zoom:

"Bei Kräften bleiben, wenn es einfach nicht weniger wird. Und es wird nicht weniger werden."

Mittwoch, 26. August, 11:45 bis 13:00 Uhr.

75 Minuten, wir arbeiten wirklich. Der Termin liegt absichtlich mitten im Arbeitstag.

Kommentiere KRAFT, dann schicke ich dir den Link per DM.

Gehört werden ist kein emotionales Nice-to-have. Für Menschen mit unsicherer Bindungserfahrung kann das Gefühl, nicht ge...
05/05/2026

Gehört werden ist kein emotionales Nice-to-have.

Für Menschen mit unsicherer Bindungserfahrung kann das Gefühl, nicht gehört zu werden, neurologisch wie eine echte Bedrohung wirken.

Die Amygdala, unser Frühwarnsystem im limbischen System, schlägt Alarm, noch bevor wir die Situation rational einordnen können.

Der präfrontale Kortex, zuständig für Empathie, Impulskontrolle und Perspektivwechsel, geht offline.

Und plötzlich geht es nicht mehr ums Thema, sondern ums Überleben.

Genau deshalb eskalieren Gespräche so schnell. Nicht weil das Thema so groß wäre, sondern weil darunter eine viel ältere Frage lauert: Bin ich dir wichtig? Siehst du mich überhaupt?

Jeder Streittyp beantwortet diese Frage anders. Der Anpasser verstummt. Der Motzer wird lauter. Der Nichtstreiter zieht sich hinter Sachlichkeit zurück. Der Verletzer greift an.

Alle suchen dasselbe, mit unterschiedlichen Mitteln, und die meisten wissen es selbst nicht.

Wenn du anfängst, das zu verstehen, nicht als Konzept sondern als gelebte Erfahrung in einem echten Gespräch, hörst du anders zu. Und wirst anders gehört.

Dann kann Streit produktiv werden.

beziehungsarbeit ✦

Wie wir streiten, sagt mehr über uns als worüber wir streiten. Es zeigt, was wir gelernt haben zu tun, wenn etwas wehtut...
01/05/2026

Wie wir streiten, sagt mehr über uns als worüber wir streiten.

Es zeigt, was wir gelernt haben zu tun, wenn etwas wehtut, wenn wir uns ungerecht behandelt fühlen, wenn wir nicht gesehen werden.

Die vier Streittypen die ich in meiner Arbeit immer wieder sehe, sind keine festen Kategorien — sie sind Muster. Erlernte Reaktionen, die irgendwann Sinn gemacht haben.

Und viele von uns kombinieren zwei davon, ohne es zu wissen.

Das Interessante: wir suchen uns oft Partner:innen, die andere Streittypen sind. Der Anpasser findet den Motzer. Der Nichtstreiter findet den Verletzer. Kein Zufall — lauter unbewusste Entscheidungen.

Der erste Schritt raus aus dem Autopiloten ist immer derselbe: verstehen, wie du tickst.

Kennst du diesen Moment, wo du merkst: das war zu viel? Zu laut? Zu scharf?Der Anlass war eigentlich klein, aber was rau...
30/04/2026

Kennst du diesen Moment, wo du merkst: das war zu viel? Zu laut? Zu scharf?

Der Anlass war eigentlich klein, aber was rausgekommen ist, hatte eine Ladung wie alles auf einmal.

Oder das andere Extrem: du spürst deine Wut schon lange nicht mehr. Du funktionierst, du passt dich an. Und irgendwo weißt du, dass dich das etwas kostet.

Beides kennt fast jede:r*
Und beides hat seinen Preis, für uns und für die Menschen, die uns wichtig sind.

Am 7. Mai schauen wir gemeinsam hin.
Was deine Wut dir sagen will. Wie du sie führst statt von ihr geführt zu werden.

Und wie Beziehungen an Konflikten wachsen können, statt daran zu zerbrechen.

Kostenlos. Live. 19:30 Uhr auf Zoom.

Schreib WUT in die Kommentare, ich schicke dir den Link direkt zu. 🔥

grenzensetzen

27/04/2026

Natürlich gibt es auch Frauen, deren Wut laut und zerstörerisch ist — und Männer, die schweigen statt wütend zu sein, weil sie Angst vor der destruktiven Kraft ihrer eigenen Wut haben.

Das sind keine Ausnahmen, das sind Schattenseiten desselben Systems.

Und trotzdem: die häufigeren Muster sind diese. Frauen weinen, wo sie eigentlich wütend sein sollten. Männer explodieren, wo sie eigentlich trauern müssten.

Das ist kein Zufall und kein Charakterfehler — das ist das Ergebnis einer Sozialisation, die uns von Kindheit an beibringt, welche Gefühle wir zeigen dürfen und welche wir verstecken sollen.

Mädchen lernen früh: Wut macht unbeliebt, Wut ist gefährlich, Wut ist unfeminin.

Also übersetzen sie sie — in Trauer, in Angst, in Scham.

Jungs lernen: Schwäche ist verboten, Verletzlichkeit macht angreifbar.

Also übersetzen sie alles — in Wut. Oder sie schweigen und ziehen sich zurück — weil sie gelernt haben, dass ihre Wut niemanden unverletzt lässt. Auch sie selbst nicht.

Das Problem ist: wir können unsere Gefühle übersetzen, aber wir können sie nicht wegmachen.

Neurobiologisch gesehen hat Wut eine klare Funktion — sie aktiviert den präfrontalen Kortex, schärft unsere Wahrnehmung für Ungerechtigkeit und mobilisiert Energie für Veränderung.

Wut sagt: hier wurde eine Grenze überschritten. Hier stimmt etwas nicht. Handle.

Wenn wir dieses Signal chronisch unterdrücken, landet es irgendwo anders: im Körper als Erschöpfung oder Schmerz, in der Beziehung als Distanz oder Eiseskälte, in uns selbst als das leise Gefühl, sich immer wieder zu verraten.

Gefühle führen uns zu unseren Bedürfnissen — aber nur wenn wir die tatsächlichen Gefühle fühlen, nicht die gesellschaftlich erlaubten Ersatzgefühle.

Eine Frau* glaubt sie ist traurig, wenn sie eigentlich wütend ist, wird nie verstehen was sie wirklich braucht.

Ein Mann der glaubt er ist wütend, wenn er eigentlich Angst hat, wird nie um Hilfe bitten können.

Gute Wut kultivieren bedeutet: lernen, das originale Signal zu hören. Und dann — präzise, wertschätzend, mutig — damit in Kontakt und in Beziehung zu gehen.

24/04/2026

Wut hat ein Imageproblem.

Sie gilt als unkontrolliert, gefährlich, unprofessionell — als das Gefühl, das man besser unter Verschluss hält, damit die Dinge nicht eskalieren.

Dabei trägt sie eine klare Botschaft: hier stimmt etwas nicht.

Nicht mehr, nicht weniger. Aber das ist schon sehr viel — denn die meisten von uns haben gelernt, genau diese Botschaft zu ignorieren.

Entweder wir schlucken die Wut so lange, bis wir selbst nicht mehr wissen was wir brauchen, was wir wollen, wo wir überhaupt stehen.

Oder wir explodieren — und sagen Dinge, die wir nicht so meinen und die trotzdem bleiben.

Beides ist verständlich.

Und beides lässt sich verändern.

Es gibt einen Weg zwischen Schlucken und Explodieren. Darum geht es hier.

emotionen gefühle selbstführung konflikt paartherapie psychologie beziehung

21/04/2026

"Ich würde gerne Paarcoaching machen. Aber mein Partner will nicht."

Höre ich oft. Und ich verstehe es.

Gute Nachricht: Du kannst alleine anfangen.

Beziehungsarbeit beginnt immer bei einem selbst.

Gefühle sind keine Störung. Sie sind Navigation.

Ich bin Ing, Coach · NVC · Mediation, aus Berlin.

Folge mir für Beziehungshacks, Ehrlichkeiten über Wut, Trauer und Scham – und Nervensystem-News.

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Berlin
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