Ring Deutscher Makler LV Berlin und Brandenburg e.V. (RDM)

Ring Deutscher Makler LV Berlin und Brandenburg e.V. (RDM) Impressum

Ring Deutscher Makler, Verband der Immobilienberufe und Hausverwalter (RDM) – Landesverband Berlin & Brandenburg e.V. Erstellers.

Der Ring Deutscher Makler als ältester Berufsverband für Immobilienmakler und Hausverwalter in Berlin und Brandenburg vertritt die Interessen seiner Mitglieder sowie des gesamten Berufsstandes und findet Gehör auf den höchsten Ebenen der Politik. Landesgeschäftsstelle:
Potsdamer Str. 143
10783 Berlin-Schöneberg

Telefon: (030) 213 20 89
Telefax: (030) 216 36 29
E-Mail: info@rdm-berlin-brandenburg.

de

Vereinsregister VR 294 NZ
Amtsgericht Berlin-Charlottenburg
Amtsgerichtsplatz 1
14057 Berlin

USt-IdNr.: DE 136623025

Landesvorsitzender: Markus Gruhn
Stellvertretender Vorsitzender: Ekart Schuberth
Schatzmeister: Thomas Schlaak
Schriftführer: Steffen Schnoor
Stellvertretender Schriftführer: Harald Schuch

Satzungsauszug (sinngemäß):
Der Vorstand, § 22 und 23
Der Vorstand besteht aus den vorgenannten Positionen zuzüglich einem stellvertretenden Schriftführer und 3 Beisitzern. Die Amtsdauer beträgt für jede Position 3 Jahre. Gemäß § 26 BGB ist der Vorstand aus Vorsitzendem, Schatzmeister und Schriftführer gebildet. Dem Vorstand obliegt die Leitung des Verbandes. Er ist berechtigt, für Ziele und Aufgaben, die im Interesse des Verbandes liegen ... außerordentliche Mittel aus dem Vereinsvermögen zu bewilligen. Inhaltlicher Verantwortlicher gemäß § 6 MDStV:
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Online-Seminar: Aktuelle Rechtsprechung im MaklerrechtIm Maklerrecht hat sich zuletzt einiges getan. Deshalb laden wir h...
04/02/2026

Online-Seminar: Aktuelle Rechtsprechung im Maklerrecht
Im Maklerrecht hat sich zuletzt einiges getan. Deshalb laden wir herzlich zu unserem Online-Seminar am Donnerstag, 12. Februar 2026, von 11:00–13:00 Uhr ein.

Referent: Rechtsanwalt Axel Lipinski-Mießner, Geschäftsführer des RDM

Themen u. a.:
• Halbteilungsgrundsatz & Vertragseinsichtsrecht
• Maklerlohnentfall bei unzulässiger Abwälzung
• Maklerverträge per Button/Link
• Unwirksamkeit von Reservierungsgebühren
• Suchauftrag & Reservierungsvereinbarungen
• Aktuelle Urteile zum „Einfamilienhaus“ (§ 656c BGB)

➡️ Weitere Infos & Anmeldung über den Link zum Seminar

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Wir laden Sie herzlich zu unserem bevorstehenden Seminar „Aktuelle Rechtsprechung im Maklerrecht“ ein. Dieses Seminar bietet eine umfassende Übersicht über die jüngsten Entscheidungen der Gerichte und deren praktische Bedeutung für die Maklerrechtspraxis.

Ein rundum gelungener RDM-Immobilientag 2025!Spannende Vorträge, inspirierende Gäste und viele gute Gespräche – wir sage...
12/11/2025

Ein rundum gelungener RDM-Immobilientag 2025!
Spannende Vorträge, inspirierende Gäste und viele gute Gespräche – wir sagen Danke an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer!

Das war mal wieder ein toller RDM-Immobilientag mit großartigen Beiträgen! Ein Tag mit Freunden, verbindlichen Gespräche...
22/04/2024

Das war mal wieder ein toller RDM-Immobilientag mit großartigen Beiträgen! Ein Tag mit Freunden, verbindlichen Gesprächen und ganz viel Freude!

Sehr geehrte Damen und Herren,der diesjährige RDM-Immobilientag für alle Entscheider in der Immobilienwirtschaft findet ...
08/04/2024

Sehr geehrte Damen und Herren,

der diesjährige RDM-Immobilientag für alle Entscheider in der Immobilienwirtschaft findet

am 19. April 2024, von 09.00 Uhr bis ca. 16.20 Uhr,
im 5-Sterne Hotel Palace Berlin,
Budapester Straße 45, 10787 Berlin

statt und bietet wieder ein sensationelles Programm mit absoluten Speaker-Highlights:

• Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg
• Dr. Gregor Gysi
• Wolfgang Bosbach
• Eberhard Diepgen
• Stefan Evers
• Nora French
• Mike Krüger
• Nastassja Kinski

Wenn auch Sie dabei sein möchten, dann sichern Sie sich noch heute Ihre Teilnahme mit beiliegendem Anmeldeformular zum RDM-Mitglieder-Preis von 238,00 EUR inkl. 19 % MwSt. Die Plätze sind begrenzt!

Wir freuen uns auf Sie!

Das Programm sowie das Anmeldeformular finden Sie unter

statt und bietet wieder ein sensationelles Programm mit absoluten Speaker-Highlights unter anderem mit Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg, Dr. Gregor Gysi, Wolfgang Bosbach, Stefan Evers, Eberhard Diepgen sowie Nora French, Mike Krüger und Nastassja Kinski.

Nachlese zum RDM-Immobilientagvon Georg GafronEs gibt Tage, die unterscheiden sich ganz grundsätzlich von den vielen and...
08/01/2024

Nachlese zum RDM-Immobilientag

von Georg Gafron

Es gibt Tage, die unterscheiden sich ganz grundsätzlich von den vielen anderen unseres Lebens. Ich meine damit nicht runde Geburtstag, die Taufe eines Kindes, den Hochzeitstag oder ein ganz besonderes Jubiläum. Mir geht es um Momente und Erfahrungen, in denen wir mit etwas ganz und gar Grundsätzlichem konfrontiert werden. Die Folge ist oft ein Innehalten, ein plötzliches Besinnen auf das wirklich Wichtige, was unser Leben existenziell bestimmt und zur Selbstreflektion zwingt. Zugegeben, das Ganze ist immer anstrengend, ja sogar eine teilweise Überforderung. Aber gerade deswegen sind solche Tage notwendig inmitten des dahinfließenden Stroms unseres täglichen Daseins.

Eine gelungene und zugleich mutige Herausforderung dieser Art war der diesjährige Immobilientag des „Ring Deutscher Makler/Landesverband Berlin und Brandenburg eV“ im Hotel Palace. Wieder einmal war es dem Vorstandsvorsitzenden Markus Gruhn gelungen, ein breites Spektrum sehr unterschiedlicher Couleur am Rednerpult zu vereinen. Wer wagt es heute schon noch, an den Beginn einer Veranstaltung einen bekannten Repräsentanten des konservativen Urgesteins der Katholischen Kirche mit einem „Geistlichen Impuls“ zu stellen.

Nachdenklich rief der Abtprimas Doktor Wolf, Autor mehrerer Bestseller, in Erinnerung, dass außer Gott niemand die absolute Wahrheit kennt. Von daher, so der weise 83 – jährige Klostervater, könne auch kein Mensch den Anspruch auf die absolute Wahrheit erheben. Das letzte Wort liege immer beim Herrn und dem Heiligen Vater. Diese Erkenntnis sei in der modernen Welt weitgehend verloren gegangen. Die Unduldsamkeit und Schärfe der öffentlichen Auseinandersetzungen seien die Folge davon und vergifteten das redliche Miteinander der Menschen. Gott habe die Freiheit geschätzt und mit ihr unmittelbar Gelassenheit, Toleranz und die Größe des Verzeihens und Vergebens verbunden. Als besonders negativ bezeichnete Wolf den Anspruch mancher Moralisten unserer Tage, ideologischen Einfluss auf die Sprache zu nehmen.

Bekanntlich galt in allen totalitären Regimen die Regel: „Wer die Sprache beherrscht, will auch das Denken beherrschen. Der Geistliche spannte mit seinem Impuls eine Art Schirm über den ganzen Tag auf, der bis zum Ende zu spüren war.

„Deutschland – wohin? “ war die Frage, die dem renommierten Verfassungsrechtler und Ex- Bundesverteidigungsminister Rupert Scholz gestellt war. Die Antwort fiel präzise und kurz aus: Das Verhältnis der Deutschen zur Nation bestimme auch ihre Zukunft! Jedes Volk unserer Erde finde in der Nation letztlich sein Selbstverständnis. Die Nation definiere sich, so Scholz, aus einer Vielzahl von jeweils eigenen Merkmalen, die in ihrer Gesamtheit das Wesen einer Nation und den Identifikationsmoment der Angehörigen einer Nation ausmachten.

In Deutschland, so schlussfolgerte der CDU-Politiker, sei dieses Verständnis von Nation weitgehend verdrängt worden. So wie man auch nur noch selten vom deutschen Volk spreche, wenn es um die in Deutschland lebenden Deutschen gehe, sondern vielmehr um die Bevölkerung. Als wichtigsten Bestandteil nationaler Identität benannte Scholz das jeweilige kulturelle Erbe und dessen Pflege. Ablesbar sei dies insbesondere am Umgang mit der eigenen Sprache und den Resultaten des Bildungssystemes. Zur Illustration seiner Antwort verwies der Hochschullehrer auf das Ranking Deutscher Universitäten im internationalen Vergleich. Ein „Trostpflaster“ sei hier der Platz Nummer 8 für eine wohlgemerkt deutschsprachige Hochschule – die Universität Zürich in der Schweiz.

Der erste deutsche Standort besetzt mit der Maximiliansuniversität München Rang 128 der Tabelle.

Das einem Volk durch gemeinsame Identifikation mit den Elementen nationalen Selbstverständnisses erst die souveräne Basis für die Achtung und das Zusammenleben mit anderen Nationen eine Selbstverständlichkeit ist, garantiere auf Dauer eine stabile Zukunft. Anderenfalls stoße bei einem gestörten Verhältnis einer Nation zu sich selbst das Zusammenleben mit anderen Nationen an seine Grenzen. Nur ein Volk, das sich seiner selbst bewusst ist, werde von anderen respektiert! Dies gelte es angesichts der unverändert unkontrollierten Zuwanderung aus anderen Kulturen nach Deutschland zu bedenken.

Es war schon schwere Kost, die der bis auf den letzten Platz gefüllte Saal gleich zum Auftakt verdauen musste. Nicht ganz so grundsätzlich ging es bei den sich anschließenden Gesprächsduellen zwischen dem langjährigen Regierenden Bürgermeister Berlins, Eberhard Diepgen, und dem ewigen Polit-Star der Linkspartei, Gregor Gysi, und dem Schlagabtausch zwischen dem ebenfalls Ex-Regierenden Michael Müller sowie dem Publizisten Georg Gafron zu. Mal launig, mal etwas ernster waren es die Geschicke unserer Stadt von Gestern und Heute mit altbekannten Themen und den nicht weniger unbekannten – dabei stets pointenreich und unterhaltsam – Antworten.

Regelrechten Schwung brachte nach dem Mittagessen ein vor Optimismus und Tatkraft strotzender Kai Wegner „in die Bude!“. Acht Wochen und einen Tag sei er jetzt im Amt, so der neue Regierende, doch mit jeder Minute wachse seine Freude bei der Bewältigung der großen Herausforderungen. Herzstück von allem sei für ihn die immer wieder angekündigte, aber nie wirklich in Angriff genommene große Verwaltungsreform mit dem Ziel einer Neugestaltung der Zuständigkeiten von Senat und Bezirken. Damit einhergehend müsse endlich der Abbau von lähmender Bürokratie und langen Bearbeitungszeiten von Bauanträgen. Nicht Ideologie dürfe die Stadt beherrschen, sondern Pragmatismus und an den Bedürfnissen der Mehrheit der Berliner orientiertes Handeln. Unveränderter Schwerpunkt bleibe der Bau neuer Wohnungen. Es gelte die Devise: „Jeder in Berlin müsse sich, eine seinen Möglichkeiten entsprechende, Wohnung leisten können.“ Dazu gehöre auch die Maßgabe, dass wer teure Luxuswohnungen bauen wolle, nach einem bestimmten Schlüssel auch preisgünstigere Angebote realisieren müsse. Der Immobilienwirtschaft versprach Wegner wörtlich, die Bearbeitungszeiten für Bauanträge radikal zu verkürzen.

Der Höhepunkt des Nachmittags aber war die aktuelle Weltlage und die Konsequenzen für Deutschland und Europa aus Sicht des, vor einem solchen Publikum nur selten auftretenden, ehemaligen Außenministers der Regierung Schröder und Grünen Spitzenpolitikers Joschka Fischer.

Mit großem Ernst bezeichnete auch er den Überfall Russlands auf die Ukraine als den Beginn einer neuen Epoche der Europäischen Geschichte. Um den imperialen Gelüsten Russlands standzuhalten, sei die Einigkeit im Westen und da besonders das Bündnis mit den Vereinigten Staaten von Amerika auf nicht absehbare Zeit die Grundvoraussetzung für das Bestehen des freien Europas. Allein sei dieses, „Ob einem das passe oder nicht“, nicht in der Lage, die Herausforderungen zu bestehen. Dabei werde Europa in den nächsten Jahrzehnten nicht mehr die zentrale Rolle in der Welt zukommen. Die Machtzentren würden zwangsläufig die USA und China sein, deren Verhältnis das Geschehen auf diesem Planeten beherrsche. Als weitere kommende Großplayer sieht Fischer Indien und Brasilien.

Bei aller Nüchternheit in der Beschreibung der Abhängigkeit Europas von den Vereinigten Staaten zum Erhalt eigener Souveränität und Freiheit, müsse auch Deutschland seine Verteidigungsfähigkeit erhöhen. Fischer wörtlich: „Wir haben Kriegszeiten in Europa, das ist vielleicht noch nicht allen klar geworden. Nicht Sparen sei jetzt das Gebot der Stunde. Finanzielle Bedenken oder Verschuldungsängste seien nicht angesagt. Jetzt gehe es um weitaus mehr als den Haushalt. Auffällig an Fischers Ausführungen war, dass die „drohende Klimakatastrophe“ mit keinem Wort erwähnt wurde.

An den Gesichtern im Saal konnte man nicht ablesen, ob die Dramatik seiner Ausführungen von allen geteilt wurde. Der Beifall allerdings ging über das übliche Maß der Höflichkeit deutlich hinaus.

Wie sorgfältig Gastgeber Markus Gruhn die Dramaturgie des Tages geplant hatte, zeigte der Schlussakkord. Die Filmlegende Otto W. Retzer (Das Schloss am Wörthersee) plauderte mit dem Komiker und Songschreiber Mike Krüger über die Höhepunkte seiner Karriere und gemeinsame Abenteuer. Gelöste Heiterkeit und echte Freude waren der Preis dafür.

Wie von selbst schloss sich das Ende dieses Immobilientages seinem Beginn an. Abtprimas Dr. Wolf hatte zu Gelassenheit, Toleranz und Gottvertrauen gemahnt.

Mike Krüger fügte dem noch das Bekenntnis zur Fröhlichkeit hinzu. Den passenden Schlusspunkt setzte Eberhard Diepgen mit seinem Appell an die Eigenverantwortlichkeit des Menschen, denn nur darin erfülle sich gelebte Freiheit.

Was für ein erkenntnisreicher Tag!

Mehr als ein Nachtrag: die unbequemen Wahrheiten über die Wirksamkeit der Corona Impfungen, die der Immunologe Prof. Dr. Andreas Radbruch von der Berliner Charité – inmitten der großen Politik- vortrug. Überraschend und Sensationell: “ mehrfach – Impfungen waren überflüssig“.

Auch waren die Teilnehmer begeistert vom Vortrag des Vorstandsvorsitzenden der GASAG, Georg Friedrichs, der den Zuhörern viele Ängste vor der Energiewende nahm.

Mit dem nachfolgenden Link finden Sie unsere Neujahrsanzeige, die am 06.01.2024/07.01.2024 in der WELT AM SONNTAG veröff...
08/01/2024

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Nicht Vergessen! Der diesjährige RDM-Immobilientag für alle Entscheider in der Immobilienwirtschaft findetam 23. Juni 20...
08/06/2023

Nicht Vergessen! Der diesjährige RDM-Immobilientag für alle Entscheider in der Immobilienwirtschaft findet

am 23. Juni 2023, von 08.00 Uhr bis ca. 16.00 Uhr,
im 5-Sterne Hotel Palace Berlin,
Budapester Straße 45, 10787 Berlin

statt und bietet wieder ein sensationelles Programm mit absoluten Speaker-Highlights unter anderem mit Joschka Fischer, Gregor Gysi, Prof. Dr. Rupert Scholz, Eberhard Diepgen, Kai Wegner, Prof. Dr. Andreas Radbruch, Abtprimas Dr. Notker Wolf, Michael Müller und zum Abschluss die Comedy Legende Mike Krüger.

Teilnahmegebühr: 238,00 EUR inklusive 19 % MwSt.
Die Plätze sind begrenzt! Wir freuen uns auf Sie!

Das Programm sowie das Anmeldeformular finden Sie unter
https://rdm-bb.de/event/rdm-immobilientag-2023/

Der diesjährige RDM-Immobilientag für alle Entscheider in der Immobilienwirtschaft findetam 23. Juni 2023, von 08.00 Uhr...
15/05/2023

Der diesjährige RDM-Immobilientag für alle Entscheider in der Immobilienwirtschaft findet

am 23. Juni 2023, von 08.00 Uhr bis ca. 16.00 Uhr,
im 5-Sterne Hotel Palace Berlin,
Budapester Straße 45, 10787 Berlin

statt und bietet wieder ein sensationelles Programm mit absoluten Speaker-Highlights unter anderem mit Joschka Fischer, Jens Spahn, Gregor Gysi, Prof. Dr. Rupert Scholz, Eberhard Diepgen, Kai Wegner, Prof. Dr. Andreas Radbruch, Abtprimas Dr. Notker Wolf, Michael Müller und zum Abschluss die Comedy Legende Mike Krüger.

Teilnahmegebühr: 238,00 EUR inklusive 19 % MwSt.

Die Plätze sind begrenzt! Wir freuen uns auf Sie!

Das Programm sowie das Anmeldeformular finden Sie unter
https://rdm-bb.de/event/rdm-immobilientag-2023/

Neujahrsempfang besonderer Art!von Georg GafronNeujahrsempfänge gehören zu den Ritualen, die jeweils in den ersten beide...
28/02/2023

Neujahrsempfang besonderer Art!

von Georg Gafron

Neujahrsempfänge gehören zu den Ritualen, die jeweils in den ersten beiden Monaten des neuen Jahres als „Gesetz“ in den Terminkalendern bei den meisten von Ihnen einen festen Platz haben.- 2021 und 2022 waren als Corona-Opfer die Ausnahme. Aber endlich - in diesem Jahr – sollte alles wie immer sein.

Dem war aber nicht so, als der Ring Deutscher Makler Landesverband Berlin/Brandenburg (RDM) am 4. Februar traditionell in den legendären Journalistenclub im 19. Stockwerk der Axel-Springer-Hauses in der Kochstraße eingeladen hatte. Vielleicht lag es an der sorgfältig ausgewählten Gästeschar aus Vertretern von Politik, Wirtschaft und Kultur. Hier traf man nicht die, die man sonst immer und überall trifft: kein Austausch von unverbindlichen Belanglosigkeiten. Keiner kam um zu sehen und gesehen zu werden. Ganz einfach keine Schickeria!
Verantwortungsbewusste Unternehmer – natürlich beiderlei Geschlechts – machten das Gros im Ernst-Cramer- Saal – benannt nach dem jahrzehntelangen Weggefährten und Mitstreiter Axel Springers – aus. Nur am Rande sei erwähnt, dass selbst auf einem derart bürgerlichen Empfang nur Wenige mit Krawatte erschienen. Aber da war noch etwas anderes, als sonst: die eigentlich immer etwas aufgesetzt optimistische Fröhlichkeit, die solchen Anlässen eigen ist, kam nicht auf. Plötzlich konnte man sie förmlich spüren, die vom Bundeskanzler Olaf Scholz vor einem Jahr festgestellte Zeitenwende: wieder ein Angriffskrieg mitten in Europa, dessen Ausgang und Weiterungen nicht absehbar sind. Dazu kommt eine deutliche Eintrübung der wirtschaftlichen Lage, verbunden mit einer in der Geschichte der Bundesrepublik noch nie erlebten Geldentwertung. Plötzlich sind da Zweifel am Erhalt des so lange für selbstverständlich gehaltenen Wohlstands, ja sogar Sorgen um die politische Stabilität unseres Landes.

Es lag am Geschick des Gastgebers und RDM - Landesvorsitzenden Markus Gruhn – eine Reihe von Vortragsrednern zu präsentieren, die – jeder für sich – dazu beitrug, dass dieser Empfang zu einem singulären Ereignis wurde. Bei allen unterschiedlichen Positionen, wie sie bei einem Spektrum von Franziska Giffey über Markus Gruhn bis Gregor Gysi nun einmal sind, zog sich Aufruf zur Eigenverantwortung jedes Menschen für sich Selbst und das Gemeinwesen wie ein roter Faden als Antwort auf alle Besorgnisse durch den Vormittag. Unwillkürlich musste man an den von US Präsident John F. Kennedy Anfang der 60er Jahre an die amerikanische Jugend gerichteten Appell denken: „fragt nicht, was der Staat für Euch tun kann, sondern was Ihr für den Staat tun könnt!“

Nach der wie immer schnörkellosen und pointierten Eröffnung durch Markus Gruhn, der ohne opportunistische Rücksichtnahmen auf mögliche Empfindlichkeiten im Publikum die Missstände in unserer Stadt an mehreren Beispielen auf den Punkt brachte, benannte er genau so klar als Schuldige für den Angriffskrieg in der Ukraine Putin und seine Kamarilla. Gleichzeitig beschwor er nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Geschichte unserer Stadt die Solidarität der Berliner mit dem leidenden ukrainischen Volk als eine Selbstverständlichkeit.

Einen Blick in den Spiegel warf der als Vertreter des Hausherrn sprechende Thomas Exner, Mitglied der „WELT“ Chefredaktion. Eine große Mehrheit der Deutschen verlasse sich in Zeiten der Bedrohung auf den Staat als eine Art „Übermutter“ mit Versorgungsgarantie. Dies könne dieser aber nicht leisten. Der Staat, so Exner weiter, sei letztlich nur die Summe von uns allen.

Ein Beispiel für das Gegenteil ist der mittlerweile 82-jährige Berliner Unternehmer Peter Zühlsdorff. Ein Self - Made Man, wie er im Buche steht. Aus kleinsten Verhältnissen stammend, als Kriegskind in Armut groß geworden, stieg er bis in die Spitzen-Liga der deutschen Unternehmer auf. Ob als Vorstandsvorsitzender des Wella-Konzerns und Sanierer der Tengelmann-Gruppe überzeugte er stets durch seine Leistungen. Gefragt nach seinem Erfolgsgeheimnis, fällt die Antwort nur knapp aus: Selbstverantwortung, eiserne Leistungsdisziplin und Berücksichtigung von Grundtugenden wie Fleiß, Verlässlichkeit und menschlichen Einfühlungsvermögen. Niemals, so Zühlsdorff bei der persönlichen Schilderung seines Lebens, habe dabei der Gedanke an Geld die ausschlaggebende Rolle gespielt. Wer nur an materielle Güter denke, habe am Ende nie genug davon und ersticke in Neid und Habgier. Ganz davon abgesehen, so seine Erfahrung, zahle sich früher oder später Empathie und Fleiß immer auch aus. Als einzige Triebfeder reiche dies aber nicht. Wohl die meisten der Anwesenden waren sich einig, dass Zühlsdorff ein einzigartiger Höhepunkt war.

Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey nutzte so kurz vor der Wiederholungswahl zum Abgeordnetenhaus die Gelegenheit, in sympathischer Weise die Erfolge des Senats aus ihrer Sicht aufzuzählen. Ein Stückchen Wahlkampf eben.

Erfrischend und witzig wie immer am Ende der linke Politstar Gregor Gysi – sozusagen zu Gast in der „Höhle des Löwen“. Eloquent präsentierte er seine Ansichten zum Ukraine-Krieg, die Wohnungsbaupolitik und die Gefahren von rechts außen, denen mehr Widerstand entgegengesetzt werden müsse. Zum Abschluss wünschte er seiner Partei viel Erfolg bei den bevorstehenden Wahlen und fügte hinzu:“ ich bin wohl der Einzige hier, der das erhofft“. Das Publikum quittierte diese Einsicht mit Lachen. Laute Zustimmung erfuhr Gysi bei seinen Klagen über die bürokratischen Auflagen, die er als Anwalt für ein Bauprojekt ertragen müsse.

Beim anschließenden Mittagessen wurde rege diskutiert. Mit dabei der langjährige Regierende Bürgermeister Berlin, Eberhard Diepgen wie auch einer seiner Nachfolger Michael Müller. Weiter an der langen Tafel …

Kurzum – der Neujahrsempfang des RDM setzte Maßstäbe.

11/01/2023

Mit dem nachfolgenden Link entnehmen Sie bitte unsere Neujahrsanzeige, die am 31.12.2022 und am 01.01.2023 in der WELT AM SONNTAG veröffentlicht wurde.

RDM-Immobilientag 2022 mahnt zu “Maß und Mitte”von Georg GafronIn der Fülle des täglichen Reigens von Veranstaltungen zu...
12/07/2022

RDM-Immobilientag 2022 mahnt zu “Maß und Mitte”
von Georg Gafron

In der Fülle des täglichen Reigens von Veranstaltungen zu Themen aller Art sticht in Berlin Jahr für Jahr ein Ereignis heraus. Es ist schon ein kleines Wunder, dass da Markus Gruhn, der Vorsitzende des Ringes Deutscher Makler, immer wieder vollbringt. Der mit Loben eher sparsame Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) brachte es diesmal so auf den Punkt: ”Erstaunlich, was der Markus da immer wieder auf die Beine stellt.”
Gemeint war der jährliche Immobilientag des RDM, der diesmal auf den 24. Juni fiel. Tatsächlich erwartete die rund 200 ausgesuchten Gäste wieder ein besonderes Spektrum an Referenten. Es reichte von Christian Lindner, über den Rekordhalter an Jahren im Amt des Regierenden Bürgermeisters der zuerst geteilten und dann wiedervereinigten Hauptstadt der Deutschen, Eberhard Diepgen (CDU), bis zu einem seiner Nachfolger und heutigen Bundestagsabgeordneten, Michael Müller (SPD), und schließlich dem unverändert populären CDU-Sicherheitspolitiker Wolfgang Bosbach. Doch Gruhn wäre nicht Gruhn, wenn da nicht noch einige “Sahnehäubchen” diesen Tag im Hotel Palace im Europacenter geziert hätten. Mit großer Aufmerksamkeit lauschte das Plenum dem Vortrag des Virologen Professor Dr. Hendrik Streeck zur aktuellen und im Herbst zu erwartenden Lage an der Corona-Front: Bei aller Vorsicht ein Grund zur Panik bestehe nicht.
Der alle Höhen und Tiefen des Lebens kennende ehemalige Top-Manager und Bertelsmann-Chef Thomas Middelhoff trat ebenso ans Rednerpult wie das Urgestein der deutschen Volksmusik Heino.
Inhaltlich ging es über sieben Stunden mitunter hart zur Sache. Der Ernst der derzeitigen weltpolitischen und wirtschaftlichen Lage ließ auch gar nichts Anderes zu. Dazu, so Gruhn in seiner Eröffnung, gehöre auch die Erkenntnis, dass sich der Berliner Wohnungsmarkt und überhaupt das Immobiliengeschäft sich auf ganz neue Herausforderungen einstellen müsse. Dabei sei es eine Selbstverständlichkeit, dass auch diesmal die Branche solidarisch bei der Lösung der Probleme mithelfen werde. Enteignungsphantasien und Verfassungsbrüche hülfen allerdings nicht weiter. Eindringlich mahnte Gruhn den Willen zum Finden eines Konsenses aller am Markt beteiligten Kräfte an. Daran könne man zur Zeit sowohl auf der Seite der Mieterorganisationen wie auch von Teilen der Wohnungswirtschaft ernsthaft zweifeln. Erneut forderte Gruhn den Senat auf, endlich die EU-Verordnung zur Transparenz der Eigentumsstrukturen auf dem Berliner Wohnungsmarkt umzusetzen. Über trickreiche Konstruktionen verschleierten besonders Oligarchen aus Russland und der Ukraine ihre Anteile an tausenden vielfach leerstehenden Wohnungen in Berlin. Hier müsse aufgeklärt und im Zweifel bis zu Beschlagnahmungen hart durchgegriffen werden. Zustimmung fand Gruhn nicht nur im Publikum, sondern auch beim Ex-Regierenden Michael Müller, der sich ebenso gegen nicht mit Kriminalität begründeten Enteignungsabsichten der Grünen, Linken und auch großer Teile der Berliner SPD aussprach.
Langer Beifall begrüßte schon beim Eintreffen den Bundesminister für Finanzen, Christian Lindner. Punkte machte der FDP-Politiker schon dadurch, dass er den bereits durch sein Büro abgesagten Termin dennoch wahrnahm. “Bei allem Termindruck, was man verspricht, muss man auch halten. Ich hatte Markus Gruhn zugesagt, und deshalb bin ich jetzt auch hier!” Mit großem Ernst und gebotener Sachlichkeit schilderte Lindner die auf uns alle zukommenden Belastungen in Folge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine und die sich weiter steigernde Inflation. Über vieles könne man dabei reden. Nur Steuererhöhungen seien mit ihm nicht zu machen. Schon jetzt sei der Spitzensteuersatz bei einem Bruttoeinkommen von achtzigtausend Euro im Jahr erreicht. Mehr Zumutungen gingen nicht. Allerdings komme man auch um Einsparungen nicht herum. Ganz konkret sprach Lindner hier die Subventionen zur Förderung der Wärmedämmung bei der Gebäudesanierung an. Diese steigerten nur die Inflation und seien aufgrund des massiven Mangels an Materialien und Fachkräften schlicht sinnlos. Bei nicht wenigen im Publikum kam dieses gar nicht gut an. Am Ende aber überzeugten Lindners Optimismus und sein Glaube an die Leistungskraft unserer freien Gesellschaft die anwesenden Unternehmer. Dazu beigetragen hat zweifellos seine Feststellung, dass der Zwang zur Unabhängigkeit von russischen Rohstofflieferungen nicht durch ideologische Scheuklappen behindert werden darf. Konkret: Der temporäre Wiedereinstieg in die Kohleverstromung sowie längere Laufzeiten für die verbliebenen Kernkraftwerke gehörten dazu.
Der eigentliche Höhepunkt des Tages waren aber die Erinnerungen Eberhard Diepgens, der sich sehr anschaulich an die Unterschiede im Amt des Regierenden Bürgermeisters vor und nach der Wiedervereinigung der geteilten Stadt unter Vier-Mächte-Status und der Zeit danach besann. Noch einmal wurde klar, welche unerwartete welthistorische Wende sich damals vollzog und welche Personen die entscheidende Rolle spielten. Viel zu schnell sei all das vergessen worden, so Diepgen. Zur aktuellen Situation Berlins und seiner Partei wollte sich die langjährige Nummer Eins der Stadt nicht äußern. Allerdings vermisse er Maß und Mitte in vielen Diskussionen der Gegenwart. Manches erfolge zu unabgestimmt und hektisch. Geradezu unverantwortlich empfinde er, so Diepgen, die Hinnahme von Rechtsverletzungen. Als ein Beispiel nannte er die weitgehende Duldung des sogenannten “Festklebens” einzelner Personen auf Fahrstraßen und in den Bannzonen staatlicher Gebäude und Einrichtungen.
Und dann kam er doch noch zur Berliner CDU: Hier wünschte sich Diepgen mehr Willen zur politischen Positionierung gegenüber den Wettbewerbern.
Nahtlos schloss sich der langjährige CDU-Bundestagsabgeordnete und immer noch populäre Wolfgang Bosbach Diepgen an. Der Wert der Freiheit sei seit geraumer Zeit in Vergessenheit geraten. Ohne ein entsprechendes Bewusstsein bestünden Gefahren für die politische Stabilität unserer Demokratie. Die notwendig werdenden Einschränkungen und Belastungen der nächsten Zeit seien nur in Übereinstimmung aller Teile unserer Gesellschaft zu bewältigen. Zumindest bei diesem Publikum fand Bosbach laute Zustimmung. Harmonie konnte auch der Ex-Manager Middelhoff nicht verbreiten. Schonungslos legte er den Finger in die offene Wunde der Versäumnisse bei der Entwicklung digitaler Strukturen im Industriestaat Deutschland. Gefordert seien mehr Kreativität und Risikobereitschaft. Unserem Land fehle die Dynamik, wie man sie beispielsweise in den USA bewundern könne. Das betretene Schweigen im Saal bestätigte den Redner. Offensichtlich fühlten sich alle irgendwie angesprochen. Ein launiges Ende fand dieser RDM-Immobilientag 2022 durch die Sprüche und Erfahrungen Heinos, den man bekanntlich auch den König der deutschen Volksmusik nennt.
Unterm Strich verließen die Gäste den Tagungsort nachdenklicher und bewusster als sonst. Viele gaben sich überzeugt, auch im nächsten Jahr wieder dabei zu sein.

https://rdm-bb.de/rdm-immobilientag-2022/

"Habt keine Angst!" von Georg GafronEin "Neujahrsempfang" Anfang Mai- das konnte doch nur ein etwas verspäteter Karneval...
11/05/2022

"Habt keine Angst!" von Georg Gafron

Ein "Neujahrsempfang" Anfang Mai- das konnte doch nur ein etwas verspäteter Karnevalsgag sein, musste jeder bei der diesjährigen Einladung des "Ring Deutscher Makler " (RDM) für den vergangenen Sonnabendvormittag in den renommierten Journalisten­ Club im 19. Stock des Axel-Springer-Hauses in Berlin-Kreuzberg denken. Das wunderliche Datum stand für die hoffentlich überwundene Heimsuchung des Corona-Virus, die über zwei Jahre jedes öffentliche zusammentreffen auch nur kleiner Menschengruppen unmöglich machte. Auch jetzt noch war die Teilnehmerzahl, im Vergleich zu "normalen" Neujahrsempfängen des RDM im Januar, beschränkt- Maske und negativer Testnachweis absolutes Muss!

Eigentlich hätte man erwarten müssen, dass das Thema "Corona und die Folgen" auch jetzt noch dominieren würde. Doch es zeigt die dramatische Schnelllebigkeit unserer Zeit, dass ein anderes Ereignis von mindestens gleichhoher Bedeutung- der Überfall Russlands auf die Ukraine- alles Andere überdeckte.
Wie ein roter Faden zog sich das grausame Geschehen- nicht einmal zwei Flugstunden entfernt- durch die Ansprachen und Gespräche.

Schon in seiner Eröffnung mahnte Markus Gruhn, Vorsitzender des RDM, dass jedem klar sein müsse, dass die Verteidigung der Freiheit in der Ukraine auch unserem Interesse gelte und volle Unterstützung verdiene. Gruhn erinnerte noch einmal an die Herausforderungen für den freien Teil Berlins in den Nachkriegsjahrzehnten bis zum Fall der Mauer und der darauffolgenden Wiedervereinigung unseres Landes. Ob es die sowjetische Blockade der Westsektoren 1948/49 und die damit verbundene Luftbrücke der Amerikaner und Briten war, das Chruschtschow-Ultimatum 1958 oder der Mauerbau am 13. August 1961 gewesen sei, immer hätten die Berliner, Seite an Seite besonders mit den USA diese Gefährdungen überstanden. Verlässlichkeit und Standfestigkeit seien auch heute wieder die Voraussetzung dafür, gefährliche Lagen zu meistern. Auch die Berliner Immobilienwirtschaft habe durch ihre bleibende Präsenz ihren Beitrag zum Überleben der Freiheit dieser Stadt in schwerer Zeit geleistet.

So, wie sie auch heute den versuchten Eingriffen in das Eigentumsrecht durch beabsichtigte Enteignungen von Teilen der Wohnungswirtschaft ihren Widerstand entgegensetze. Die Nazi-Herrschaft und die SED-Diktatur hätten gezeigt, wohin auch solche Angriffe auf die Freiheit des Marktes führen würden. Gleichzeitig forderte der RDM-Vorsitzende den Senat erneut dazu auf, die Transparenzverordnung der EU zur Feststellung der tatsächlichen Eigentümer von Grundstücken, die von Strohmännern und Scheinkonstrukten vertreten werden, durchzusetzen. Auch in Berlin verfügten besonders russische Staatsangehörige mit unbekannten Aufenthaltsort über beträchtlichen Immobilienbesitz, ohne dies kenntlich gemacht zu haben.

Bei seinem Dank an den Axel-Springer-Verlag, und insbesondere an die im Hause als "Blaue Gruppe" bezeichnete Kombination von "Welt" und "Welt am Sonntag", die die Veranstaltung ausgestaltete, erinnerte Gruhn daran, dass Axel Springer nur zwei Tage nach dem Mauerbau 1961, als viele Unternehmen Berlin verließen, den Grundstein für das Verlagsgebäude in der damaligen Kochstraße, unmittelbar an der Sektorengrenze, legte.

Es war bemerkenswert, wie aufmerksam die Berliner Stadtgesellschaft Gruhns Worten lauschte. Wie immer bei RDM Anlässen wurde darauf geachtet, ein möglichst breites Spektrum der Gesellschaft zusammenzuführen. Die Gästeliste reichte von den ehemaligen Regierenden Bürgermeistern Klaus Wowereit und Michael Müller, über den amtierenden Wirtschaftssenator Stephan Schwarz bis hin zu Vertretern der Deutschen Kulturszene. Unter den Ehrengästen war auch extra am Morgen von Klagenfurt angereist aus der bedeutendsten deutsch-österreichischen Unternehmer-Dynastie die Unternehmerin Ingrid Flick, die gemeinsam mit der Filmlegende Otto Retzer und seiner Frau Shirley Retzer nach Berlin gekommen sind. Aus München reisten der Musiker John Jürgens und der Filmproduzent Martin Krug an, der Geburtstag an diesem Tag sogar hatte. Aber natürlich war auch der Präsident der Berliner Wirtschaft unser IHK-Präsident Daniel-Jan Girl und unter anderen die Unternehmer Martin von Hirschhausen und Torsten und Frederic Laukat unter den Gästen.

Hauptredner war das einzig parteilose Mitglied des Berliner Senats, der für Wirtschaft zuständige Ex-Unternehmer Stephan Schwarz.
Was er zu sagen hatte, war ein unideologisches und optimistisches Plädoyer über die Zukunft unserer Stadt. Man dürfe nicht immer nur über die Probleme reden, sondern müsse auch die Erfolge hervorheben. So weise beispielsweise die Summe von 10 Milliarden Euro Investitionskapital nach Berlin im vergangenen Jahr ähnliche Quoten aus wie London und Paris. Unverändert lägen die Schwerpunkte Berlins in den Bereichen Wissenschaft und Forschung. Wachsende Bedeutung komme auch weiterhin der Entwicklung von Medizintechnik und neuen Pharmaprodukten zu. Weiter massiv fördern würde der Senat auch die Informationstechnologie und hier insbesondere die Digitalisierung. Bis zum Jahr 2030 solle jeder Berliner Haushalt digital vernetzt sein. Was der Stadt fehle, seien Facharbeiter und Auszubildende für gewerbliche Berufe. Hier werde der Senat nacharbeiten. Unverändert bleibe auch der Tourismus eine der tragenden Säulen des Wirtschaftsstandorts Berlin.

Natürlich warteten die Zuhörer besonders auf die Stichworte Sauen und Wohnen in Berlin. Frank und frei räumte der Wirtschaftssenator ein, dass die Bürokratie, und hier besonders die langen Bearbeitungsfristen für Bauanträge, ein Problem darstelle. Gleichzeitig wies er auf wachsende Konkurrenz zwischen Gewerbeinvestitionen und Wohnungsbau hin. Die Stadt habe einfach zu wenig Bauflächen. Hier bestehe ein ständiger Konflikt zwischen weiterer Verdichtung und mehr Hochbau versus der Neuerschließung von Baugrund, allerdings nicht unter Verzicht auf städtische Grünflächen. Nur die Vergrößerung des Angebots könne die Mietentwicklung im Sinne der Bewohner verbessern.
Am Ende hatte Wirtschaftssenator Schwarz noch einen deutlichen Hinweis: In Folge des strukturellen Umbaus der Energieversorgung hin zu einer Unabhängigkeit von russischen Importen könne es auch in Berlin zu Engpässen bei der Stromversorgung kommen. Wobei, wie Schwarz versicherte, der Senat alles in seiner Macht stehende tun werde, derartige Notlagen zu vermeiden.

Krönender Abschluss des Reigens der Referenten war der jahrzehntelange innenpolitische Sprecher der CDU/CSU Bundestagsfraktion Wolfgang Bosbach. Als ausgesprochene rheinische Frohnatur brachte er das Publikum gleich mehrfach zum Lachen. Dann aber ging's zur Sache: Einer der letzten alten Haudegen in der Politik rief er dazu auf, sich des Wertes einer freien Gesellschaft wieder bewusster zu machen. An die politisch Verantwortlichen appellierte er, die vielen und notwendigen Veränderungen unserer Gesellschaft im Dialog mit den Bürgern zu erklären und zu begründen. Andernfalls könne unser demokratisches System Schaden nehmen, wovon nur die Feinde der Freiheit von links und rechts profitieren würden.

Mit einem viel gelobten Buffet ging dieser "Neujahrsempfang" des RDM im Mai in harmonischer und dennoch gedämpfterer Stimmung als sonst zu Ende. Bleibt nur noch der Dank an die Gastgeber und ganz besonders an Markus Gruhn.
In einer Zeit zunehmender Polarisierung sind die Zusammenkünfte des RDM ein Juwel in dem ansonsten oft so belanglosen gesellschaftlichen Tingeltangel. Das Beste aber kam von Markus Gruhn selbst, indem er an die immer gültige Aufforderung des Papstes, Johannes Paul 2., erinnerte, welche er 1978 nach seiner Wahl auf dem Petersplatz insbesondere an seine polnischen Landsleute gerichtet, die kurz vor einer Invasion sowjetischer Truppen standen, um vor allen die Gewerkschaft Solidarnosc zu vernichten. Papst Johannes Paul 2. sagte nur drei Worte:" HABT KEINE ANGST!"

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