26/01/2021
drei
Weiter geht es mit ,
Genauigkeit / Worte wägen
Vielfalt ist ein gern erlebtes Ding. Gerade, wenn Sprache mir den Hauch der Vergangenheit nach Haus tragen soll, sehnt die Seele nach Fülle.
Ganz einfach wird es gelegentlich, wenn ich mir eigentlich benanntes unter die Lupe nehme. A. will ihre Kleidung bügeln, was auch Sinn macht, denn dann können diese aufgebügelt im Schrank hängen. Dass sie sie vorher wird plätten wollen, unterstellt das Damenherz, und doch zieht nicht mit einem Laut ein Feuereisen in den Text.
In der Analyse würde ich unterstellen, dass wir als Schreibender dem Raum enthoben sind, aus dem wir berichten. Uns entgeht die Fähigkeit, mit zu fühlen. Wenn die Worte den Leser wie zu seichtes Wasser umspülen, wird kein herausragender Eindruck von uns bleiben.
nachdem - Flüssigkeit (hiervon scheint der Autor im wahrsten Sinne zu träumen)
so - Füllhörner
Ich überlasse es dem Leser besser nicht, hin und hergerissen zu sein, geschweigedenn, eine Art und Weise zu implizieren. Die Darstellung des Römers gelingt Kastner meiner Ansicht nach nicht gut. Die kulturellen Besonderheiten neben denen des Germanen scheinen zu wenig klar voneinander getrennt. Was man an Wesen dem Sandalenträger zumutet, lässt er uns beim Barbaren miterleben. Er wählt Mittel, die absolut inakzeptabel sind.
Jugend lehren (S.51)
Ich hätte mit dem Schriftsteller einen Dialog über die Wirkung seiner Darstellung angestrebt. Sich gewisser Maßen verhalten, und sei es grob beim Liebe machen, ist m.A. nicht präsentabel. Nicht, dass ich dafür plädiere, dass es Werke zur Kunst des Liebens geben muss! Eher finde ich, dass gedankenlos Handeln (ich glaube, das ist das Ziel des coitus), gerade in Bezug auf Gläubiger und Wahrnehmung der eigenen Leiblichkeit interessantere Schauplätze als das römische Ehebett findet. Man könnte im Sinne der Volkserziehung der Jugend mehr abgleichbare, d.i. selbst erlebte/erfahrbare Werte bewässern, wie heiße Winde, staubig/ versandende Inventarsien etc und hätte promt weitaus mehr Spielraum für die tasächliche Handlung da die Last des Übermittelns im Erlebnisbereich des Lesers verortet werden kann.
Selbstverständlich muss ich nicht um das Wissen anderer wissen. Um Miterlebbarkeit bin ich allerdings immer ausgerichtet.
Metabotschaft
besitzen / röten
Falls ich im excurs bisher nicht darauf zu sprechen kam: Eins war Römer wie Germane bewusst - ISIS trinkt das Blut des Stieres. Die Umsetzung unterscheidet sich im durch Töten Röten, durch Fruchtbar sein Röten, durch Reiben Röten, durch Belieben Röten, durch Bereitung fiebrig sein. All diese Wege werden praktiziert als der Dienst am Gott. Was dem Verlierer bewusst ist: Mit seinem Blut wird das Land getränkt sein. Was den Fürst erfüllt: Die Gunst, verliebt zu machen.
Man redet heute von Anastasia, die das vom Land hervorgebrachte dermaßen liebt, dass es ihr besonders große Früchte hervorbringt. Jene, die von Aurasehen verstehen, werden vermutlich den rosa Schimmer an der Urmutter Gaia finden. Diese Welt umgab auch den Germanen.
atticus, der Auserwählte, der allen Lehren folgte, den Göttern gleich zu sein, ist jener, der den caesarlichen Thron besteigen möchte. Sein Ziel ist, über die Silberschmiede des Apoll zu herrschen.
das Umgreifende platzieren (excurs glaskugel schauen, Dämonen, Hexenfeuer S.53))
Ich liebe diesen von Karl Jaspers geprägten Begriff, da er so zugänglich ist. Er beinhaltet alles Erfahrbare. Wer sich über diesen Himmel der Gestaltung seiner Protagonisten nähert, wird keine Probleme mit der Inspiration haben.
Sich selbst umkreisen und das All verdichten, dass der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll, resultiert aus dieser Annäherung.
Fortsetzung folgt