30/10/2023
🤢🤮Es kotzt mich an....🤢🤮
Es ist an der Zeit, Klartext zu sprechen, und ich kann nicht anders, als meine Frustration über die Zustände in der Sicherheitsbranche zum Ausdruck zu bringen. Die Scheinheiligkeit der Auftraggeber, die Sicherheitsdienstleistungen für Preise vergeben, die nicht im Geringsten Qualität widerspiegeln, sondern stattdessen Schwarzarbeit und Betrug in der Branche fördern, bringt mich zur Weißglut.
Warum bin ich so drastisch in meinen Aussagen? Nun, ich habe zusammen mit einem Kunden an einer Ausschreibung zur Bewachung einer Unterkunft in Neumarkt i.d.OPf. teilgenommen, bei der "100% Wirtschaftlichkeit" gefordert wurde. Das Ergebnis? Wir landeten auf dem achten Platz mit einem Durchschnitts-Stundenverrechnungssatz (SVS) von gerade mal 24,98€ inkl. aller Zuschläge, wovon 22,70€ auf den reinen Tagdienst entfielen. Das Ganze bei einem Auftrag, der über 12 Monate laufen sollte und 3 Sicherheitsmitarbeiter rund um die Uhr erforderte, davon einer mit Sachkundeprüfung (Schichtleiter) und zwei mit Unterrichtung. Der Tarif liegt dort bei mindestens 13,50€ + 1,50€ Zulage. Selbst wenn man hier die Lohnnebenkosten mit gerade mal durchschnittlich von 48,92% sind wir schon bei 20,10€ ohne Einweisung, Dienstkleidung u.s.w.
Ehrlich gesagt frage ich mich, wie sollen wir hier noch von Qualität sprechen? Wie soll eine solche Vergabe überhaupt noch Seriös sein? Warum wird von den Vergabestellen nicht überprüft, ob diese Preise überhaupt auskömmlich sind? Wie sollen wir vernünftige Dienstkleidung, Schulungen und die geforderten Weiterbildungen finanzieren? Ich freue mich schon auf die nächsten Schlagzeilen mit Schlagwärtern wie "Schwarzarbeit", "Betrug in der Security-Branche" und, und, und...
Die Situation frustriert mich zutiefst, und ich kann nicht schweigen. Wo sind die Verbände die hier lautstark auch im Interesse Ihrer Mitglieder aufschreien müssten?
Es ist an der Zeit, die Missstände anzuprangern und gemeinsam eine Veränderung herbeizuführen.
Die Veröffentlichung dieser Preise erfolgte in Absprache mit dem Dienstleister, um die dringend benötigte Transparenz zu schaffen.