Bausachverständige Berlin - Potsdam - Ibiza IGS

Bausachverständige Berlin - Potsdam - Ibiza IGS IGS Schulz - Vordenken statt Nachdenken: Sachverständige.
45 Jahre IGS Schulz: Verlässlich. Unabhängig. Fachlich fundiert. Berlin - Potsdam - Ibiza / Mallorca

Seit 1981 begleitet die IGS Bauherren, Gerichte, Behörden und Investoren als unabhängige Bausachverständige: www.igs-schulz.de

Vordenken statt Nachdenken. Auf Baustellen höre ich immer wieder den Satz: „Jetzt müssen wir nachdenken, wie wir den Man...
27/07/2026

Vordenken statt Nachdenken. Auf Baustellen höre ich immer wieder den Satz: „Jetzt müssen wir nachdenken, wie wir den Mangel beseitigen.“

Meine Antwort lautet häufig: „Eigentlich ist es dafür bereits zu spät.“

Nach über 45 Jahren als Architekt, Beratender Ingenieur und öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger bin ich überzeugt:
Die meisten Bauschäden entstehen nicht erst auf der Baustelle – ihre Ursachen werden oft Monate oder sogar Jahre vorher gelegt.

Häufige Auslöser sind:
· unzureichende Planung
· fehlende Detailausbildung
· unklare Ausschreibungen
· mangelnde Koordination
· unzureichende Bauüberwachung
· Zeit- und Kostendruck

Die Ausführung macht viele dieser Fehler lediglich sichtbar. Für mich besteht die wichtigste Aufgabe eines Sachverständigen deshalb nicht nur darin, Schäden zu dokumentieren, sondern aus ihnen zu lernen und künftige Schäden zu verhindern.

Qualität beginnt nicht mit der Bauabnahme – sie beginnt mit einer durchdachten Planung.

Mein Leitsatz lautet deshalb seit vielen Jahren: „Vordenken statt Nachdenken.“
Denn der beste Bauschaden ist nicht der fachgerecht sanierte – sondern der, der niemals entsteht. Wie sehen Sie das?
Werden die meisten Bauschäden tatsächlich auf der Baustelle verursacht oder liegen ihre Ursachen bereits in der Planung?
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IGS Schulz - vordenken statt nachdenken. Hier: Balkongefälle. Ist ein Gefälle von 1,5 % wirklich immer erforderlich?In G...
18/07/2026

IGS Schulz - vordenken statt nachdenken. Hier: Balkongefälle. Ist ein Gefälle von 1,5 % wirklich immer erforderlich?
In Gutachten höre ich häufig die Aussage:
„Der Balkon hat keine 1,5 % Gefälle – also liegt ein Baumangel vor.“
So einfach ist es jedoch nicht. Die neue DIN 18531-5:2025 bringt eine interessante Änderung. Während die Vorgängernorm noch forderte, das Gefälle zu „planen und auszuführen“, spricht die neue Norm nur noch von der Gefälleplanung. Für mich ist das ein deutlicher Hinweis:

Der Schwerpunkt liegt auf der Planung – nicht allein auf der Messung eines Zahlenwertes. Gerade bei Bestandsgebäuden verhindern häufig geringe Türanschlusshöhen oder andere konstruktive Zwänge die Umsetzung der Regelausführung. Die entscheidende Frage lautet daher nicht:

„Hat der Balkon genau 1,5 % Gefälle?“ Sondern:
• Wird das Niederschlagswasser dauerhaft schadlos abgeführt?
• Ist die Konstruktion dauerhaft gebrauchstauglich?
• Wurde eine technisch sinnvolle Lösung geplant?
• Wurde der Bauherr auf die Vor-, und Nachteile hingewiesen?

DIN-Normen beschreiben Regellösungen – sie ersetzen jedoch nicht die technische Bewertung des Einzelfalls. Mein Leitsatz als Bausachverständiger:
Nicht das gemessene Gefälle entscheidet über einen Baumangel, sondern die dauerhafte Funktionsfähigkeit der gesamten Balkonkonstruktion.

Wie bewerten Sie diese Änderung der DIN 18531-5?
Wird der Planung künftig ausreichend Bedeutung beigemessen?

IGS Schulz - vordenken statt nachdenken. Wir werden oft gefragt: Wann braucht man einen Rechtsanwalt bzw. Sachverständig...
29/03/2026

IGS Schulz - vordenken statt nachdenken. Wir werden oft gefragt: Wann braucht man einen Rechtsanwalt bzw. Sachverständigen in einem Rechtsstreit? Unsere Antwort ist einfach: Nicht dann, wenn die Schadensursache/Verantwortung klar ist.
„Vordenken ist besser als nachdenken“ im Zuge teurer Mängelbeseitigung

Im Streitfall entstehen die entscheidenden Fragen:
• Wer ist verantwortlich für die Mängelbeseitigung?
• Was ist beweisbar?
• Wie ist der Schaden technisch zu bewerten?
In unserer Praxis sehe ich immer wieder: Viele Verfahren hätten früher entschieden werden können –
wenn die Ursache/Verantwortung sauber geklärt worden wäre.
Ein Gutachten entscheidet keinen Prozess. Aber es entscheidet oft die Richtung.
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Foto: Fehlende Abdichtung an einer Außentreppe

IGS Schulz - vordenken statt nachdenken. Hier: Warum werden viele Fassaden schon nach wenigen Jahren unansehnlich?  In u...
16/03/2026

IGS Schulz - vordenken statt nachdenken. Hier: Warum werden viele Fassaden schon nach wenigen Jahren unansehnlich? In unserer gutachterlichen Bewertung stellen wir immer wieder fest: Architekten entwerfen häufig eine makellose Oberfläche – besonders bei Sichtbetonfassaden. Doch nach kurzer Zeit zeigt sich oft ein anderes Bild:
Schmutzläufer, dunkle Verfärbungen und unregelmäßige Verschmutzungsmuster.

Im DBV-Sachstandsbericht „Sichtbetonkosmetik“ wird dazu ein wichtiger Hinweis gegeben:
„Problematisch hinsichtlich der Dauerhaftigkeit von Sichtbetonkosmetik sind horizontale, direkt beregnete Flächen im Außenbereich, wie z. B. Wandkronen.“

Das wirft eine zentrale Frage auf: Muss der Architekt den Bauherrn bereits in der Planungsphase darüber aufklären, wie sich eine Fassade im realen Nutzungszustand verändern wird?

Denn viele Verschmutzungseffekte sind physikalisch vorhersehbar:
Regenwasser, Staub, Mikroorganismen und konstruktive Details bestimmen maßgeblich das spätere Erscheinungsbild.

In meiner gutachterlichen Praxis zeigt sich immer wieder: Die Enttäuschung der Bauherren entsteht häufig nicht durch technische Mängel – sondern durch falsche Erwartungen an die Dauerhaftigkeit der Optik. Oder anders gesagt:

Enttäuschung ist oft das Ergebnis falscher Erwartungen.

Die entscheidende Frage lautet daher: Wurde der Bauherr frühzeitig und ausreichend über die spätere Alterung und Verschmutzung der Fassade informiert?

Mich würde interessieren: Wie gehen Architekten und Planer mit diesem Thema in der Praxis um? Werden Bauherren ausreichend über die langfristige Fassadenoptik aufgeklärt?

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IGS Schulz - vordenken statt nachdenken. Hier: Baukosten senken – durch geschickte Planung. Teil6: Außentreppen. In unse...
01/03/2026

IGS Schulz - vordenken statt nachdenken. Hier: Baukosten senken – durch geschickte Planung. Teil6: Außentreppen. In unserer gutachterlichen Praxis gehören Feuchtigkeitsschäden durch Keller-Außentreppen zur Tagesordnung. Das Problem sind nicht fehlende DIN-Normen. Das Problem ist die Unterschätzung des Bauteils: Keller-Außentreppe. Eine Keller-Außentreppe wirkt konstruktiv wie ein „Auffangbecken“ für Regenwasser:
• Wasser von oben („trichterförmig“)
• Wasser von der Seite (über den Treppenlauf)
• Rückstau von unten („Jahrhundertregen“)
Wer eine Keller-Außentreppe plant, muss es behandeln wie einen Balkon mit „geschlossener Brüstung“:
· Abdichtung nach DIN 18533
· Zwei Entwässerungssysteme nach DIN 1986-100
· Rückstausicherheit
· Funktionsfähige Türschwelle
In der Praxis fehlen meist: Notentwässerung, ausreichende Aufkantungshöhen und durchdachte Details (Ausführungsplanung).
Meine Erfahrung/Empfehlung: Außentreppen vermeiden oder vollständig „einhausen“.
Alles andere erhöht das Haftungsrisiko erheblich, d.h. dann plant man keine Keller-Außentreppe
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IGS Schulz - vordenken statt nachdenken. Hier: Baukosten senken – durch geschickte Planung. Teil5: FensterstürzeFensters...
16/02/2026

IGS Schulz - vordenken statt nachdenken. Hier: Baukosten senken – durch geschickte Planung. Teil5: Fensterstürze
Fensterstürze werden in der Praxis häufig als aufwendig bewehrte Unterzüge mit Innen- und Außenschalung ausgeführt – teuer, detailintensiv und schwer lüftbar.
Die bessere Lösung: deckengleiche Sturzlösungen mit raumhohen Fenstertüren (z. B. „französische Fenster“). Sie sparen nicht nur Schalung und Bewehrung, sondern verbessern gleichzeitig das Lüftungsverhalten – denn warme, feuchtbelastete Raumluft steigt nach oben und kann so ungehindert entweichen. Bemessungstechnisch liegt der Unterschied z. B. zwischen
• M = q·l²/8 bei klassischen Unterzügen und
• M = q·l²/16 bei deckengleichen Konstruktionen.
Fazit:
· Schlanke, raumhohe Fenstertüren fördern sowohl die Belichtung
als auch die natürliche Lüftung.
· Deckengleiche Fensterstürze sparen Schal- und Bewehrungskosten.
· Die Lösung ist wirtschaftlich, funktional und gestalterisch attraktiv.

In der Prüfung fremder Architekten-Ausführungsplanungen zeigt sich oft: Theorie und Baupraxis klaffen auseinander. Gutachterliche Erfahrungen aus unseren IGS-Beratungen belegen regelmäßig, dass wichtige Aspekte der Ausführbarkeit und Kostenoptimierung in der Planung unberücksichtigt bleiben.
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IGS Schulz - vordenken statt nachdenken. Hier: Baukosten senken – durch geschickte Planung. Teil4: Fensterbänke. Wasserf...
09/02/2026

IGS Schulz - vordenken statt nachdenken. Hier: Baukosten senken – durch geschickte Planung. Teil4: Fensterbänke. Wasserführung und Tropfkanten – Wirkung und Grenzen. Ob mit oder ohne Überstand, ob mit Blechabdeckung oder als sogenannte „Tropfkante“ ausgeführt – in der Praxis führen äußere Fensterbänke und Attikaabdeckungen häufig zu Feuchtebelastungen und in der Folge zu Verschmutzungen auf Fassaden.
Ein bloßer Überstand, selbst bei sorgfältiger Ausbildung als „Tropfkante“, verhindert nicht, dass Regenwasser an der Fassade herunterläuft. Dies lässt sich in zahlreichen Praxisbeispielen sowie anhand von Fotodokumentationen und Berechnungen nachvollziehen.
Was ist also der Nutzen von Fensterbänken mit Überstand und Tropfkante?
In vielen Fällen ist eine andere Lösung sinnvoller: Die untere Fensterleibung mit starkem Gefälle – idealerweise zwischen 45 und 60 Grad – auszubilden.
Vorteil: Wasser bleibt dort nicht stehen, sondern läuft gezielt ab.
Zusatzeffekt: Der Regen kann die Fläche sogar teilweise reinigen, was Verschmutzungen reduziert.
Fazit: Nicht jede „Tropfkante“ wirkt wie gewünscht. Gute Detaillösungen setzen auf funktionale Geometrie statt auf symbolische Überstände.
Basierend auf unseren Gutachten zu Fassaden haben wir in unserem Team bei IGS Schulz regelmäßig die Gelegenheit, aktuelle Entwicklungen in Fachartikeln oder Seminaren aufzuarbeiten – die Rückmeldungen aus der Branche zeigen, wie groß der Bedarf an Praxisbezug ist.
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On 7 February 1977, I was there live: San Francisco – Oakland Coliseum, open air. On stage: Lynyrd Skynyrd: https://lnkd...
05/02/2026

On 7 February 1977, I was there live: San Francisco – Oakland Coliseum, open air. On stage: Lynyrd Skynyrd: https://lnkd.in/dfKaN2AC
and Peter Frampton. It wasn't playback – it was an attitude to life. We grew up with the Rolling Stones and the DOORS. This music shaped us – and shaped our attitude in our professional lives: tough but fair. Straightforward. No playback.
‘Life can only be understood backwards, but must be lived forwards’ (Kierkegaard). Today I think: you are as old as you feel. What do you think? Have you also done (almost) everything right in the past?

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Am 7. Februar 1977 war ich live dabei: San Francisco – Oakland Coliseum, Open Air. Auf der Bühne: Lynyrd Skynyrd: https:...
03/02/2026

Am 7. Februar 1977 war ich live dabei: San Francisco – Oakland Coliseum, Open Air. Auf der Bühne: Lynyrd Skynyrd: https://lnkd.in/dfKaN2AC
und Peter Frampton. Das war kein Playback – das war ein Lebensgefühl. Wir sind mit den Rolling Stones, den DOORS groß geworden. Diese Musik hat uns geprägt – und unsere Haltung im Berufsleben geformt: hart, aber fair. Geradlinig. Ohne Playback.

"Das Leben kann nur rückwärts verstanden, aber muss vorwärts gelebt werden" (Kierkegaard). Heute denke ich: Man ist so alt, wie man sich fühlt. Wie sehen Sie das? Haben auch Sie (fast) alles in der Vergangenheit richtig gemacht?

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IGS Schulz - vordenken statt nachdenken. Hier: Baukosten senken – durch geschickte Planung. Teil3: AußentreppenAlle Auße...
29/01/2026

IGS Schulz - vordenken statt nachdenken. Hier: Baukosten senken – durch geschickte Planung. Teil3: Außentreppen
Alle Außentreppen haben eines gemeinsam: Sie müssen – genau wie Balkone – aufgrund der Wasserbeanspruchung dauerhaft abgedichtet werden.
Wird ein Belag aufgebracht, sind die Fugen nicht wasserdicht. Das eindringende Wasser muss schadlos abgeführt werden – nicht nur längs, sondern auch quer zur Laufrichtung, z. B. infolge zulässiger Bautoleranzen. Eine durchdachte Planung ist notwendig (z. B. Abdichtungsaufkantungen, Gefällegebung).

Außentreppen aus Ortbeton bedeuten:
• mehr Schnittstellen zwischen Gewerken,
• aufwendige Koordination bei Gefälle, Abdichtung, Schutzschicht, Bodenbelag
• Geländerbefestigung
• erhöhte Anforderungen an die Bauüberwachung
• ein deutlich höheres Risiko für Mängel.

Die bessere Lösung:
Treppen-Fertigteile in Sichtbetonqualität – aus WU-Beton:
• Tragwerk, Abdichtung und Belag in einem Guss
• werkseitig geprüfte Ausführung
• weniger Schadensanfälligkeit
• klare Kalkulationsgrundlage = Kostensicherheit
In der Diskussion um die Planung von Außentreppen, ist besonders spannend,
wie theoretische Anforderungen mit den praktischen Erfahrungen z. B. aus unseren IGS-Gutachten kollidieren – oft fehlt der Abgleich mit der Realität auf der Baustelle.
Fazit: Wer bei Außentreppen am Anfang bis zu Ende denkt, spart nicht nur Kosten, sondern minimiert auch das Haftungsrisiko.

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Ulmenallee 53
Berlin
14050

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