DGPP Deutsche Gesellschaft für Positive Psychologie UG

DGPP Deutsche Gesellschaft für Positive Psychologie UG Dies ist die offizielle Website der Deutschen Gesellschaft für Positive Psychologie.

Wie führst du Mitarbeitendengespräche, die wirklich etwas bewegen? Viele Mitarbeitendengespräche laufen routiniert ab – ...
16/09/2026

Wie führst du Mitarbeitendengespräche, die wirklich etwas bewegen?

Viele Mitarbeitendengespräche laufen routiniert ab – aber wachstumsorientiert sind sie selten. Dabei steckt darin so viel Potenzial: für echte Entwicklung, mehr Vertrauen und stärkenorientierte Führung.

In unserem neuen PP-Bite „Mitarbeitendengespräche positiv führen" schauen wir uns an, wie Ansätze der Positiven Psychologie diese Gespräche verändern können. Mit dabei: das Personal Management Interview nach Kim Cameron, das Konzept „Crafting Conversations" und ganz praktische Leitfäden für stärkenorientierte Kommunikation. Auch schwierige Gespräche und die besondere Herausforderung von Mitarbeitendenbindung in dezentralen Teams kommen zur Sprache.

Geleitet wird das PP-Bite von Marcus Schweighart und Christian Thiele.

📅 Die Termine: 19.09., 21.09. und 23.09.2026, online via Zoom

Was macht für dich ein gutes Mitarbeitendengespräch aus? Schreib's gern in die Kommentare! ⬇️

Prof. Dr. Eva-Lotta BrakemeierPsychotherapieforschung, personalisierte Behandlung und die Verbindung von Wissenschaft un...
14/09/2026

Prof. Dr. Eva-Lotta Brakemeier

Psychotherapieforschung, personalisierte Behandlung und die Verbindung von Wissenschaft und Praxis: Prof. Dr. Eva-Lotta Brakemeier beschäftigt sich mit der Frage, wie Psychotherapie noch wirksamer und passgenauer werden kann.

Heute leitet sie den Lehrstuhl für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Universität Greifswald und das dortige Zentrum für Psychologische Psychotherapie. In ihrer Forschung steht besonders die personalisierte Psychotherapie im Mittelpunkt. Ihr Ziel: besser zu verstehen, welche psychologischen Mechanismen hinter psychischen Erkrankungen stehen und welche therapeutischen Prozesse bei einzelnen Patient:innen Veränderungen bewirken können.

Gemeinsam mit ihrem Team entwickelte sie dafür das Greifswalder Psychotherapie Navigator System. Es soll helfen, wissenschaftliche Erkenntnisse darüber zu nutzen, welche Behandlung und welche therapeutischen Prozesse für eine bestimmte Person besonders hilfreich sein könnten.

Dabei denkt Brakemeier Psychotherapie nicht nur innerhalb einzelner Therapieschulen. Sie setzt sich für die Verbindung verschiedener psychotherapeutischer Ansätze ein und erforscht unter anderem Depression, CBASP und Interpersonelle Psychotherapie.

Seit 2024 ist sie zudem Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Psychologie.

Du möchtest psychologische Grundlagen vertiefen und für deine Coachingpraxis nutzbar machen? In unserem Zusatzmodul „Positive Psychopathologie“ lernst du, psychische Belastungen und Erkrankungen aus einer differenzierten Perspektive zu verstehen – als Teil der Ausbildung zum/zur Systemischen Coach für Positive Psychologie.

Was könnte eine stärker personalisierte Psychotherapie für die Zukunft verändern?

Unterstütze jemanden mit einer deiner Stärken Unsere Stärken sind nicht nur etwas, das uns selbst zugutekommt. Sie könne...
11/09/2026

Unterstütze jemanden mit einer deiner Stärken

Unsere Stärken sind nicht nur etwas, das uns selbst zugutekommt. Sie können auch zu einer Ressource für andere werden.

Vielleicht bist du besonders gut darin, zuzuhören. Du kannst Menschen zum Lachen bringen, behältst auch in schwierigen Situationen den Überblick oder findest immer wieder neue Perspektiven. Oft sind es gerade diese Eigenschaften, die für andere einen echten Unterschied machen können.

Die Positive Psychologie beschäftigt sich deshalb nicht nur mit der Frage, welche Stärken wir haben, sondern auch damit, wie wir sie gezielt einsetzen können. Ein bewusster Stärkeneinsatz kann dabei helfen, Beziehungen zu stärken, Verbundenheit zu fördern und das eigene Erleben von Sinn zu erhöhen.

Probier es heute einmal aus:

- Überlege dir eine deiner persönlichen Stärken.
- Denke an eine Person, die gerade Unterstützung gebrauchen könnte.
- Frage dich: Wie könnte ich genau diese Stärke für sie einsetzen?

Vielleicht nutzt du deine Kreativität, um jemanden auf eine neue Idee zu bringen. Deine Freundlichkeit, um einen schwierigen Tag leichter zu machen. Oder deine sozialen Fähigkeiten, um jemandem das Gefühl zu geben, nicht allein zu sein.

Denn manchmal liegt die größte Wirkung einer Stärke darin, dass wir sie nicht nur für uns selbst einsetzen.

Welche deiner Stärken könntest du heute für jemand anderen einsetzen?

Welche deiner Stärken machen dich zu dem Menschen, der du bist?Im Alltag richten wir unseren Blick häufig auf das, was w...
09/09/2026

Welche deiner Stärken machen dich zu dem Menschen, der du bist?

Im Alltag richten wir unseren Blick häufig auf das, was wir noch verbessern möchten. Dabei kann es genauso wertvoll sein, die eigenen Fähigkeiten bewusst wahrzunehmen: Was gelingt mir besonders gut? Was gibt mir Energie? Und in welchen Situationen kann ich meine Stärken gezielt einsetzen?

Mit unserem PP-Bite „Stärken stärken“ kannst du dich eine Woche lang genau damit beschäftigen. Nach dem Prinzip „erkennen – erkunden – einsetzen“ lernst du deine persönlichen Stärken besser kennen und setzt dich damit auseinander, wie du sie im Alltag nutzen kannst.

Dabei geht es nicht nur darum, die eigenen Stärken zu identifizieren. Du erfährst auch, welchen Einfluss Stärkenorientierung auf Wohlbefinden und Erfüllung haben kann, warum der passende Einsatz entscheidend ist und wie sich Über- und Unterbeanspruchung von Stärken erkennen lassen. Außerdem erhältst du praktische Anregungen, wie du Stärkenarbeit in Beratung und Coaching einsetzen kannst.

Durch die Woche begleiten dich Lukas Entezami und Maike Julius mit wissenschaftlich fundierten Inhalten und praxisnahen Übungen.

Start ist am 19.09.2026.

Entdecke deine Stärken neu und finde heraus, was in ihnen steckt. Alle Informationen und die Anmeldung findest du über den Link in den Kommentaren.

Wann macht Kaufen glücklich?Macht ein neues Kleidungsstück glücklich? Ein Konzertbesuch? Ein Geschenk für einen anderen ...
07/09/2026

Wann macht Kaufen glücklich?

Macht ein neues Kleidungsstück glücklich? Ein Konzertbesuch? Ein Geschenk für einen anderen Menschen? Oder vielleicht eine Haushaltshilfe, die uns wertvolle Zeit zurückgibt?

Die Forschung zeigt: Konsum und Wohlbefinden hängen komplexer zusammen, als „mehr kaufen = mehr Glück“ vermuten lässt.

In ihrer aktuellen Review-Arbeit untersuchen M. Joseph Sirgy und Dong-Jin Lee, unter welchen Bedingungen Ausgaben tatsächlich zum Wohlbefinden beitragen können.

Besonders häufig zeigt sich ein „Erlebnisvorteil“: Ausgaben für Erlebnisse gehen tendenziell mit mehr Kaufglück einher als der Kauf materieller Produkte. Erlebnisse können stärker mit unserer Identität verbunden sein, soziale Beziehungen fördern und länger in Erinnerung bleiben.

Doch auch andere Arten des Konsums können zum Wohlbefinden beitragen: zeitsparende Ausgaben können entlasten, prosoziales Ausgeben wie Schenken oder Spenden kann Verbundenheit und Sinn fördern. Nachhaltige und ethische Käufe können positive Gefühle und eine positive Selbstwahrnehmung stärken. Und Produkte, die zu unserem Selbstbild passen, können ebenfalls besonders befriedigend sein.

Die zentrale Botschaft: Nicht der Kauf an sich entscheidet über das Glück – sondern welche Bedürfnisse, Werte und Ziele er erfüllt.

Vielleicht lohnt sich beim nächsten Kauf deshalb die Frage:
Was genau erhoffe ich mir davon – und trägt es wirklich zu meinem Wohlbefinden bei?

Sirgy, M. J., & Lee, D. J. (2026). Integrating research on purchase happiness: Predictors, mediators, and moderators. Applied Research in Quality of Life, 21, 1763–1790.

„Das Schöne zieht einen Teil seines Zaubers aus der Vergänglichkeit.“ – Hermann HesseWarum berühren uns manche Momente g...
04/09/2026

„Das Schöne zieht einen Teil seines Zaubers aus der Vergänglichkeit.“ – Hermann Hesse

Warum berühren uns manche Momente gerade deshalb so sehr, weil wir wissen, dass sie nicht bleiben?

Ein Sonnenuntergang, ein Sommerabend, ein vertrautes Gespräch oder eine Umarmung. Oft liegt etwas Besonderes darin, dass wir wissen: Dieser Moment wird vorübergehen.

Die Psychologie kennt dafür unter anderem den Knappheitseffekt. Was begrenzt verfügbar ist, erscheint uns häufig wertvoller. Dabei geht es nicht nur um materielle Dinge. Auch Zeit, Erlebnisse und gemeinsame Momente können durch ihre Begrenztheit an Bedeutung gewinnen.

Wenn wir wissen, dass etwas nicht selbstverständlich und nicht unendlich verfügbar ist, richten wir unsere Aufmerksamkeit anders darauf. Wir nehmen bewusster wahr, was gerade geschieht. Vielleicht hören wir genauer zu, schauen länger hin oder spüren intensiver, was dieser Moment in uns auslöst.

Vergänglichkeit ist deshalb nicht nur das, was dem Schönen ein Ende setzt. Sie kann ein Teil dessen sein, was es so kostbar macht.

Vielleicht müssen wir das Schöne also nicht davor bewahren, zu vergehen.

Vielleicht liegt ein Teil seines Zaubers genau darin, dass wir wissen:

Wir können es nicht festhalten, aber wir können ganz darin sein, solange es da ist.

Müssen wir wirklich zynisch sein, um realistisch zu bleiben?In einer Welt, in der wir immer wieder von Korruption, Unger...
02/09/2026

Müssen wir wirklich zynisch sein, um realistisch zu bleiben?

In einer Welt, in der wir immer wieder von Korruption, Ungerechtigkeit und enttäuschten Hoffnungen hören, kann Zynismus fast wie die klügere Haltung wirken. Ideale erscheinen schnell naiv – und die Vorstellung, dass Menschen sich bewusst für das Gemeinwohl entscheiden, geradezu unrealistisch.

William Damon und Anne Colby stellen in `The Power of Ideals´ eine andere Perspektive entgegen: Menschen sind nicht nur ihren Impulsen, Interessen oder dem sozialen Druck ausgeliefert. Sie können ihr Handeln an moralischen Überzeugungen ausrichten und bewusst Entscheidungen für das treffen, was ihnen wichtig und richtig erscheint.

Dafür betrachten die Autoren die Lebensgeschichten von sechs moralischen Führungspersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts, die sich für Themen wie Frieden, soziale Gerechtigkeit und Menschenrechte eingesetzt haben.

Besonders spannend: Im Zentrum stehen drei Tugenden – Wahrhaftigkeit, Demut und Glaube. Sie ermöglichen es, die eigenen Werte nicht nur zu vertreten, sondern tatsächlich nach ihnen zu leben.

Vielleicht bedeutet Idealismus also nicht, die Realität auszublenden. Vielleicht bedeutet er, sich trotz ihrer Widersprüche dafür zu entscheiden, welche Welt wir mit unserem eigenen Handeln mitgestalten wollen.

Welche Ideale sind für dich so wichtig, dass du dein Handeln daran ausrichten möchtest?

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Der letzte Tag im August fühlt sich oft an wie eine kleine Zäsur – der Sommer geht, ein neuer Abschnitt beginnt.  Genau ...
31/08/2026

Der letzte Tag im August fühlt sich oft an wie eine kleine Zäsur – der Sommer geht, ein neuer Abschnitt beginnt. Genau dieses Gefühl lässt sich psychologisch nutzen.

Die Forschung kennt dafür den sogenannten Fresh-Start-Effekt: Katherine Milkman und ihr Team fanden heraus, dass Menschen an markanten zeitlichen Wendepunkten – wie einem Monatswechsel, einem Geburtstag oder eben dem Ende einer Jahreszeit – eher bereit sind, alte Muster loszulassen und neue Vorsätze in die Tat umzusetzen. Diese "temporalen Meilensteine" schaffen gedanklich einen klaren Schnitt zwischen einem "alten Ich" und einem "neuen Ich" und machen Veränderung leichter.

Der Übergang vom Sommer in den Herbst ist so ein Meilenstein. Nutze ihn bewusst:

- Blick zurück: Was hat diesen Sommer besonders gemacht? Woran denkst du gerne zurück?
- Blick nach vorn: Was möchtest du im Herbst anders oder neu angehen?
- Schreib dir 1–2 Sätze auf, mit welcher Haltung oder welchem Vorsatz du in die neue Jahreszeit startest.

Dieser kleine Moment des Innehaltens kann helfen, bewusster und mit mehr Klarheit in den nächsten Abschnitt zu gehen.

Apropos Neuanfang: Auch unser Masterstudiengang Positive Psychologie und Coaching (in Kooperation mit der DHGS) startet am 15. September 2026 zum 6. Mal – vielleicht ja dein persönlicher Fresh Start?

Welcher Gedanke oder Vorsatz begleitet dich in den Herbst?

Recap: European Congress on Positive Psychology in DublinVom 01. bis 04. Juli sind fast 1.000 Personen aus Forschung, Le...
28/08/2026

Recap: European Congress on Positive Psychology in Dublin

Vom 01. bis 04. Juli sind fast 1.000 Personen aus Forschung, Lehre und Anwendung der Positiven Psychologie zusammengekommen, um sich zu vernetzen und neue Ideen einzusammeln. Unter dem Leitsatz "Body and Mind" adressierte der Kongress den den engen Zusammenhang zwischen körperlichem und psychischem Wohlbefinden und zeigte auf, wie beide Dimensionen gemeinsam zu einem erfüllten und gesunden Leben beitragen.

Drei inhaltliche Schwerpunkte, die uns begeistert haben:

1. Positive Solitude
Alleinsein ist kein Mangel, sondern eine gestaltbare Kompetenz – die Grenze zwischen belastender Einsamkeit und bereicherndem Alleinsein liegt in der Freiwilligkeit.
Über das 3-Säulen-Modell aus Haltung, Handlung und Habituation lässt sich diese Fähigkeit gezielt trainieren – ähnlich wie Achtsamkeit. Besonders im Alter wirkt Positive Solitude nachweislich schützend vor psychischer Belastung, ohne soziale Beziehungen zu ersetzen.

2. So, here we are!
Positive Präsenz als Haltung in Coaching und Lehre betonte Christian van Nieuwerburgh. Dabei betont der Coach und Studienleiter des Masters für Positive Psychologie in Irland besonders zwei hilfreiche Qualitäten: radical listening und "beautiful questions", zum Beispiel: What is wanted? What is working? What is next?

3. Wellbeing als Nebenprodukt, nicht als Ziel
Loving, Having, Doing – drei Dimensionen, die laut Frank Martela ein sinnerfülltes Leben tragen. In seinem Vortrag zeigte der finnische Philosoph und Glücksforscher, wie Beziehungen, materielle Sicherheit und sinnhaftes Handeln zusammenwirken. Und betont, dass Wohlbefinden eher ein Nebenprodukt eines bedürfniserfüllten Lebens ist, als das primäre Ziel.

Der nächste ECPP findet übrigens vom 28. Juni bis 01. Juli 2028 in Rimini, Italien statt. Sehen wir uns da?

Am Lebensende zeigt sich oft am klarsten, was wirklich zählt. Die australische Palliativpflegerin Bronnie Ware hat über ...
26/08/2026

Am Lebensende zeigt sich oft am klarsten, was wirklich zählt.

Die australische Palliativpflegerin Bronnie Ware hat über Jahre Sterbende begleitet und dabei immer wieder dieselben Bedauern gehört: Zu wenig Mut zum eigenen Leben, zu viel Arbeit, zu wenig ausgedrückte Gefühle, verlorene Freundschaften, zu wenig erlaubtes Glück.

Die existenzielle Positive Psychologie nimmt genau diese Erkenntnisse auf und dreht sie um: Was, wenn wir diese Weisheiten nicht erst am Ende unseres Lebens für uns entdecken, sondern schon heute? Es geht dabei nicht um Perfektion, sondern um Echtheit, Verbundenheit und die Fähigkeit, dem eigenen Inneren zuzuhören.

Besonders in Hospiz- und Palliativkontexten wird sichtbar, was uns trägt: Beziehungen, das Gefühl von Sinn, Dankbarkeit für kleine Momente und ein liebevoller, mitfühlender Blick auf sich selbst.

Mehr über existenzielle Positive Psychologie und was uns die Forschung über ein erfülltes Leben lehrt, liest du in unserem Blogartikel (Link in den Kommentaren).

Was von Bronnie Wares fünf Erkenntnissen berührt dich am meisten?

Adresse

Am Treptower Park 17
Berlin
12435

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