Carolin Deiner - Praxisberatung & Coaching

Carolin Deiner - Praxisberatung & Coaching Praxisberatung, Gründungsbegleitung, Mediation und Systemisches Coaching für den persönlichen und beruflichen Bereich mit dem Schwerpunkt Tierärzt:innen.

Systemisches Coaching für den persönlichen und beruflichen Bereich mit dem Schwerpunkt Tierärzt:innen und Praxismitarbeitende. Aber nicht nur... :-)

*Das Wichtigste zur Praxisgründung (und Übernahme), 11 ATF*Ein interaktives Wochenend-Webinar für Tierärztinnen und Tier...
22/04/2024

*Das Wichtigste zur Praxisgründung (und Übernahme), 11 ATF*

Ein interaktives Wochenend-Webinar für Tierärztinnen und Tierärzte, die sich gedanklich mit der Selbstständigkeit befassen.
*Samstag 04.05.24 10:00-18:30 & Sonntag 05.05.24 9:30-16:45*

In diesem Webinar vermitteln die Referent:innen Dr. Carolin Deiner, Matthias Knäble und Torsten Bernert die wichtigsten Fakten der Praxisgründung und Praxisübernahme. Als Gründungsbegleitung bzw. Steuerberater mit Schwerpunkt Tierärzte haben wir schon einige Projekte begleitet und verraten Ihnen alles, was wir über das Thema wissen.
Am Samstag beginnen wir mit dem Sammeln Ihrer individuellen Fragen, die wir dann im Laufe des zweitägigen Webinars beantworten werden. Dann steigen wir ein in die Themen Businessplan, strategische Überlegungen, Kaufpreisermittlung, finanzielle Einstiegsmodelle, Rechtsformen, Verträge, Marketing und Kundenkommunikation. Während des Tages wird viel Raum für Diskussion sein.
Am Sonntag behandeln wir die Themen Kredite und Finanzierung, Gewinnvorschau und Strategieanpassung, Buchhaltung und Kassenführung, Kennzahlen verschiedener Praxisformen und Tierartenspezialisierungen, Personalführung und Mitarbeitenden-Zufriedenheit. Wir beschließen den Tag um 16:45 nach einer weiteren Diskussionsrunde zur Klärung von hinzugekommenen Fragen.
Nach diesem Tag sind Sie in der Lage, Ihr Vorhaben fundiert einzuschätzen und wissen, worauf es ankommt bei der Praxisgründung oder Praxis(anteils)übernahme.
Kosten: € 200,-
Anmeldung: [email protected]
Teilnehmendenzahl: mind. 10, max. 20
Beschreibung im Tierärzteblatt: https://www.deutsches-tieraerzteblatt.de/termine/termindetails/das-wichtigste-zur-praxisgrundung/15822

*Gewaltfreie Kommunikation für Tierärzt:innen, 5ATF-Stunden*Ein Samstags-Webinar für Tierärztinnen und Tierärzte, die si...
12/03/2024

*Gewaltfreie Kommunikation für Tierärzt:innen, 5ATF-Stunden*

Ein Samstags-Webinar für Tierärztinnen und Tierärzte, die sich kommunikativ besser einstellen möchten aufs Gegenüber und dadurch beispielsweise die Compliance der Kundschaft oder die Kooperation von Teammitgliedern fördern möchten.

- Wo: Online (We**am und Mikrofon erforderlich)
- Samstag von 10:00-16:15
- folgende Termine stehen zur Wahl: 20.04.2024, 28.09.2024
- ATF: 5 Stunden (Kreis der Teilnehmenden beschränkt auf Kolleg:innen und Vetmed-Studierende)
- Kosten: 124,50 inkl. USt

Zur Anmeldung senden Sie bitte eine Email an [email protected] unter Angabe von Name, Adresse und gewünschtem Termin sowie einen Nachweis, dass Sie zum Kreis der Teilnehmenden gehören.

*Das Wichtigste zur Praxisgründung (und Übernahme), 11 ATF*Ein interaktives Wochenend-Webinar für Tierärztinnen und Tier...
19/10/2023

*Das Wichtigste zur Praxisgründung (und Übernahme), 11 ATF*

Ein interaktives Wochenend-Webinar für Tierärztinnen und Tierärzte, die sich gedanklich mit der Selbstständigkeit befassen.
Samstag 18.11.23 10:00-18:30 & Sonntag 19.11.23 9:30-16:45

In diesem Webinar vermitteln die Referent:innen Dr. Carolin Deiner, Matthias Knäble und Torsten Bernert die wichtigsten Fakten der Praxisgründung und Praxisübernahme. Als Gründungsbegleitung bzw. Steuerberater mit Schwerpunkt Tierärzte haben wir schon einige Projekte begleitet und verraten Ihnen alles, was wir über das Thema wissen.
Am Samstag beginnen wir mit dem Sammeln Ihrer individuellen Fragen, die wir dann im Laufe des zweitägigen Webinars beantworten werden. Dann steigen wir ein in die Themen Businessplan, strategische Überlegungen, Kaufpreisermittlung, finanzielle Einstiegsmodelle, Rechtsformen, Verträge, Marketing und Kundenkommunikation. Während des Tages wird viel Raum für Diskussion sein.
Am Sonntag behandeln wir die Themen Kredite und Finanzierung, Gewinnvorschau und Strategieanpassung, Buchhaltung und Kassenführung, Kennzahlen verschiedener Praxisformen und Tierartenspezialisierungen, Personalführung und Mitarbeitenden-Zufriedenheit. Wir beschließen den Tag um 16:45 nach einer weiteren Diskussionsrunde zur Klärung von hinzugekommenen Fragen.
Nach diesem Tag sind Sie in der Lage, Ihr Vorhaben fundiert einzuschätzen und wissen, worauf es ankommt bei der Praxisgründung oder Praxis(anteils)übernahme.
Kosten: € 200,-
Anmeldung: [email protected]
Teilnehmendenzahl: mind. 10, max. 20
Beschreibung im Tierärzteblatt: https://www.deutsches-tieraerzteblatt.de/termine/termindetails/das-wichtigste-zur-praxisgrundung/14093

Resilienztraining für Tierärzt:innen, OnlineMehrere Samstage zur Auswahl von 10:00-17:30 (10.09., 08.10., 05.11.2022)Max...
23/07/2022

Resilienztraining für Tierärzt:innen, Online

Mehrere Samstage zur Auswahl von 10:00-17:30 (10.09., 08.10., 05.11.2022)
Max 12 Teilnehmer:innen pro Termin, Kosten € 119,- p. P., 6 ATF-Std. für kaufm-betriebsw. FoBi
Anmeldung unter [email protected]

Worum geht's?
Unter Resilienz versteht man die psychische Widerstandsfähigkeit gegen Stress. Und Resilienz ist in weiten Teilen erlernbar.
Wer resilient ist und passende Bewältigungsstrategien an der Hand hat, erholt sich schneller von einer als stressig empfundenen Situation, kann besser mit Konflikten und Misserfolgen umgehen und gewinnt Mut für eventuell anstehende Veränderungen.
Die Steigerung der individuellen Resilienz ist somit ein wichtiger Baustein des Selbstmanagements und kann stressbedingte Eskalationen verhindern helfen.
In diesem Training erfahren Sie Theoretisches und erleben Praktisches zur Resilienzsteigerung, tauschen sich vertrauensvoll mit Kolleg:innen aus und stärken Ihre Ressourcen, sodass Sie nachhaltig zu mehr Wohlbefinden und Zufriedenheit gelangen.
www.beratung.vet/termine

29/06/2022

Resilienztraining für Tierärzt:innen auf dem Leipziger Tierärztekongress!

Na, möchtest Du auch, dass Dich nichts mehr aus der Ruhe bringt?
Unter Resilienz versteht man die psychische Widerstandsfähigkeit gegen Stress. Und Resilienz ist erlernbar. Denn es sind nicht die Stressoren selbst, die uns beunruhigen, sondern unsere Bewertung der Stressoren.
Wer resilient ist und passende Coping Strategien an der Hand hat, kann besser mit seinen Kräften haushalten, kann mit Konflikten und Misserfolgen besser umgehen und gewinnt Mut für eventuell anstehende Veränderungen.
In diesem kurzweiligen Seminar stärke ich Eure Resilienz, sodass Ihr nicht einfach nur funktioniert und irgendwie den Kopf über Wasser haltet, sondern nachhaltig zu mehr Wohlbefinden und Zufriedenheit gelangt.
Termin: Freitag, 08.07.2022 13:00-16:30 Seminarraum 8
Maximale TN-Zahl: 21 (ohne Voranmeldung, einfach pünktlich um 13:00 da sein und mitmachen)
Kosten: im Tagesticket inklusive
Gerne teilen mit potenziellen Interessent:innen ❤

19/06/2022

***EDIT: weil ich die Statistik falsch gelesen hatte, musste der Beitrag stark überarbeitet werden. Ich bitte den Fehler zu entschuldigen.

Stimmt das: „Die Feminisierung der Tiermedizin ist eine Ursache dafür, dass Investoren leichtes Spiel haben und Tierkliniken aufkaufen können, denn sie finden keine Nachfolger, weil Frauen sich kaum selbstständig machen wollen.“?

Dass in den letzten Jahren viele Tierkliniken und Großpraxen von Investoren bzw. sogenannten Ketten aufgekauft wurden, ist vielen bekannt. Sowohl im Kleintier- als auch im Pferde- und Nutztierbereich haben sich Unternehmen gebildet, die sich auf die jeweilige Sparte spezialisiert haben und lukrative Objekte suchen, um den Inhaber:innen ein verlockendes Kaufangebot zu machen. Dabei liegen die angebotenen Kaufpreise in der Regel weit über dem, was eine an der Wertschöpfung beteiligte tierärztliche Nachfolge zu bieten bereit ist. Immerhin hat jeder Tierarzt und jede Tierärztin auch grundsätzlich die Möglichkeit eine Praxis neu zu gründen mit einem Bruchteil der Investition, insofern sind von diesen Käufer:innen nicht die gleichen Summen zu erzielen wie von Investoren, die lediglich ihr Geld gewinnbringend anlegen wollen, solange es keine Zinsen am Kapitalmarkt bringt.

Wenn man nach den Ursachen zu dem Trend forscht, stolpert man immer wieder über Aussagen von Funktionären der Tierärztekammern oder von Berufs- und Klinikverbänden, die die „zunehmende Feminisierung des Berufs“ als Ursache dafür anführen, dass Tierkliniken und Tierarztpraxen keine Nachfolge mehr finden und darum an Investoren verkauft werden (müssen). Das wird dann rhetorisch so dargestellt, also würde das im deutschsprachigen Raum relativ neue Phänomen der Investoren in der Tiermedizin auf ein gleichzeitig neu auftretendes Phänomen der Feminisierung treffen, gerade so als gäbe es da einen kausalen Zusammenhang. Aber vielleicht sind es nur zufällig gleichzeitig auftretende, jedoch eigentlich völlig unabhängige Vorgänge? Und noch besser: vielleicht nimmt die Feminisierung gar nicht zu, sondern ist schon seit über 30 Jahren auf gleichbleibendem Niveau? Zumindest waren bereits 1993 80% der 1.076 Studienanfänger:innen weiblich. 2003 waren 87% der 1.049 Studienanfänger:innen weiblich, 2013 86% von 1.070 und 2020 85% von 1.119. Das ist also kein zunehmendes Phänomen, dass mehr Frauen Tiermedizin studieren als Männer. Und es ist auch auffällig, dass die Studienplatz-Zahl kaum gestiegen ist in den letzten 30 Jahren. Aber jetzt plötzlich soll der Frauenanteil ursächlich sein für die Praxisverkäufe an Investoren? Ich bin da skeptisch...

Aber was sagen die Zahlen? Und wie läuft es in vergleichbaren Branchen?

In 2001 waren in D 10.387 männliche Tierärzte und 3.314 weibliche Tierärztinnen niedergelassen, also grob 3/4 männliche Praxisinhaber vs. 1/4 Praxisinhaberinnen. Im Jahr 2020 waren in D nur noch 5.486 männliche Tierärzte und 6.515 weibliche Tierärztinnen niedergelassen, also insgesamt 1.700 weniger Selbstständige mit neuer Geschlechterverteilung von 46:54. Die Zahl der selbständigen Frauen hat sich in diesen 19 Jahren absolut also fast verdoppelt, während die Männer sich fast halbiert haben. Das deutet eher eine zunehmende Lust der Frauen an der Selbstständigkeit an, was ermutigend ist, aber vermutlich würde es noch Jahre dauern, bis das gleiche Geschlechterverhältnis wie im Studium erreicht würde. Warum dieses Missverhältnis in der Vergangenheit überhaupt entstanden ist, darüber kann man philosophieren, aber den derzeitigen Tierärztinnen kann ich keine Verweigerung beim Thema Selbstständigkeit bescheinigen, denn ich sehe da eindeutig einen positiven Trend.

Wie sieht es bei den Angestellten in der Praxis aus? 2001 haben 3.615 männliche und 2.556 weibliche Tierärzt:innen als Praxisangestellte gearbeitet, also 58,6% Männer vs. 41,4% Frauen. In 2020 waren es nur noch 1.700 Männer, dafür dreimal so viele Frauen wie vorher (8.032). Die Geschlechterverteilung 17.5% zu 82.5% spiegelt also jetzt schon viel eher das Geschlechterverhältnis im Studium wider. Zwar hat sich die absolute Zahl der angestellt arbeitenden Tierärzt:innen in den 19 Jahren um 3.561 erhöht, beruhigend wirkt das aber nicht auf diejenigen, die davon ausgehen, dass Frauen „eh immer nur in Teilzeit arbeiten“. Dass das Quatsch ist, wissen wir, aber okay, mal angenommen das würde stimmen und die 5.476 hinzugewonnenen Frauen würden im Durchschnitt nur 20 Stunden pro Woche arbeiten, dann hätte sich die Arbeitskraft der Angestellten in der Praxis dennoch um 40% erhöht.

Wie sieht es bei den Zahnarztpraxen aus? Hier sind die Kassensitze ja seit 2007 kein Thema mehr, insofern sind sie gut vergleichbar mit der Niederlassungsfreiheit in der Tiermedizin. Und die Investoren kaufen hier ebenfalls ganz erfolgreich Praxen auf. Ist da auch die Feminisierung ein Thema?

Seit 2007 hat sich die Anzahl der männlichen Zahnmedizin-Studierenden in D kaum verändert, es waren in jedem Jahrgang bis einschließlich 2020 immer um die 5.400. Die weiblichen Studierenden haben zugenommen: von 8.096 in 2007 auf 10.229 in 2020. Also von 40/60 hat sich das Verhältnis verschoben auf 34/66, von einer „zunehmenden“ Feminisierung kann man also auch in der Zahnmedizin nicht sprechen, der leichte Frauenüberhang ist schon lange beobachtbar und hat sich kaum verstärkt.

Wie sieht es mit den Praxen in der Zahnmedizin aus? Im Jahr 2000 waren in D 22.928 männliche Zahnärzte und 18.567 weibliche Zahnärztinnen niedergelassen, also 55,3% vs. 44,7%. Im Jahr 2020 waren in D 29.248 männliche Zahnärzte und 18.449 weibliche Zahnärztinnen niedergelassen, also 61,3% vs. 38,7%. Während die absolute Zahl der männlichen Niedergelassenen um 6.320 zugelegt hat in diesen 20 Jahren, blieb die absolute Zahl der weiblichen Niedergelassenen unverändert. Und das, obwohl im gleichen Zeitraum mehr Frauen Zahnmedizin studiert hatten. Es scheint also zumindest so zu sein, dass Zahnärztinnen kein besonders großes Verlangen nach einer eigenen Praxis haben, während in der gleichen Zeit 3.201 Tierärztinnen eine eigene Praxis gegründet oder übernommen haben. Im Vergleich zu den Zahnärztinnen sind die Tierärztinnen also schon mal deutlich unternehmungslustiger, insbesondere wenn man berücksichtigt, dass zehnmal mehr Frauen Zahnmedizin studieren als Tiermedizin.

Und bei den Angestellten? Als Angestellte in der Praxis arbeiteten 2020 in D 12.616 männliche und 24.262 weibliche Zahnärzt:innen, also 34,2% vs. 65,8% bzw. 1/3 vs. 2/3. In 2020 waren es nur noch 7.837 männliche und 13.834 weibliche Zahnärzt:innen. Das Verhältnis 1/3 vs. 2/3 blieb zwar unverändert, aber absolut waren es in 2020 unglaubliche 15.207 weniger angestellte Zahnärzt:innen als im Jahr 2000, ein Rückgang um 41%, der sich aus einem Rückgang um 38% bei den Männern und 43% bei den Frauen zusammensetzt.

Zusammengefasst: in der Zahnmedizin haben wir in den letzten 20 Jahren 6.202 selbstständige hinzugewonnen und 15.207 angestellte Zahnärzt:innen in der Praxis verloren (ges. -9.005), während in den letzten 14 Jahren allein ca. 203.875 Studierende das Zahnmedizin-Studium aufgenommen haben, ergo sind da sehr wenige in der Praxis gelandet. In der Tiermedizin haben wir in den letzten 19 Jahren 1.700 selbstständige Tierärzt:innen verloren und 3.561 angestellte Tierärzt:innen in der Praxis hinzugewonnen, während im gleichen Zeitraum 20.900 Studierende das Veterinärmedizin-Studium aufgenommen haben. Hier ist der „Schwund“ also ähnlich groß wie in der Zahnmedizin, sehr viele Tierärzt:innen entscheiden sich für Tätigkeiten außerhalb der Praxis, z. B. im Amt oder bei der Pharma-/Futtermittelindustrie. Auch wenn das von Veterinärmedizin-Studierenden selten so geplant ist, entscheiden sich manche aber irgendwann für diesen Karriereweg, denn die Jobs dort sind einfach oftmals besser planbar, mit Kinderbetreuung besser zu vereinbaren UND werden besser bezahlt. Der Verdienst in der Praxis als Angestellte/r war in den letzten Jahren tatsächlich so unterirdisch, dass sich viele Tierärzt:innen gemeinsam mit ihren Lebenspartner:innen überlegt haben: es macht keinen Sinn in der Praxis zu arbeiten, der erzielbare Beitrag zum Familieneinkommen ist einfach zu gering.

Wenn also jetzt überall Tierärzt:innen fehlen, bilden wir möglicherweise einfach nicht genug aus, um den gestiegenen Haustierzahlen und medizinischen Ansprüchen gerecht zu werden. Und wir tun uns schwer, die Generation der 60-Std-pro-Woche arbeitenden Niedergelassenen zu ersetzen, egal ob mit Männern oder mit Frauen, denn solche Arbeitszeiten wollen auch die Männer nicht mehr. Und dann sind Angestelltenverhältnisse in investorengeführten oder freien Großpraxen/Kliniken, die das Arbeitszeitgesetz einhalten müssen, einfach die bessere Option. Und vielleicht liegt da ja eine wesentliche Ursache des Mangels an Tierärzt:innen in der Praxis, egal ob übernehmerwillig oder lieber im Angestelltenverhältnis arbeitend? Oder der Verdienst ist einfach immer noch nicht attraktiv genug, um den Stress der praktischen Tätigkeit zu vergüten? Oder die Arbeitszeiten in der Praxis mit Nächten und Wochenenden sind einfach abstoßender als in der Industrie? Eine weitere Ursache könnte sein, dass in der Praxis ein immer höherer Administrations- und Dokumentationsaufwand hinzugekommen ist in den vergangenen Jahren, der das Leben als Praktiker:in nicht gerade leichter macht. Und der zunehmende Fachkräftemangel bzw. die Sorge, Personal zu finden für die eigene Praxis, wirkt auch nicht gerade einladend, um eine eigene Praxis anzustreben.

Aus diesen Zahlen, die demonstrieren, dass sich die Frauen als Praxisinhaberinnen verdoppelt haben, und unter Kenntnis der sonstigen Umstände den Schluss zu ziehen, dass die Feminisierung in der Tiermedizin Ursache für den Nachwuchsmangel bei den Selbstständigen sei und darum Investoren leichtes Spiel haben, halte ich für unzulässig.
Für mich sind allein diese Schlüsse zulässig: das Konzept war bisher nicht an die Bedürfnisse der Menschen in Bezug auf work-life-balance angepasst, die Investoren zahlen hohe Summen, die Frauen haben den entsprechenden Anteil an den Selbstständigen noch nicht aufgeholt, auch wenn sie auf einem guten Weg sind, wir bilden seit 30 Jahren ungefähr gleich viele Tierärzt:innen aus, obwohl der Bedarf und Arbeitsumfang gleichzeitig stark zugenommen hat (mehr Tiere, viel mehr Zeitaufwand für ausgefeilte Diagnostik, Administration und Dokumentation), die Selbstständigkeit hat insgesamt an Attraktivität verloren (auch in vergleichbaren Branchen) und die Praxistätigkeit ist nicht attraktiv genug für Eltern, sodass viele von ihnen nicht in der Praxis arbeiten wollen, wenngleich noch lange nicht so schlimm wie in der Zahnmedizin.
Und wir sollten uns überlegen, wie wir da eine Verbesserung herbeiführen können, statt die Ursache des Problems den Frauen in die Schuhe zu schieben.

Anlass zu diesem Text war übrigens meine letzte Äußerung im Podcast https://www.swr.de/~embed/swr2/leben-und-gesellschaft/grosskonzerne-in-der-tiermedizin-retter-oder-ausbeuter-100.html, das macht die Äußerung vielleicht verständlicher :-)

Quellen:
https://www.bzaek.de/ueber-uns/daten-und-zahlen/mitgliederstatistik/berufliche-stellung.html
https://www.bundestieraerztekammer.de/btk/statistik/
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/200762/umfrage/entwicklung-der-anzahl-der-zahnmedizinstudenten/

10/03/2022

Resilienz in der Tierarztpraxis

Resilienz ist die Fähigkeit, in oder nach Krisenzeiten bzw. stressigen Situationen psychisch stabil zu bleiben oder sich davon zumindest schnell zu erholen und zum seelischen „Normalzustand“ zurückzufinden. Solche stressigen Situationen, die an die Nieren gehen, kennen wir aus dem Praxisalltag zu Hauf.

Eine gewisse Resilienz ist uns Menschen mit in die Wiege gelegt bzw. im Kindesalter aufgebaut worden. Wer da evtl. nicht genug mit auf den Weg bekommen hat oder von schweren Krisen oder Dauerstress betroffen ist, hat im Erwachsenenalter möglicherweise Bedarf, noch eine Schippe Resilienz draufzulegen.

Die gute Nachricht: es gibt ein paar Verhaltensweisen und Kniffe, wie man das tatsächlich schaffen kann. Als Resilienztrainerinnen unterstützen Sophie Strodtbeck und ich Sie bei diesem Vorhaben.

Was aus unserer Sicht ein extrem wichtiger Aspekt dabei ist: die Selbstwirksamkeitserwartung. Damit ist das tiefe Vertrauen gemeint, dass man etwas bewirken oder Prozesse anstoßen kann. Entweder, indem man die Umstände/Gegebenheiten ändert oder, wenn das nicht möglich ist, indem man die innere Haltung oder Einstellung dazu ändert. Das funktioniert meist mit klitzekleinen Maßnahmen oder neuen Gewohnheiten. Das gibt einem dann das Gefühl, dass man sich auf sich selbst verlassen kann und das steigert das Selbstwirksamkeitsgefühl und somit auch die Resilienz.

Überprüfen Sie die These mal anhand Ihrer bisherigen Erfahrungen. Hier ein Beispiel: hatten Sie schon mal Liebeskummer? Und hat sich das eventuell verzweifelt und aussichtslos angefühlt in diesem Moment? Und haben Sie sich machtlos gefühlt, etwas an der Situation zu ändern? Ja, das ist meistens so bei Liebeskummer. Aber Sie haben das Ganze auch irgendwie überstanden und denken heute vielleicht sogar mit leichtem Unverständnis an die damalige Situation zurück. Wenn wir Sie also heute fragen würden, was Sie damals gemacht haben, könnten wir doch vermutlich ganze Bücher füllen mit persönlichen Strategien, wie Sie die Sache angegangen sind, was Sie unternommen haben oder was Sie sich selbst suggeriert haben, um aus dem Tal herauszukommen. Und wenn Sie sich klarmachen, dass Sie früher schon mal eine Liebeskummer-Krise bewältigt haben, steigt auch Ihr Optimismus, dass ein Liebeskummer Sie heute weniger aus der Bahn werfen würde. Sie hätten also eine höhere Selbstwirksamkeitserwartung, zumindest in Bezug auf einen Liebeskummer 😊.

Klar, im Praxisalltag geht es selten um Liebeskummer. Das sollte ja auch nur ein Beispiel sein. Und die Selbstwirksamkeit ist auch nicht der einzige Resilienzfaktor, ein paar weitere gibt es schon noch. Haben Sie Lust, die alle mal kennenzulernen und individuell zu stärken? Dann freuen wir uns auf eine Email von Ihnen. Und vielleicht notieren Sie sich schon mal den 10.+11.09.2022, an diesem Wochenende haben wir nämlich aktuell ein Online-Resilienztraining für Tierärzt:innen geplant.

[email protected]

23/02/2022

Wer hat schon mal was von Mediation gehört? 👀

Nein, nicht Meditation, die kann auch hilfreich sein, sondern Mediation mit einem T weniger.

Mediation ist ein Format um Konflikte zu lösen, das sowohl im privaten als auch im beruflichen Kontext, in der Wirtschaft und in der Politik funktioniert.
Es geht bei diesem Verfahren im Wesentlichen darum, dass die Konfliktparteien ihre Sicht der Dinge schildern und sich dabei gegenseitig zuhören.
Damit das auch in emotional aufgeladenen Situationen klappt, sorgt eine neutrale, allparteiliche Person (der/die Mediator:in) dafür, dass eine Gesprächsatmosphäre herrscht, in der man der anderen Konfliktpartei die eigene Sicht und eventuelle Beweggründe schildern kann.
Dadurch, dass man sich gegenseitig zuhört, entsteht oft zum ersten Mal ein gewisses Verständnis für die andere Partei. Unterstützt wird dieses Verständnis durch die Fragen und Methoden der/des Mediator:in, er/sie wird zum/zur Konfliktmoderator:in. Im besten Fall entsteht so bei den Konfliktparteien ein Eindruck von den jeweiligen Bedürfnissen und mit diesem Wissen gelingt es dann leichter, gemeinsam eine Konfliktlösung zu erarbeiten.

Da die Mediation auch dazu dient juristische Konflikte zu lösen (z. B. kann das Gericht eine Mediation anordnen), gibt es auch ein eigenes Gesetz dazu: das Mediationsgesetz. Dieses schreibt gewisse Dinge vor, beispielsweise Verschwiegenheit, regelmäßige Fortbildung bzw. Supervision sowie die Unabhängigkeit und Neutralität der Person, die die Mediation leitet. Darum muss der/die Mediator:in auch alle Umstände offenlegen, die diese Unabhängigkeit oder Neutralität beeinträchtigen können. Und falls der/die Mediator:in in derselben Sache schon einmal für eine der Parteien tätig war, darf er/sie gar nicht als Mediator:in tätig werden.

In einem juristischen Kontext ist es auch üblich, das Ergebnis des Mediationsverfahrens in einer schriftlichen Abschlussvereinbarung festzuhalten. Bei kollegialen oder familiären Konflikten wirkt so eine schriftliche Vereinbarung jedoch oft merkwürdig oder übertrieben, da lässt man das dann auch weg.

Als Beraterin und Coach für Tierärzt:innen und deren Mitarbeitende sehe ich folgende Haupt-Einsatzszenarien für eine Mediation (Liste nicht vollständig):
1. Konflikte zwischen Praxisinhaber:innen
Es ist doch wie in einer Beziehung: auch Geschäftspartner:innen verstehen sich mal besser und mal schlechter. Der Ausstieg eines/r Teilhaber:in aus der gemeinsamen Praxis ist jedoch für alle Beteiligten unschön und nicht selten auch mit finanziellen Einbußen verbunden, da lohnt es sich doch, erst mal eine Mediation zu versuchen. Es reichen oft schon wenige Sitzungen, um sich wieder „zusammenzuraufen“ und gemeinsam einen Weg für ein weiteres Miteinander zu finden. Doch selbst wenn dies nicht gelingt und es im Anschluss an ein Mediationsverfahren doch zur geschäftlichen Trennung kommt, läuft diese dann meist glatter, weil viele Dinge schon besprochen wurden und ein gewisses Verständnis entstanden ist, wo vorher bloß unreflektierte Wut, Frust oder Misstrauen vorherrschend waren.

2. Konflikte zwischen Kolleg:innen oder zwischen Chef:in und Angestellten
Eine Kündigung ist schnell ausgesprochen und in unserer Branche muss niemand Sorge haben, keine andere adäquate Stelle zu finden. Umso wichtiger ist es, Personal in der Praxis zu halten, indem die Arbeitsatmosphäre angenehm und kollegial ist. Schließlich bergen kranke Patienten, Kundschaft und Arbeitszeiten schon genug Stresspotenzial. Außerdem werden bei einem Konflikt innerhalb des Teams - und sei er auch nur unterschwellig - regelmäßig auch andere Kolleg:innen zu Mitleidtragenden, weil die Stimmung getrübt oder die Atmosphäre eisig ist. Es wirkt sich also auf das gesamte Team aus, wenn ein Konflikt schwelt. Darum lieber rechtzeitig in eine Mediation investieren, statt zu hoffen, die Situation klärt sich von alleine und dabei die Arbeitsmotivation in den Keller rauschen zu lassen oder gar Personalfluktuation beklagen zu müssen. Größere Unternehmen beschäftigen sogar interne Mediator:innen, die haben immer zu tun und offensichtlich rechnet sich das zusätzliche Gehalt für das Unternehmen.

Ich biete Mediation an, wenn Sie also einen Konflikt in der Praxis haben oder es einfach irgendwie nicht rund läuft, wenden Sie sich gerne unverbindlich an mich. Ich sage Ihnen dann ganz offen, ob zu Ihrem geschilderten Fall eher eine Mediation oder ein Einzelcoaching, vielleicht aber auch eher eine Beratung oder ein Training für das Team die passende Strategie ist. ☎️🧸

🙏 Bitte fleißig teilen 🙏🔔 Tierärztin/Tierarzt zur Übernahme der Kleintierpraxis Bradel in Bad Kreuznach gesucht 🔔2018 ha...
02/02/2022

🙏 Bitte fleißig teilen 🙏

🔔 Tierärztin/Tierarzt zur Übernahme der Kleintierpraxis Bradel in Bad Kreuznach gesucht 🔔
2018 hat sich Dr. Susanne Bradel ihren Lebenstraum erfüllt und die Kleintierpraxis ihres Vaters in Bad Kreuznach übernommen. Leider konnte sie das nicht lange genießen, denn eine schwere Autoimmunerkrankung macht ihr seit Ende 2021 das Praktizieren unmöglich. Nun steht also die Praxis seit Anfang 2022 still und die treue Kundschaft kann nicht mehr bedient werden, was in Bad Kreuznach derzeit ein echtes Problem ist, da alle anderen Praxen überrannt werden.
Welche/r Kolleg:in mag sich denn in den 100 qm für monatliche € 1.100,- (inkl. NK) austoben und den eigenen Traum von der Praxis leben? Ein großzügiger Behandlungsraum (bei Bedarf auch teilbar), ein Weichteil-OP, eine kleine Station und ein Wartezimmer plus Anmeldung möchten wieder Patienten begrüßen. Digitales Röntgen, Elektrochirurgie und Samsung PT sind auch vorhanden. Der Mietvertrag kann in beliebiger Länge abgeschlossen werden und Parkmöglichkeiten gibt es ausreichend.
Als Kaufpreis wären nur € 38.000,- zu bezahlen plus Wert der Apotheke nach aktueller Inventur.
📞 Kontakt: S. Bradel 0176 - 61 688 521 www.tierarztpraxis-bradel.de

Er ist schon ganz schön aktiv, der TPM 💕
14/01/2022

Er ist schon ganz schön aktiv, der TPM 💕

Am vergangenen Freitag fand das monatliche Online-Mitglieder-Meeting mit dem Thema "Nutzung von Messenger-Diensten zur Kundenkommunikation" 📲 statt, das von unserem Mitglied Dr. Rolf Nathaus und seinem Kollegen Sebastian Wilkes mit viel Know-how und Enthusiasmus der Gruppe vorgestellt wurde.
Die Digitalisierung ist in unserer Branche derzeit in aller Munde und hochaktuell und so wundert es nicht, dass nach dem Vortrag sehr konstruktiv und engagiert diskutiert wurde. 🗣 Genau dies sind dann die Momente, die unseren Berufsverband ausmachen: Erfahrungsaustausch, voneinander lernen und auf Augenhöhe miteinander diskutieren um Lösungen zu finden. Das macht nicht nur besonders viel Spaß, sondern bringt jedem einzelnen einen großen beruflichen und persönlichen Mehrwert. 💪

Falls Du ebenfalls Interesse hast, ein Teil unserer Praxismanager-Gruppe zu werden, melde dich gern:
📩 [email protected]

Mehr Infos zum Thema: https://www.animalchat.net/

https://www.facebook.com/108854568284135/posts/128760679626857/
04/01/2022

https://www.facebook.com/108854568284135/posts/128760679626857/

Technische und rechtliche Veränderungen bei Messengern 📲 haben dazu geführt, dass frühere Hürden für Tierarztpraxen reduziert wurden, neue Kritikpunkte sind jedoch hinzugekommen.
Aber wie kann die Praxis/Klinik diese sinnvoll nutzen?

🗣 Am Freitag findet der erste Mitglieder-Call zu diesem Thema statt.

Uns ist ein regelmäßiger Austausch mit unseren Mitgliedern sowie Fortbildung wichtig. 🤝

Deswegen treffen wir uns monatlich einmal online. Neugierig?
Dann freuen wir uns über Deine Nachricht
📧 [email protected]

endlich ist er da: der Berufsverband für Praxis- und Klinikmanager:innen in der Tiermedizin http://bundesverband-tpm.de/...
14/12/2021

endlich ist er da: der Berufsverband für Praxis- und Klinikmanager:innen in der Tiermedizin http://bundesverband-tpm.de/
Wir erhoffen uns durch die Gründung, dass die beruflichen und berufspolitischen Interessen von Praxis- und Klinikmanager:innen stärker wahrgenommen und gefördert werden, das Berufsbild eine höhere Wertschätzung erfährt und die Professionalität tiermedizinischer Einrichtungen steigt.
Die Webseite ist gerade noch im Aufbau, aber es kann nicht schaden, sich die URL schon mal bei den Favoriten zu speichern :-)

Herzlich Willkommen bei uns! Diese Seite befindet sich im Aufbau. Wir arbeiten derzeit daran, Euch alle wichtigen Infos rund um unseren Berufsverband TPM zur Verfügung zu stellen. Du bist Praxis- oder Klinikmanager/in in einer Tiermedizinischen Einrichtung und kannst es kaum abwarten Mitglied zu we...

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