04/04/2026
Wenn man die Diskussion momentan verfolgt, könnte man meinen, daß es ein Menschenrecht auf billige Spritpreise gäbe. Die aktuelle Situation an den Tankstellen war absehbar: bereits vor 14 Jahren führte die iranische Marine Seemanöver zur Sperrung der Strasse von Hormus durch u. beschoss dort Öltanker. Die Folge waren sprunghaft ansteigende Energiepreise. Eine Sicherheitsstudie der Bundeswehr stufte 2014 die hohe Abhängigkeit der BRD von fossilen Energieimporten als erhöhtes Sicherheitsrisiko (97% bei der Mobilität) ein. Wer also mit halbwegs wachen Augen in den letzten 10 Jahren durch die Welt gegangen ist konnte das aktuelle Szenario deutlich voraussehen. Heute gibt es zum Glück Alternativen zu fossil betriebenen Verbrennern: Strom. Das günstigste elektrische Einstiegsmodell ist neu schon ab € 17.000,00 und gebraucht deutlich unter € 10.000,00 zu haben. Es sind meistens nicht die Geringverdiener, die gelernt haben kreativ mit engen Budgets umzugehen, sondern eher die Fahrer hubraum-/PS-mächtiger SUVs und Luxuslimousinen, die jetzt mehr für ihre Bequemlichkeit und ihre Statussymbole bezahlen müßen.
Wer Spritpreise drücken will, muß die Nachfrage drosseln, also auf Stromer umsteigen oder eben einfach langsamer fahren. Aber schon ein Vorschlag für ein allgemeines Tempolimit verursacht in der BRD kollektive Schnappatmung
Die Solidarität von 1973, als die deutsche Bevölkerung Sonntagsfahrverbot zelebrierte, um den Ölscheichs zu zeigen, wo der Hammer hängt, bekommen wir wohl heute im Zeitalter der Bleifuß-Egomanen nicht mehr hin.