31/10/2026
🚨PFLEGE BRAUCHT EINE STIMME!
Die geplante Pflegereform (PNOG – Pflegeneuordnungsgesetz) sorgt in der Pflegebranche für große Diskussionen und Widerstand. Deshalb beteiligen auch wir uns als Corina’s Pflegedienst GmbH an den kommenden Protestaktionen.
Aber worum geht es eigentlich?
Die Bundesregierung möchte mit dem neuen Gesetz die Pflegeversicherung finanziell stabilisieren. Dafür sind Veränderungen geplant, die unmittelbare Auswirkungen auf pflegebedürftige Menschen, ihre Angehörigen und die Pflegeeinrichtungen haben können.
Was uns daran besonders beschäftigt:
* Pflegegrade und Begutachtung: Die Voraussetzungen für die Einstufung in einen Pflegegrad sollen angehoben werden. Dadurch könnte es für Menschen mit Unterstützungsbedarf schwieriger werden, einen Pflegegrad zu erhalten.
* Leistungen für Pflegebedürftige: Leistungen sollen neu gebündelt und teilweise anders ausgerichtet werden. Besonders bei Pflegegrad 1 sind Veränderungen vorgesehen. Der bisherige Entlastungsbetrag soll durch ein neues Sozialraumbudget ersetzt werden.
* Unterstützung im Alltag: Wir befürchten, dass Menschen und Angehörige, die ohnehin schon auf Unterstützung angewiesen sind, künftig vor zusätzlichen Herausforderungen stehen.
* Zukunft der professionellen Pflege: Wir brauchen verlässliche Rahmenbedingungen, ausreichend qualifiziertes Personal und eine Finanzierung, die eine gute und würdevolle Versorgung ermöglicht.
Natürlich muss eine Pflegeversicherung finanziell tragfähig sein. Aber darf die Lösung auf Kosten derjenigen gehen, die Pflege benötigen? Darf der Zugang zu Unterstützung schwieriger werden, während der Pflegebedarf in unserer Gesellschaft stetig wächst?
Wir sagen: Pflege darf nicht nur unter finanziellen Gesichtspunkten betrachtet werden!
Deshalb werden wir an folgenden Tagen unsere Arbeit niederlegen und uns an den Protestaktionen beteiligen:
📍 Freitag, 06.11.2026 – Magdeburg
📍 Mittwoch, 11.11.2026 – Berlin
An beiden Tagen wird es bei uns ausschließlich eine Notbesetzung geben, um die dringend notwendige Versorgung sicherzustellen.
Wir gehen auf die Straße, weil wir Verantwortung tragen. Für unsere Patienten, für ihre Angehörigen, für unsere Mitarbeiter und für die Zukunft unseres Berufes.
Wir möchten nicht irgendwann feststellen müssen, dass wir zugesehen haben, wie sich die Pflege immer weiter verändert, ohne unsere Stimme zu erheben.
Pflege betrifft uns alle. Heute, morgen und irgendwann vielleicht jeden Einzelnen von uns.