06/04/2025
Im Jahr 2125, in hundert Jahren, werden wir alle nicht mehr hier sein.
Andere Menschen werden in den Häusern leben, für die wir einst so hart gearbeitet und gekämpft haben. Sie werden besitzen, was wir uns mühsam aufgebaut haben.
Unser ganzes Hab und Gut wird in fremden Händen liegen – vielleicht bei Menschen, die nicht einmal wissen, wer wir waren.
Das Auto, für das wir ein kleines Vermögen ausgegeben haben, wird längst auf dem Schrottplatz verrosten.
Unsere Nachkommen werden kaum noch etwas über uns wissen. Wie viele von uns kennen schon den Namen des Vaters ihres Großvaters?
Nach unserem Tod wird man sich vielleicht ein paar Jahre lang an uns erinnern – doch irgendwann verschwinden unsere Spuren: unsere Geschichte, unsere Fotos, unsere Taten – vergessen.
Wenn wir uns das bewusst machten, würden wir vielleicht erkennen, wie viel Kraft, Zeit und Energie wir in Dinge investieren, die vergänglich sind.
Vielleicht würde sich unser Blick auf das Leben verändern. Vielleicht wären wir achtsamer, liebevoller, menschlicher.
Statt immer mehr besitzen zu wollen, sollten wir uns Zeit nehmen für das, was wirklich zählt.
Für Spaziergänge, die wir nie gemacht haben.
Für Umarmungen, die wir zu selten gegeben haben.
Für die Küsse unserer Kinder, die Nähe unserer Liebsten.
Für das Lachen, das wir oft verschoben haben, weil wir keine Zeit hatten.
Es sind genau diese Augenblicke, die uns heute ein Lächeln schenken würden.
Sie hätten unser Leben mit echter Freude erfüllt – viel mehr als Geld oder Besitz es je könnten.
Doch Tag für Tag opfern wir sie der Gier nach Mehr… wie schade.
Aber: Noch ist Zeit.
Wie viel, das weiß niemand – vielleicht 30 Jahre, vielleicht 10, vielleicht nur ein paar Monate, Wochen, Tage… oder Stunden.
Lasst uns innehalten.
Und darüber nachdenken.
(Unbekannter Autor)