18/04/2024
Daher macht eine Heuanalyse so viel Sinn. Vor allem bei EMS, Rehe und Insulinresistenz
Auch bei Schwerfuttrigen und Alten Pferden macht es Sinn zu wissen was im Heu ist.
Mindestens sollte man den Raufasergehalt und den Zuckergehalt sollte man testen. Auch bei zugekauftem Heu kann man eine Mischprobe abgeben. Es geht nicht um den Einzelwert sondern den Durchschnitt
Also, die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Heu darf so viel gefüttert werden, bis sie satt sind und der Energie- (und im besten Fall auch) der Eiweißbedarf gedeckt ist. Wir haben einige nordische Modelle, die brauchen mehr Eiweiß, als Energie und dann fressen und fressen sie. Gefühlt ohne Bremse. In solchen Fällen macht es Sinn das Heu mit Stroh zu mischen, dabei sollte die Strohmenge nicht ⅓ der gesamte Ration übersteigen-sonst drohen Verstopfungskoliken. Du kannst auch noch bisschen Knabberäste und Holz anbieten-finden die meisten richtig super! Aber vergiss nicht: Nur Stroh oder Holz zu geben, das ist ein No-Go.
Beim Heu ist es wie mit einem Überraschungsei: Man weiß nie so recht, was drinsteckt, weil das Zeug je nachdem, was so gewachsen ist, ganz unterschiedlich sein kann. Ein Heu, das bunt gemischt und voller Kräuter ist, ist Gold wert. Aber lass dich nicht vom Aussehen täuschen – ob da jetzt viel oder wenig Zucker drin ist, sieht man dem Heu nicht an. Sowohl Heu als auch Stroh müssen top sein, keine Diskussion.
Ach, das mit dem Heu ist bei mir auch so eine Sache. Man denkt, man hat alles im Griff, sucht sorgfältig aus, aber zack, wieder eine Ladung erwischt, die einem die Stirn runzeln lässt. Es ist eben ein Naturprodukt, und da sind Überraschungen vorprogrammiert. Man kann planen, kontrollieren und hoffen so viel man will, aber am Ende des Tages hat die Natur immer das letzte Wort. Da kann man sich noch so sehr anstrengen, es bleibt ein Glücksspiel.
Ganz gleich, wie viel man darüber weiß oder wie viele Meter an Fachliteratur man verschlungen hat – bei Heu ist man einfach nicht immer am längeren Hebel.