26/08/2026
Was wünschen wir uns als Beratungsstelle?
Wer Schweigen brechen will, muss Reden möglich machen. Wer möchte, dass Betroffene sich öffnen, muss Schutz und Unterstützung gewährleisten!
Wir haben über den Sommer Forderungen und Wünsche unserer Klient*innen und von Fachkräften zusammengefasst, die wir im Rahmen einer Befragung zusammengefasst haben.
Zum Abschluss möchten wir resümieren, was wir uns als Beratungsstelle wünschen:
Wir wünschen allen Betroffenen, dass sie einen Weg zu finden, ein glückliches, sicheres und erfülltes Leben ohne Gewalt, mit viel Mut und Selbstvertrauen führen zu können. Diese Wege müssen aber auch möglich gemacht werden. Gesellschaft und die Politik müssen effektiv und unterstützend gegen sexualisierte Gewalt und Diskriminierung tätig werden und dabei darf keine gesellschaftliche Gruppe ausgeschlossen werden.
Was wir brauchen, um sexualisierte Gewalt wirksam zu bekämpfen, ist eine langfristige und strukturelle abgesicherte gesellschaftliche Strategie unter Beteiligung der Betroffenen und aller gesellschaftlich relevanten Einrichtungen und Institutionen aus Forschung, Wissenschaft, Politik, Polizei und Justiz sowie der vielfältigen Organisationen aus der Fraueninfrastruktur, des Kinderschutzes, der Menschenrechtsarbeit und der Opferschutzorganisationen.
Wir wünschen uns verbindliche und verlässliche Strukturen: eine einzelfallunabhängige, bedarfsgerechte und kontinuierliche Finanzierung und Absicherung des Schutz- und Hilfesystems, eine effektiv ausgestattete Strafverfolgung, die Umsetzung einer opfer- und kindgerechten Justiz sowie die Umsetzung europäischer und internationaler Konventionen und Abkommen wie der Istanbulkonvention. Dazu gehört auch die Verankerung flächendeckender und kontinuierlicher präventiver Angebote und institutioneller Schutzkonzepte als Standard in Institutionen und Schulen wie auch die Einführung von Fortbildungspflichten für alle Berufsgruppen, die mit Betroffenen sexualisierter Gewalt befasst sind.„