15/08/2026
Niedrigwasser am Rhein: kurzfristig entlasten, langfristig handeln
Der Rhein führt derzeit historisch wenig Wasser und die Folgen für die Wirtschaft sind erheblich: Binnenschiffe können nur eingeschränkt fahren, Transportkapazitäten fallen weg, Lieferketten geraten unter Druck und die Kosten für Unternehmen steigen spürbar.
Die IHK Bonn/Rhein-Sieg begrüßt daher die vorübergehende Aufhebung des Sonn- und Feiertagsfahrverbots für Lkw in Nordrhein-Westfalen und weiteren Bundesländern. Sie kann helfen, einen Teil der ausfallenden Transportkapazitäten aufzufangen. Klar ist aber auch: Straße und Schiene können die Leistungen der Binnenschifffahrt nicht dauerhaft ersetzen, da sie selber vielfach bereits am Limit sind.
📌 Wichtig für Unternehmen: Nordrhein-Westfalen hat die Aussetzung des Fahrverbots zunächst bis zum 31. August 2026 beschlossen. Auch weitere Bundesländer haben entsprechende Erleichterungen eingeführt.
Die aktuelle Situation macht erneut deutlich, wie wichtig eine leistungsfähige und resiliente Verkehrsinfrastruktur für den Wirtschaftsstandort ist. Es braucht eine spürbare Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren. Infrastrukturprojekte dürfen nicht über Jahre oder gar Jahrzehnte ausgebremst werden. Die Wirtschaft ist auf verlässliche Verkehrswege angewiesen – auf dem Wasser, auf der Schiene und auf der Straße.