11/06/2026
“Viele sehen China noch als Billiglohnland – das ist es nicht mehr.”
INTES: Was sind die großen Themen, die dein Unternehmen derzeit umtreibt? eine Rolle als CEO von Beurer neu zu definieren – weg vom operativen Lenker, hin zum Treiber großer Transformationen. Im Interview mit Britta Wormuth erklärt er, warum er seine Aufgabe heute darin sieht, „Abwehr, Mittelfeld und Angriff“ zu stärken: durch geopolitisch robuste Lieferketten, eine fokussierte „Strategie 2030“ und Künstliche Intelligenz (KI) als Hebel für Tempo, Innovation und Kostensenkung.
INTES: Marco, du sagst, du hast nach einer Reise ins Silicon Valley im Jahr 2016 deine Rolle als CEO neu bestimmt. Was ist heute anders?
M.B.: Ich sehe mich weniger als operativen Lenker im Tagesgeschäft, sondern als jemanden, der Transformation ermöglicht und die großen Themen konsequent vorantreibt.
INTES: Was sind die großen Themen, die dein Unternehmen derzeit umtreiben?
M.B.: Ich vergleiche das gern mit Fußball: Wir sind in Abwehr, Mittelfeld und Angriff gefordert. Wenn du in der Champions League spielen willst, musst du alle drei Bereiche gut besetzen. In der Verteidigung dreht sich alles um Geopolitik und Supply-Chain; dort kommt aktuell ein Krisenthema nach dem nächsten auf. Im Mittelfeld geht es um Strategie und Differenzierung – also die Frage, warum ein Kunde unser Produkt statt eines chinesischen kaufen soll. Und im Angriff fokussieren wir uns darauf, das Unternehmen besser zu machen: schneller, innovativer, kostengünstiger. Dort wird KI für uns zum Hebel.
INTES: Bleiben wir bei der „Abwehr“: Wie habt ihr eure Lieferketten angepasst?
M.B.: Unsere größte Investition in den vergangenen drei Jahren zielte darauf ab, die Supply-Chain zu optimieren. Die Beziehung zwischen den USA und China ist ein Dauerthema. Deshalb haben wir unser Werk in Indonesien gegründet und unseren Footprint in Europa verstärkt – etwa in Ungarn und Moldau. So haben wir zum einen die Abhängigkeit von China reduziert. Zum anderen liefern wir mittlerweile fast alle Artikel aus Indonesien in die USA. Das ist zolltechnisch vorteilhafter.
Das ganze Interview gibt es kostenlos in der aktuellen Ausgabe der Family Business Matters zu lesen: https://intes-akademie.de/news/unternehmensmagazin/