16/06/2026
Diakoniestation beteiligt sich an Kundgebung gegen geplante Pflegereform
Die Diakoniestation wird sich am Donnerstag, 18. Juni, an einer Kundgebung von Pflegeeinrichtungen und Pflegediensten in Stuttgart beteiligen. Mit der Aktion möchten wir auf die gravierenden Auswirkungen der geplanten Pflegereform aufmerksam machen und uns gemeinsam mit vielen anderen Einrichtungen für die Interessen von Pflegebedürftigen, Angehörigen und Pflegekräften einsetzen.
Hintergrund der Kundgebung sind die aktuellen Pläne der Bundesregierung zur Reform der Pflegeversicherung. Nach dem derzeitigen Entwurf sollen wichtige Leistungen für Pflegebedürftige eingeschränkt oder ganz gestrichen werden. Besonders betroffen wären Entlastungsleistungen, Unterstützungsangebote im Alltag, Betreuungsleistungen, Hilfen für Menschen mit Demenz sowie Entlastungsangebote für pflegende Angehörige.
Für viele ältere und pflegebedürftige Menschen würde dies bedeuten, dass sie notwendige Unterstützung künftig nicht mehr oder nur noch eingeschränkt erhalten könnten. Angehörige müssten deutlich mehr Pflege und Betreuung selbst übernehmen, obwohl viele bereits heute an ihre Belastungsgrenzen stoßen.
Auch für ambulante Pflegedienste und Tagespflegeeinrichtungen hätte die Reform erhebliche Folgen. Bewährte Angebote, die in den vergangenen Jahren aufgebaut wurden und vielen Menschen ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden ermöglichen, wären in ihrer bisherigen Form gefährdet.
Pflege darf nicht auf reine Grundversorgung reduziert werden. Gute Pflege bedeutet mehr als Körperpflege und medizinische Versorgung. Sie umfasst auch Betreuung, Begleitung, soziale Teilhabe und die Entlastung von Angehörigen.
Mit unserer Teilnahme an der Kundgebung möchten wir deutlich machen, dass die geplanten Änderungen nicht nur Einrichtungen wie unsere Diakoniestation betreffen, sondern vor allem die Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind.