27/02/2023
Ein weiterer Rahmen, um neue Ideen, Innovationen oder Prototypen bis zur Marktreife zu entwickeln, nennt sich Design Thinking. Wie bei allen agilen Methoden wird auch hier primär aus Sicht der Nutzer gedacht und gehandelt.
Grundsätzlich kann Design Thinking in zwei große Kategorien unterteilt werden: das Problem und die Lösung. Um für Kunden geeignete Lösungen zu generieren, muss zunächst das Problem der Nutzer verstanden werden. Dazu durchläuft der Design-Thinking-Prozess (im Schaubild fünf) bzw. sechs Phasen – die ersten drei Phasen für das Problemverständnis, die letzten drei Phasen für die Lösungsfindung.🚀
💡Verstehen (ASK)
In der ersten Phase geht es darum, die eigentliche Fragestellung zu verstehen und ein gemeinsames Problemverständnis zu generieren. Wird aus Nutzersicht die falsche Frage gestellt, so wird niemals die erwünschte Antwort herauskommen, getreu der Erkenntnis: »Sh*t in – s**t out«.
👀Beobachten (WATCH)
Was sind Probleme, Wünsche, Bedürfnisse und Erwartungen von potenziellen Nutzern? Um diese Frage zu beantworten, muss die Lebenswelt von Nutzern beobachtet und analysiert werden. Dies geschieht beispielsweise durch Interviews, Personas oder Customer Journeys.
🧑🏼💻Ideen entwickeln (THINK)
In der vierten Phase werden viele Ideen generiert, die potenzielle Lösungen des gemeinsam definierten Problems sein können. Die im Plenum gesammelten Ideen wer- den wiederum zu Themenfeldern geclustert und priorisiert. Die höchstgewichtete Idee gewinnt.
⚙️Prototyping (ACT)
In dieser Phase wird aus der besten Idee ein Prototyp gebaut. Hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Ob mit Lego, Pappkartons, Knete, Bastelmaterialien, Rollenspielen oder mit digitalen Mitteln – es ist alles möglich, um Nutzern ein realitätsnahes Erlebnis zu bieten.
✅Testen (DO)
Ob der Prototyp bei Nutzern auf Anklang stößt und sich als sinnvoll erweist, wird in der letzten Phase getestet. Dazu werden richtige Nutzerinnen und Nutzer eingeladen, die den Prototyp ausgiebig testen und bewerten. Um das Ergebnis zu validieren, ist schließlich eine hohe Anzahl an Nutzern und Testern nötig.