24/07/2024
Ihr kennt das auch, da hat man ein Konzert, Auftritt oder auch eine Probe und man macht einen Mitschnitt. In Live hört sich das alles so super an und man ist ganz begeistert oder auch beseelt von der Musik. Schnell postet man diesen Mitschnitt dann auf den Social Media Kanälen und das kann eben auch ziemlich "nach hinten" losgehen.
Wie heißt es in einem Sprichwort so schön: "Ist der Ruf erst ruiniert..." und ja, das kann eben schnell passieren.
Musik ist heute immer und überall im Netz verfügbar, vor allem in jeglichem Qualitätsniveau. Natürlich kann ich mir denken, "irgendeiner wird es schlechter gespielt oder gesungen haben..." auch eine Haltung;
dennoch gibt es auch viele Menschen, sie sich genau davon dann abschrecken oder negativ beeinflussen lassen.
Stellt Euch vor, ihr habt demnächst ein Konzert und stellt einen Probenmitschnitt ins Netz. Dieser ist meist mit einem Handy aufgenommen und die Tonqualität ist um ehrmich zu sein, ziemlich gnadenlos.
Jetzt könnte jemand sich das anhören und mit einem gewissen musikalischen Geschmack und Wissen denken: "oha! Na, ob ich mir das antun soll, ins Konzert zu gehen?" Natürlich kann es auch genau anders herum sein und der Mensch denkt positiv darüber.
Je qualitativer ihr Euch als Ensemble, Chor, Orchester oder Musikverein präsentiert, je schwieriger kann es werden, wenn ihr Mitschnitte ins Netz stellt, da die Kritik nicht lange auf sich warten lässt. Ja, es gibt immer Kritiker und immer Fans. Dennoch überlegt es Euch gut, was ihr und wie bzw. wo ihr etwas einstellt. Das habe ich selbst auch lernen dürfen.
Musik wird für den Moment gemacht, deswegen sollen die Menschen ja zu Euch in die Konzerte oder zum Auftritt kommen. Wenn ihr Eure Musik konservieren wollt, dann macht eine professionelle Aufnahme und verwendet diese.
Also mein Appell an Euch: seid ein wenig mehr Selbstkritisch beim Einstellen von Live-Mitschnitten.
🚫 Ganz zu Schweigen vom Urheberrecht in Ton und Bild - das gilt nämlich für Probenmitschnitte usw. ebenfalls!