Dr. Urte Hotje - Klarheit für Deinen beruflichen Erfolg

Dr. Urte Hotje - Klarheit für Deinen beruflichen Erfolg Klarheit für Deinen beruflichen Erfolg: Von der Vision bis zur erfolgreichen Bewerbung

Dein Beruf ist nicht deine berufliche Identität.Klingt erst einmal komisch.Schließlich antworten wir auf die Frage „Was ...
20/09/2026

Dein Beruf ist nicht deine berufliche Identität.
Klingt erst einmal komisch.
Schließlich antworten wir auf die Frage „Was machst du?“ meistens mit unserem Beruf.
„Ich bin Ingenieur.“
„Ich bin Personalleiterin.“
„Ich bin Projektmanager.“
"Ich bin Ärztin.“
Und wenn ich im Coaching frage: „Wer bist du beruflich?“, bekomme ich häufig erst einmal den Lebenslauf erzählt. Studium. Weiterbildungen. Stationen. Führungserfahrung. Fachkenntnisse.
Alles wichtig.
Aber das Spannendste fehlt oft: die Persönlichkeit.
Denn egal, welchen Job du machst – du bringst immer dich selbst mit.
Ein Neurochirurg kann analytisch, ruhig und unglaublich präzise arbeiten.
Ein anderer ist vielleicht der entscheidungsstarke Macher, der gerade in kritischen Situationen aufblüht.
Eine Yogalehrerin kann die empathische Begleiterin sein. Oder die strukturierte Unternehmerin, die zufällig Yoga unterrichtet.
Der Jobtitel sagt erstaunlich wenig darüber aus, wie jemand seinen Job macht.
Deshalb gehört eine Übung zur beruflichen Identität zu den Dingen, die ich mit fast allen meinen Klienten ziemlich am Anfang mache. Wir schauen uns Werte, Eigenschaften und Fähigkeiten an und verdichten sie Schritt für Schritt zu einer Art beruflicher Essenz.
Vielleicht bist du die werteorientierte Gestalterin.
Der kreative Analytiker.
Die pragmatische Möglichmacherin.
Es geht dabei nicht darum, ein hübsches Etikett für LinkedIn zu erfinden.
Es geht darum, zu verstehen, was dich ausmacht, wenn man Jobtitel, Arbeitgeber und Visitenkarte einmal wegnimmt.
Denn genau das wird später zur Blaupause für die Jobsuche.
Welche Rolle passt überhaupt zu mir?
Welche Unternehmenskultur brauche ich?
Was bringe ich mit, das über meine Fachkompetenz hinausgeht?
Und wie erzähle ich im Vorstellungsgespräch einen roten Faden, statt einfach meinen Lebenslauf nachzuerzählen?
Deine Berufserfahrung zeigt, was du bisher gemacht hast.
Deine berufliche Identität zeigt, wie du arbeitest und wer du dabei bist.
Und genau das sollte ein zukünftiger Arbeitgeber von dir kennenlernen.
🫵 | Du möchtest deine eigene berufliche Identität herausarbeiten und daraus Klarheit für deinen nächsten Karriereschritt gewinnen? Dann lass uns sprechen. Buch dir einfach einen unverbindlichen Kennenlerntermin bei mir.

Du musst nicht alles hinschmeißen, um einen Traum ernst zu nehmen.Aber du solltest irgendwann anfangen, etwas dafür zu t...
20/09/2026

Du musst nicht alles hinschmeißen, um einen Traum ernst zu nehmen.
Aber du solltest irgendwann anfangen, etwas dafür zu tun.
Ich habe vor Kurzem eine Einladung zu einer Vernissage bekommen. Erst einmal nichts Ungewöhnliches.
Das Besondere daran: Die Einladung kam von einer ehemaligen Klientin. Als wir zusammengearbeitet haben, war sie Projektmanagerin. Erfolgreich, erfahren, mitten im Berufsleben. Und da war noch etwas. Sie wollte malen. Nicht irgendwann im Ruhestand. Nicht erst, wenn alles andere erledigt ist. Sie wollte ihrer Kunst endlich mehr Raum geben.
Jetzt eröffnet sie ihre eigene Ausstellung.
Ich liebe diese Geschichte, weil sie mit einem Missverständnis aufräumt, das uns bei unseren Träumen ziemlich oft im Weg steht: Wir glauben, wir müssten uns entscheiden.
Sicherer Job oder Leidenschaft.
Vernünftig sein oder etwas wagen.
Karriere oder Traum.
Aber wer sagt eigentlich, dass es sofort All-in sein muss?
Manchmal beginnt Veränderung viel unspektakulärer.
Mit einem Abend pro Woche.
Mit einem Kurs.
Mit den ersten zehn Seiten.
Mit einem Bild.
Mit einem kleinen Projekt, von dem noch niemand weiß.
Hauptsache, wir hören auf, das, was uns wirklich wichtig ist, permanent auf „später“ zu verschieben.
Ich kenne das übrigens selbst ziemlich gut. Schon immer wollte ich einen Roman schreiben. Jetzt ist er fertig
Und im Oktober fahre ich mit meinem Manuskript zur Frankfurter Buchmesse und werde genau diesen Roman pitchen. Ob daraus am Ende etwas wird? Ich hoffe.
Aber allein, dass aus „Irgendwann schreibe ich einen Roman“ irgendwann „Ich fahre damit zur Buchmesse“ geworden ist, fühlt sich richtig an.
Vielleicht müssen wir unsere Träume also gar nicht sofort zum neuen Beruf machen.
Aber wir sollten ihnen verdammt noch mal die Chance geben, irgendwann Realität zu werden.
🫵 | Was ist das eine „Irgendwann“, dem du eigentlich längst ein bisschen mehr Platz geben möchtest?

Wen lässt du nachts eigentlich in dein Bett?Bevor jetzt jemand Schnappatmung bekommt: natürlich nur metaphorisch. 😉Ich m...
20/09/2026

Wen lässt du nachts eigentlich in dein Bett?
Bevor jetzt jemand Schnappatmung bekommt: natürlich nur metaphorisch. 😉
Ich meine den Kollegen, der gestern im Meeting diesen einen blöden Satz gesagt hat.
Den Chef, dessen Mail du immer noch unverschämt findest.
Die Kundin, bei der du dich seit Stunden fragst, ob du etwas Falsches gesagt hast.
Oder den Menschen, mit dem du im Kopf um vier Uhr morgens ein Gespräch führst, das in der Realität vermutlich niemals stattfinden wird.
Erstaunlich, wem wir alles Zutritt zu unserem Schlafzimmer gewähren.
Tagsüber sind wir beschäftigt. Meetings, Mails, Termine, To-do-Listen. Und sobald es ruhig wird, macht unser Kopf die Tür auf.
Vermutlich kennen viele diese Nächte, in denen ein einziger Gedanke reicht und plötzlich das komplette Gedankenkarussell läuft.
Das Spannende daran: Die Forschung kennt diesen Zusammenhang ziemlich gut.
Grübeln und Sorgen vor dem Einschlafen hängen mit einer erhöhten kognitiven Aktivierung zusammen – und genau diese kann das Ein- und Durchschlafen erschweren.
Studien zeigen sogar, dass diese gedankliche Aktivierung für den Zusammenhang zwischen Stress und Schlaf eine wichtige Rolle spielen kann.
Unser Körper liegt also im Bett. Unser Kopf sitzt noch im Meeting.
Umso wichtiger, bewusster darauf zu achten, womit wir unseren Geist immer wieder beschäftigen.
Ich würde es Gedankenhygiene nennen.
Und damit meine ich ausdrücklich nicht, negative Gedanken wegzudrücken oder sich einzureden, alles sei wunderbar.
Gedanken lassen sich nicht einfach per Beschluss abschalten. Der Versuch, unerwünschte Gedanken mit Gewalt loszuwerden, ist auch wissenschaftlich keineswegs automatisch hilfreich.
Aber wir können lernen zu bemerken, wann wir aus einem Ereignis eine Endlosschleife machen.
Der Kollege hat einen blöden Satz gesagt. S**t happens.
Dass ich ihn heute Abend zum 37. Mal analysiere, seine möglichen Motive durchspiele und mir überlege, was ich hätte antworten sollen, ist der Teil, auf den ich Einfluss nehmen kann.
Vielleicht sollten wir deshalb ein bisschen genauer darauf achten, womit wir unseren Kopf den ganzen Tag füttern.
Beim Essen achten wir darauf, was uns guttut. Wir versuchen, uns zu bewegen, Pausen zu machen und unseren Kalender nicht komplett eskalieren zu lassen.
Aber bei unseren Gedanken?
Da darf der blöde Satz aus dem Meeting manchmal stundenlang seine Runden drehen.
Manche Menschen haben vielleicht fünf Minuten unserer Aufmerksamkeit verdient.
Aber ganz sicher keinen Übernachtungsbesuch.
🫵 | Wer oder was bekommt bei euch manchmal viel zu lange kostenloses Wohnrecht im Kopf?

Brauchst Du als Bewerber jetzt eigentlich Ghostbusters? 👻Immer wieder ist von sogenannten Ghost Jobs die Rede: Stellenan...
30/08/2026

Brauchst Du als Bewerber jetzt eigentlich Ghostbusters? 👻
Immer wieder ist von sogenannten Ghost Jobs die Rede: Stellenanzeigen, die veröffentlicht sind, obwohl dahinter möglicherweise gar keine konkrete oder aktuelle Einstellungsabsicht mehr steht.
Und wer gerade auf Jobsuche ist, kennt zumindest das Gefühl dahinter vermutlich ziemlich gut.
Bewerbung abgeschickt. Gewartet. Noch ein bisschen gewartet. Und irgendwann festgestellt: Da kommt wohl nichts mehr.
63,5 Prozent der Bewerber haben laut einer aktuellen Studie innerhalb eines Jahres mindestens einmal überhaupt keine Rückmeldung auf eine Bewerbung erhalten.
Das ist schon eine Hausnummer.
Ob dahinter tatsächlich immer ein „Ghost Job“ steckt, wage ich allerdings zu bezweifeln.
Ich kenne Recruiting auch von der anderen Seite. Und da gibt es eine ganze Reihe deutlich unspektakulärerer Erklärungen: Budgets werden kurzfristig eingefroren, Prioritäten verschieben sich, eine Position wird intern besetzt, der Fachbereich überlegt es sich anders, Prozesse ziehen sich oder eine Stellenanzeige bleibt schlicht länger online, als sie sollte.
Und manchmal läuft ein Recruitingprozess leider auch einfach schlecht.
Für Bewerber macht die Ursache allerdings kaum einen Unterschied. Sie haben Zeit investiert, sich Gedanken gemacht, ihre Unterlagen angepasst und warten auf eine Reaktion, die nie kommt.
Gerade bei Menschen, die schon länger auf Jobsuche sind, beobachte ich im Coaching, was das auslösen kann. Nach der zehnten Bewerbung ohne vernünftige Rückmeldung wird aus „Was ist da eigentlich los?“ ziemlich schnell „Was stimmt mit meinem Profil nicht?“.
Deshalb finde ich zwei Dinge wichtig.
Unternehmen sollten sich bewusst machen, dass Candidate Experience auch dann stattfindet, wenn sie gerade nichts tun. Funkstille ist ebenfalls eine Erfahrung mit einem Arbeitgeber – nur selten eine besonders gute.
Und Bewerber sollten ihren eigenen Marktwert nicht an der Zahl der Antworten im Posteingang festmachen. Eine ausbleibende Rückmeldung kann viele Gründe haben, von denen erstaunlich wenige mit der Qualität der Bewerbung zu tun haben.
Für mich ist das gleichzeitig ein weiteres Argument dafür, Jobsuche breiter zu denken: Stellenanzeigen sind ein Kanal. Netzwerk, Recruiter, Direktansprache und Gespräche mit interessanten Unternehmen gehören genauso dazu.
Dann braucht es vielleicht auch etwas weniger Ghostbusters.
🫵 | Wie erlebt ihr das aktuell: Ghost Jobs, schlechte Recruitingprozesse oder wird das Phänomen größer gemacht, als es tatsächlich ist?

So geht der Tag gut los. 😊Heute Morgen hatte ich diese Nachricht in meinem LinkedIn-Postfach:„Liebe Frau Dr. Hotje, sitz...
23/08/2026

So geht der Tag gut los. 😊
Heute Morgen hatte ich diese Nachricht in meinem LinkedIn-Postfach:
„Liebe Frau Dr. Hotje, sitze gerade in der S-Bahn in München Richtung Tutzing und lese Ihr neues Buch ‚JobSkills 2030‘; zufällig heute in der Buchhandlung gesehen und…! Sehr cool! Freue mich auf eine Vernetzung!“
Ich habe mich riesig gefreut.
Denn ein Buch zu schreiben ist erst einmal eine ziemlich einsame Angelegenheit.
Du sitzt monatelang am Schreibtisch, recherchierst, schreibst, überarbeitest, verwirfst wieder – und hast dabei keine Ahnung, wer diese Seiten irgendwann einmal lesen wird.
Und dann sitzt irgendwo in einer S-Bahn Richtung Tutzing ein Mensch, den du nicht kennst, mit deinem Buch in der Hand.
Ich weiß noch nicht einmal, wo Tutzing liegt. Musste ich erst mal googeln. 😄
Aber mein Buch fährt offenbar schon mal hin.
Und genau solche Momente finde ich als Autorin immer noch ziemlich verrückt.
Jemand entdeckt dein Buch zufällig in einer Buchhandlung, nimmt es mit, fängt in der S-Bahn an zu lesen – und macht sich dann sogar die Mühe, dir zu schreiben.
Mein Appell an Dich:
Wenn Dir ein Buch gefällt, ein Beitrag zum Nachdenken bringt oder jemand mit seiner Arbeit etwas bei Dir auslöst: Sag es der Person. Eine kurze Nachricht dauert vielleicht zwei Minuten.Auf der anderen Seite kann sie ziemlich viel bewirken.
Meine hat heute jedenfalls sehr gute Laune gemacht. 😊
[Bild KI generiert]

Dein Familienstand? Interessiert im Lebenslauf wirklich niemanden mehr.Ich sitze im Coaching regelmäßig mit erfahrenen F...
23/08/2026

Dein Familienstand? Interessiert im Lebenslauf wirklich niemanden mehr.
Ich sitze im Coaching regelmäßig mit erfahrenen Führungskräften, die seit 10, 15 oder sogar 20 Jahren keine Bewerbung mehr geschrieben haben.
Menschen mit richtig guten Karrieren. Viel Verantwortung. Viel Erfahrung.
Und trotzdem stolpern wir beim Lebenslauf immer wieder über absolute Basics.
Woher sollen sie es auch wissen? Wer sich 15 Jahre nicht beworben hat, hatte schließlich auch 15 Jahre lang keinen Grund, sich damit zu beschäftigen.
Deshalb hier fünf Basics, die Du auf jeden Fall auf dem Schirm haben solltest:
1️⃣ Familienstand: raus damit.
Verheiratet, geschieden, zwei Kinder? Für deine berufliche Qualifikation ziemlich irrelevant. Kann weg.
2️⃣ Bewerbungsfoto: Für mich persönlich nach wie vor ein klares Ja.
Es ist keine Pflicht. Ich finde ein gutes Foto trotzdem sinnvoll. Aber bitte professionell, authentisch UND aktuell. Es sollte dich und deine Persönlichkeit zeigen und zu deiner Zielposition passen.
Kein Schnappschuss. Kein schön gemachtes Foto vom Hochzeitsfest. Und bitte auch nicht das professionelle Bewerbungsfoto von 2014, nur weil du dich darauf besonders gut gefällst.
3️⃣ Der C++-Kurs von 2002 darf gehen.
Es interessiert viel mehr: Was hast du in den letzten Jahren gelernt? Welche aktuellen Tools, Methoden und Technologien beherrschst du? Wie hältst du dich fachlich auf der Höhe?
Gerade bei erfahrenen Führungskräften ist aktuelle Weiterbildung wichtig. Sie zeigt: Da verlässt sich jemand nicht einfach auf 20 Jahre Berufserfahrung.
4️⃣ „Verantwortlich für …“ ist noch keine Leistung.
Verantwortlich für 35 Mitarbeitende. Verantwortlich für Strategie. Verantwortlich für Transformation.
Okay. Und was hast du daraus gemacht?
Was hast du aufgebaut, verändert, verbessert, eingespart oder beschleunigt? Welche Ergebnisse hast du erzielt?
Dein Lebenslauf sollte zeigen, welchen Unterschied du gemacht hast.
5️⃣ Dein Lebenslauf ist kein Karrierearchiv.
Nach 20 Berufsjahren braucht dein erster Job nicht mehr genauso viel Platz wie deine aktuelle Position.
Gewichte nach Relevanz. Die letzten Jahre und die Erfahrungen, die für deinen nächsten Job wichtig sind, brauchen Raum. Frühere Stationen dürfen deutlich kürzer oder gegebenenfalls zusammengefasst werden.
Keiner dieser Punkte ist Raketenwissenschaft. Aber wenn die letzte Bewerbung 15 Jahre zurückliegt, arbeitet man eben häufig mit dem Lebenslauf weiter, mit dem man damals erfolgreich war. Und der Arbeitsmarkt hat sich seitdem ein kleines bisschen verändert.
🫵 | Welchen Lebenslauf-Klassiker würdest du noch auf die Liste setzen?

Die Heide blüht. Und setzt mich ein bisschen unter Druck. 😉Ich liebe diese paar Wochen im Jahr. Durch die violette Blüte...
23/08/2026

Die Heide blüht. Und setzt mich ein bisschen unter Druck. 😉
Ich liebe diese paar Wochen im Jahr. Durch die violette Blütenpracht zu spazieren oder reiten – noch dazu in meiner absoluten Lieblingsfarbe – ist für mich jedes Jahr ein Highlight.
Gleichzeitig ist die Heideblüte ein ziemlich unübersehbares Signal: Der Sommer geht langsam zu Ende. Nur noch gut vier Monate. Dann ist 2026 schon wieder rum.
Und bei mir kommt unweigerlich die Frage auf: Was wollte ich dieses Jahr eigentlich noch alles schaffen?
Es gibt da ein Projekt, das in den letzten Monaten etwas in den Hintergrund gerutscht ist: mein neues Coaching-Programm.
Es richtet sich an Menschen, die zwischen zwei Jobs stehen und diese Zeit für eine echte berufliche Neuorientierung nutzen wollen. Acht Wochen, in denen es darum geht, den alten Job hinter sich zu lassen, herauszufinden, was als Nächstes wirklich passen soll – und dann ganz konkret wieder in Bewegung zu kommen.
Im Frühjahr kam erst einmal meine Buchveröffentlichung. Dann habe ich angefangen, einen Roman zu schreiben. Mein Corporate-Job läuft natürlich auch weiter. Und schwupps sind ein paar Monate vorbei.
Mein Coaching-Programm lag währenddessen ziemlich geduldig auf meiner To-do-Liste.
Die Heideblüte ist für mich dieses Jahr deshalb so etwas wie ein freundlicher Tritt in den Hintern. 😉
Seitdem sitze ich wieder konzentriert daran. Das Konzept steht inzwischen, die acht Wochen nehmen Form an und ich merke, wie viel Lust ich darauf habe, das Ding endlich in die Welt zu bringen.
Vier Monate sind noch eine ganze Menge Zeit. Man muss sich nur entscheiden, was davon wirklich Fokus bekommen soll. Bei mir ist die Entscheidung gefallen.
🫵 | Und bei dir? Was hast du dir für dieses Jahr noch vorgenommen, das jetzt wieder ein bisschen mehr Fokus verdient?

„Du musst mehr netzwerken.“Ja. Danke.Aber um Himmels willen: MIT WEM?Denn mehr Kontakte sind nicht automatisch ein besse...
16/08/2026

„Du musst mehr netzwerken.“
Ja. Danke.
Aber um Himmels willen: MIT WEM?
Denn mehr Kontakte sind nicht automatisch ein besseres Netzwerk.
Und ausgerechnet die Menschen, die dir beruflich neue Türen öffnen können, sind häufig nicht deine engsten Kontakte.
Dahinter steckt eine der bekanntesten Theorien der Netzwerkforschung: „The Strength of Weak Ties“ des Soziologen Mark Granovetter.
Die Idee dahinter ist ziemlich simpel:
Deine engen Kontakte bewegen sich häufig in ähnlichen Kreisen wie du. Sie kennen ähnliche Menschen und haben Zugang zu ähnlichen Informationen.
Deine „Weak Ties“ dagegen sind die ehemalige Kollegin, mit der du seit drei Jahren nicht gesprochen hast. Der Kontakt aus einer Weiterbildung. Eine frühere Kundin. Jemand aus einem anderen Unternehmensbereich. Oder die Person auf LinkedIn, mit der du dich gelegentlich austauschst.
Ihr kennt euch – aber ihr bewegt euch in unterschiedlichen Kreisen.
Und genau das macht diese Kontakte so spannend.
Sie wissen vielleicht von einer Position, bevor sie ausgeschrieben wird.
Sie kennen jemanden, mit dem du unbedingt sprechen solltest.
Oder sie bringen dich auf eine berufliche Möglichkeit, die du selbst noch gar nicht auf dem Radar hattest.
Dass das tatsächlich funktioniert, zeigte 2022 eine große Studie mit rund 20 Millionen LinkedIn-Nutzern. Schwächere Verbindungen erhöhten die Jobmobilität. Besonders interessant: Vor allem moderat schwache Beziehungen erwiesen sich als wertvoll.
Was heißt das für deine Jobsuche?
Bitte nicht wahllos 50 Geschäftsführer auf LinkedIn anschreiben.
Schau lieber auf dein eigenes Netzwerk:
Wer befindet sich außerhalb deiner üblichen Bubble?
Mit wem hast du früher gerne zusammengearbeitet, aber lange nicht gesprochen?
Wer kennt Unternehmen, Branchen oder Funktionen, die für dich interessant sind?
Und wen kennst du bereits ein bisschen, ohne bisher eine echte Beziehung aufgebaut zu haben?
Genau dort würde ich anfangen.
Denn gutes Netzwerken bedeutet für mich nicht, möglichst viele Menschen zu kennen. Es bedeutet, Beziehungen auch außerhalb der eigenen Bubble aufzubauen und zu pflegen. Vielleicht schlummert dein spannendster nächster Karrierekontakt längst in deinem Netzwerk. Du hast ihm nur seit drei Jahren nicht geschrieben.
🫵| Welcher „Weak Tie“ fällt dir spontan ein, bei dem du dich eigentlich mal wieder melden könntest?

Weißt du eigentlich noch, wie du deine ersten Berufserfahrungen gesammelt hast?Ich schon, auch wenn das zugegebenermaßen...
16/08/2026

Weißt du eigentlich noch, wie du deine ersten Berufserfahrungen gesammelt hast?
Ich schon, auch wenn das zugegebenermaßen schon ein Weilchen her ist.
Man bekam Aufgaben, an denen man wachsen konnte. Nicht immer die spannendsten. Nicht immer die komplexesten. Aber man durfte beobachten, ausprobieren, Fehler machen, Fragen stellen und nach und nach mehr Verantwortung übernehmen.
Und irgendwann war man eben kein Berufseinsteiger mehr.
Warum ich das frage? Weil wir gerade anfangen, genau diese Jobs zu streichen.
Seit Juni 2022 ist die Zahl der arbeitslosen Akademiker unter 30 Jahren um 119 Prozent gestiegen. Quelle: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).
Im Juni 2026 waren laut Indeed nur noch etwa halb so viele Einsteigerjobs ausgeschrieben wie im Jahresdurchschnitt 2019.
Und KI könnte diese Entwicklung noch verstärken.
35 Prozent der Unternehmen planen laut einer Kienbaum-Befragung, bis 2030 wegen KI weniger Juniorpositionen zu schaffen.
Die Logik dahinter ist erst einmal nachvollziehbar.
Viele Aufgaben, die früher Berufseinsteiger übernommen haben, kann heute KI erledigen.
Recherchieren. Daten aufbereiten. Erste Analysen erstellen. Texte vorbereiten. Präsentationen bauen.
Nur frage ich mich:
Wenn KI die Aufgaben übernimmt, an denen Berufseinsteiger bisher gelernt haben – wo sollen sie dann eigentlich Berufserfahrung sammeln?
Denn niemand kommt mit Domainwissen, Urteilsfähigkeit und beruflicher Intuition aus der Universität. Das entsteht in der Praxis.
Und genau deshalb halte ich es für einen Fehler, jetzt einfach Juniorpositionen zu streichen.
Wir müssen sie neu denken. Der Berufseinsteiger der Zukunft wird vermutlich vom ersten Tag an mit KI arbeiten. Und das ist eine riesige Chance.
Denn wenn KI einen Teil der einfachen Aufgaben übernimmt, können junge Menschen viel früher an komplexeren Fragestellungen arbeiten.
Aber dafür brauchen sie erfahrene Kolleginnen und Kollegen, von denen sie lernen können.
Sie brauchen echte Probleme, an denen sie wachsen können. Und sie brauchen Unternehmen, die bereit sind, in diese Entwicklung zu investieren.
Auch für Absolventen verändert sich damit etwas. Ein guter Abschluss allein wird nicht reichen. KI-Kompetenz wird aus meiner Sicht für viele akademische Berufe zur Grundausstattung gehören.
Und damit meine ich nicht, ChatGPT bedienen zu können. Sondern KI sinnvoll für reale Probleme einzusetzen, Ergebnisse kritisch zu hinterfragen und zu wissen, wann menschliche Erfahrung und Urteilskraft gefragt sind.
Eine Bewerberin im WirtschaftsWoche-Artikel bringt das Dilemma ziemlich gut auf den Punkt: „Wie soll ich Erfahrung vorweisen, wenn mir niemand eine Chance gibt?“
Genau das sollten sich Unternehmen gerade sehr genau fragen. Denn wenn wir heute keine Juniors mehr entwickeln, fehlen uns morgen die Seniors.
🫵| Wie hast du eigentlich deine ersten Berufserfahrungen gesammelt – und hätte es diesen Einstieg heute noch gegeben?

Du bist seit 10 Jahren im gleichen Unternehmen?Dann weißt du möglicherweise erstaunlich wenig darüber, wie dein eigener ...
16/08/2026

Du bist seit 10 Jahren im gleichen Unternehmen?
Dann weißt du möglicherweise erstaunlich wenig darüber, wie dein eigener Job heute auf dem Arbeitsmarkt aussieht.
Das klingt erst einmal komisch.
Du kennst deinen Job schließlich ziemlich gut. Du weißt, was von dir erwartet wird, kennst die Prozesse, die Systeme, die Menschen.
Und gleichzeitig hörst du überall:
KI verändert Jobs.
Neue Skills werden wichtiger.
Bestimmte Aufgaben fallen weg.
Andere kommen dazu.
Und irgendwann kommt die Frage:
Was bedeutet das eigentlich für mich?
Mein Tipp: Warte mit dieser Frage nicht, bis du einen neuen Job brauchst.
Mach etwas ziemlich Einfaches:
Schau dir regelmäßig Stellenanzeigen für dein eigenes Profil an.
Auch und gerade dann, wenn du überhaupt nicht wechseln möchtest.
Welche Anforderungen tauchen heute auf, die vor drei Jahren noch nicht da waren?
Welche Tools werden erwartet?
Wie selbstverständlich werden inzwischen KI-Skills vorausgesetzt?
Welche Aufgaben gewinnen an Bedeutung?
Und welche deiner heutigen Aufgaben findest du in aktuellen Ausschreibungen vielleicht kaum noch?
Ich würde sogar noch einen Schritt weitergehen:
Schau dir auch Stellen an, die eine Ebene über deiner heutigen Position liegen.
Was müsstest du heute können, wenn du dich in zwei oder drei Jahren dorthin entwickeln möchtest?
Und dann mach einen kleinen Realitätscheck mit deinem eigenen Profil:
Wo bist du richtig gut aufgestellt?
Wo verlässt du dich vielleicht zu sehr auf zehn oder fünfzehn Jahre Berufserfahrung?
Und wo entsteht gerade eine Lücke, die du heute noch ziemlich entspannt schließen könntest?
Du musst nicht ständig auf Jobsuche sein.
Aber ich halte es für ziemlich gefährlich, den eigenen Marktwert erst dann zu überprüfen, wenn man ihn plötzlich braucht.
Denn dein Unternehmen kennt deine bisherige Leistung.
Der Arbeitsmarkt interessiert sich dafür, was du morgen für ihn leisten kannst.
🫵| Wann hast du das letzte Mal eine Stellenanzeige für deinen eigenen Job gelesen, obwohl du gar keinen neuen gesucht hast?

Adresse

Mecklenburger Str. 13
Burgwedel
30938

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