12/03/2020
Seit Jahren taucht er in den Legungen mit meinen Tarotkundinnen auf. Der Eremit, eine Karte, die nicht immer auf Gegenliebe stößt. Eremitin - das wollen viele nicht so recht sein, hat was mit dem Image der Außenseiterin, nicht das beliebteste Mädchen der ganzen Klasse zu sein ;-), zu tun hat. Ich begrüße es seit Jahren sehr, wenn der Eremit auftaucht. Das wahre Verbundensein, das Alleins-Sein, gerade im Alleinsein suchen, finden, schätzen.
Einigen KundInnen rate ich, jede Woche ein regelrechtes Rendezvous mit der Eremitin einzuplanen, das auch in den Kalender zu schreiben...
Nun ist sie da, die Energie der Eremitin, im (erzwungenen) Rückzug springt ins Leben, obgleich sie doch eine eher langsame ist, die Karte.
Und das, was in der beschleunigten Gesellschaft keinen Platz hatte, nimmt ihn sich.
Damit meine ich keinesfalls, dass das nun gut und richtig und wünschenswert ist, noch, dass Viren einen spirituellen Ursprung haben, diese gefährlichen Gestalten aus der Ursuppe des Lebens.
Dennoch finde ich bemerkenswert, auch einmal auf die Chancen der Krise, die Verlangsamung, den erzwungenen Retreat, das Stillerwerden zu schauen.
Da Ganze ist bei mir gerade ein wenig Pfeifen im Wald, für die vom Virus besonders Gefährdeten, ist es vielleicht auch unangebracht, auf den spirituellen Aspekt dieser Dynamik hinzuweisen.
Daher habe ich dazu keine Theorie und noch nicht mal eine Hypothese. Ich sehe lediglich - die stille Eremitin, die seit Jahren so beharrlich in vielen Legungen auftaucht, hat nun die Möglichkeit ihres ganz großen Auftritts.