07/01/2025
„Warum mache ich das alles, wenn es keiner zu schätzen weiß?“ – Ein Blick auf die Zerrissenheit von Unternehmern und CEOs.
Mal ehrlich: Haben Sie sich das auch schon gedacht? „Warum reiße ich mir hier eigentlich den Hintern auf, wenn es keiner wirklich zu schätzen weiß?“
Dieses Gefühl kann einen ganz schön runterziehen, vor allem, wenn man das Gewicht der Verantwortung eines Familienunternehmens auf den Schultern trägt.
Aber warum fühlt sich das manchmal so an? Und was können wir dagegen tun?
Das Problem: Es ist mehr als nur ein Job.
Ein Familienunternehmen zu führen, ist kein 9-to-5-Job. Es ist ein Lebensprojekt, eng verbunden mit Traditionen, persönlichen Werten und – nicht zu vergessen – Erwartungen von allen Seiten.
Wir investieren nicht nur unsere Zeit und Energie, sondern oft auch unser Herzblut. Doch genau da liegt der Haken: Je mehr man sich emotional engagiert, desto mehr schmerzt es, wenn die Anerkennung ausbleibt.
Ob von Mitarbeitern, Kunden oder der eigenen Familie – Lob und Dank hört man oft viel seltener als Kritik. Und plötzlich hat man das Gefühl, dass alles, was man tut, als selbstverständlich angesehen wird, während die eigenen Anstrengungen unsichtbar bleiben.
Warum Wertschätzung so verdammt wichtig ist.
Anerkennung gibt uns nicht nur einen Motivationsschub, sondern auch das Gefühl, gesehen und geschätzt zu werden. Ohne sie entsteht schnell eine innere Leere, die uns auslaugt.
Dauerhaft führt das zu Frustration oder sogar zum Burnout. Doch hier kommt ein entscheidender Punkt: Wertschätzung beginnt bei uns selbst.
Was Sie tun können, um mehr Wertschätzung zu erleben.
Lernen, sich selbst zu sehen.
Wie oft nehmen wir unsere eigenen Erfolge wahr? Selten, oder? Schreiben Sie doch mal auf, was Sie täglich gut machen. Ein Erfolgsjournal kann Wunder wirken, weil es Ihnen zeigt: „Hey, ich hab was gerissen!“
Sagen, was Sache ist.
Klar, wir wollen nicht ständig nach Lob betteln. Aber mal ehrlich: Wie oft sprechen wir offen an, dass wir uns manchmal einfach ein „Danke“ wünschen?
Mitarbeiter und Familie sind keine Gedankenleser. Ein klärendes Gespräch wirkt oft Wunder.
Sich selbst belohnen
Warum immer auf die Anerkennung anderer warten? Gönnen Sie sich selbst etwas, wenn Sie einen Erfolg feiern können.
Ob ein freier Nachmittag, ein gutes Essen oder einfach mal ein ruhiger Abend – solche kleinen Belohnungen machen den Unterschied.
Von außen draufschauen lassen
Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Ein Mentor oder Coach kann dabei helfen, Ihre Arbeit aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Die frische Perspektive zeigt oft, wie viel Sie tatsächlich leisten.
Fazit: Wertschätzung beginnt bei Ihnen selbst.
Natürlich ist es schön, wenn andere unsere Arbeit wertschätzen. Aber der wichtigste Schritt ist, dass wir selbst anfangen, unsere Leistungen anzuerkennen. Nur so bleiben wir langfristig motiviert und zufrieden.
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Viele Grüße
Rudolf Bleicher & Ulrike Bleicher-Rapp