15/06/2023
Ich weiß nicht, ob Krebsgeschwür oder internationaler Drogendealer der angemessene Vergleich für den weltweit größten Online-Fashion-Händler ist. Vielleicht trifft in diesem Fall auch beides zu. Fakt ist, dieser chinesische Konzern steht für alles, was schlecht ist in der . Er überschwemmt die Märkte mit , die so günstig und qualitativ schlecht ist, dass sich das Waschen nicht einmal lohnt. Weder auf die noch auf die Arbeiter in den , die zum Teil unter ähnlichen Bedingungen die Bekleidung zusammennähen, noch auf die Verbraucher, die mit Pestiziden belastete Shein-Kleidung kaufen und tragen, wird Rücksicht genommen.
Der globale , die enormen sowie faire werden skrupellos und beharrlich ignoriert. Statt mit wirklichen Veränderungen profiliert sich das Unternehmen mit -Kampagnen und konterkariert mit diesem Verhalten, die internationalen Anstrengungen die Bekleidungs- und , die nach der Erdölindustrie als zweitschmutzige Branche zählt, positiv zu verändern. Die Notwendigkeit dieser Veränderungen sind hinsichtlich des Klimaschutzes unbestritten. Shein interessiert das alles gar nicht und macht damit Milliardengewinne.
Wie ein Oberdrogendealer rekrutiert dieser seine Unterdealer, die die Shein-Produkte an die bringen. Diese sogenannten nutzen ihre Reichweite, um die minderwertige sowie und sozial bedenkliche auf Sozialen Medien wie Instagram und TikTok zu „verticken“. Einträge mit dem werden teils millionenfach angesehen.
Die Kunden kaufen die Produkte oft sofort, weil sie so günstig sind. Dann zeigen sie diese beispielsweise unter dem Hashtag Shein auf TikTok. Diese Post erzielen unglaublich hohe Reichweiten.
Shein bietet praktisch alles an, von Klamotten über Kosmetik bis zu Möbeln. „Influencer-Marketing ist deren wichtigstes Marketinginstrument“, sagt Christiane Beyerhaus, Professorin für Marketing und Handel an der International School of Management in Berlin, im ntv-Podcast „Wieder was gelernt“.
sind übrigens aus Sicht von Shein vollkommen überflüssig. Designs erstellt eine auf Basis von angesagten Styles. Dabei werden Designs von Marken, Designern und indigener Künstler einfach kopiert. Auch um das kümmert sich Shein einen Dreck.
Die Shein-Produkte werden jedoch ganz analog gefertigt – gern in Billiglohnländern ohne Umwelt- und . Laut der Organisation Public Eye arbeiten chinesische Näherinnen zum Teil 75 Stunden pro Woche ohne Arbeitsvertrag mit nur einem freien Tag im Monat. Diese Arbeitsbedingungen ähneln tatsächlich Sklavenarbeit, die die Menschen nicht nur dadurch krank macht.
Denn 96% der von Greenpeace getesteten Kleidungsstücke sind mit Formaldehyd, Schwermetallen und Weichmachern belastet. Das schadet nicht nur den , sondern gleichzeitig den nach Trendprodukten süchtigen Verbrauchern.
Wenn diese chemischen Stoffe in die Luft und ins Abwasser gelangen, werde auch die Umwelt belastet, kritisiert Greenpeace. Auch die Abfallbilanz ist fragwürdig: -Produkte werden als Wegwerfartikel produziert. wird weniger als ein Prozent der Stoffe.
In dem Artikel von ntv Nachrichten unten findet ihr noch viele weitere Fakten, warum Shein endlich rigoros reglementiert werden sollte. Es kann einfach nicht sein, dass die ganze Welt ihr Bestes tut, um sich gegen den zu stemmen und alles wieder von einem Unternehmen torpediert wird. Wenn China nicht einsieht, dass wir alle an einem Strang arbeiten müssen, um die zu schaffen und Shein nicht endlich Grenzen setzt, dann müssen es eben andere Länder tun, beispielsweise mit Zöllen, die das Shein-Geschäftsmodell einfach unprofitabel machen.
Wie bei Drogendealern ist das Einzige, was in einer solchen Situation hilft, scharfe internationale Gesetze und deren konsequente Anwendung.
Shein ist einer der größten Online-Fashion-Anbieter der Welt. Schnelle, günstige Mode ist das Motto des chinesischen Konzerns. Und er will noch weiter wachsen. Mit Indien will sich Shein einen riesigen neuen Markt erschließen.