01/11/2024
Traurig, aber wohl nicht selten an der Tagesordnung!
Und da werden alte/hochaltrige multimorbide und seelisch/ körperlich wenig belastbare Menschen im (Rahmen des Behindertenfahrdienstes der Stadt Düsseldorf) in einem Antrag auf Mobilitätshilfen nach SGB IX gefragt, ob sie noch mit Begleitpersonen in öffentlichen Verkehrsmitteln fahren können? Das ist unzumutbar und hat nichts mit Inklusion und Lebensqualität zu tun.
Ich möchte nicht wissen, wie aufgeregt und traurig diese alte Rollstuhlfahrerin war.
Da ist in dieser Gesellschaft noch so viel zu tun. Dazu gibt es auch ein Video des WDR, was ich ich hier auch noch einmal einstelle.
https://www1.wdr.de/fernsehen/westpol/videos/keine-barrierefreiheit-im-oepnv-100.html
🔷️ Behinderte Frau musste wieder den Bus verlassen: Fahrer konnte/wollte sich nicht durchsetzen
Von Peter Ries
Heute erlebt:
730er Bus um 14.43 Uhr wollte vom Benrather Marktplatz aus, eine Begleiterin mit einer Rollstuhlfahrerin mit dem Bus fahren.
Der Fahrer holte die Rampe. Nachdem er sah, dass es nicht genug Platz im Bus gab, mussten beide den Bus wieder verlassen. Dabei brauchte er nur einen Fahrgast zu bitten, sich umzusetzen, damit die behinderte Rollstuhlfahrerin mitgenommen werden konnte. Auch der Fahrgast machte keine Anstände, sich umzusetzen.
🔸️Meine Meinung:
Da der Fahrer Hausrecht hat, hätte er darauf bestehen können, Platz zu machen - das tat er jedoch nicht und zuckte nur mit den Schultern.
Er bat die Behinderte Person nebst Begleiterin, wieder auszusteigen. "Vielleicht kann der nächste Bus Sie mitnehmen, sagte er und fuhr los.
Vielleicht dachte er daran, dass er die Rampe beim Aussteigen der behinderten Rollstuhlfahrerin wieder herausholen muss?
Liebe Rheinbahn, ihr solltet eure Fahrerinnen und Fahrer evtl. darin fortbilden, dass behinderte Menschen ein Recht auf Beförderung haben.
Jedenfalls zeigt diese wohl öfter vorkommende falsche Verhalten, dass das Thema Beförderung von behinderten Menschen nicht überall angekommen scheint.
Von den Mitmenschen wünsche ich mir, dass sie etwas empfänglicher für die Nöte von Menschen mit Behinderungen werden und dem Beispiel des Fahrgastes, der kein Platz machte, nicht folgen.
Behinderte Menschen sind Menschen wie du und ich. Sie sind nur aufgrund einer Behinderung oft körperlich nicht in der Lage, Ihre Rechte durchzusetzen. Also: Helfen Sie mit, die Welt etwas schöner zu machen. Und vergessen Sie bitte nie, dass auch Sie - durch einem Schicksalsschlag - eine Behinderung bekommen könnten.
Allen einen unfallfrei Tag!
Referenzbild: pixabay