04/01/2026
30.12.25 gesät.Wir haben unseren letzten schwimmenden Sand am 30. Dezember mit der Simtech-UK T-Sem Zinkendrille, mit einem extrem frühreifen A-Winterweizen, Activus von der IG Pflanzenzucht, in Direktsaat im Frost gedrillt. Durch das System der T-Sem mit vorderer Schneidscheibe und hinten Federzinken, direkt jeweils hinter der Scheibe in Linie laufend, damit keine Frost Brockenbildung, durch die nachlaufende Kette ist der Weizen sauber abgedeckt auch wenn nur 2 cm aufgetaut waren und manche Ecken noch komplett gefroren, wo die Sonne von Südost bis Süd nicht hingekommen ist, mehr dazu sieht man auf der Facebook-Seite von Profiagrartechnik. Die Fläche ist eine Südwestlage und man kann es an den Fotos erkennen nachdem wir mit dem Drillen fertig waren am 30.12 um 15:15 Uhr, war dann die Sonne noch ungefähr eine Stunde da.
Vielleicht zur Information die Ernte vom Körner Mais war auf dieser Fläche schon Mitte Oktober, danach aber nur noch Regen bis Anfang November und dann waren die schwimmenden Sande wieder so voll, dass man die Frühjahrsquellen sehen konnte, es war die letzte Fläche von 0,7 Hektar weil wir in den Frosttagen am 22. und 27. November noch die Wechsel Sommerbraugerste und den Weizen auf den Tonböden säen mussten. Die Fläche ist zu 85% Flugsand oder schwimmender Sand 18-30BP, nur an einem Eck auf der Nordwestseite kommt der Ton aus dem Untergrund heraus, sogenannter Lettenkeuper mit 37-39 BP, wir sind eigentlich eine Frühsommer und Sommer trockene Region und bekommen mittlerweile die Niederschläge eigentlich nur ab Ende September bis März, in Jahren wie 2022-23 oder 2023-24, erreichen wir mittlerweile über Winter Regensummen von 700 bis 900 mm in 6-7 Monate, obwohl unser langjähriges Mittel eigentlich bei 480 mm liegt, und dann hat man im Sommer Phasen wo man in 3 Monaten keine 60 mm zusammenbringt, aufgrund der schlechten Bodenqualitäten und nutzbaren Feldkapazitäten in Millimeter ist nicht unbedingt der Saatermin entscheidend, sondern wann fallen deine Niederschläge, Berechnungen werden in Bayern nicht mehr genehmigt und wurden auch schon lange sehr spärlich genehmigt nur für den Gemüsebau, man muss wissen die Trockenheitsversicherung die wir seit 2023 haben, musste 2023 komplett für alle Kulturen bezahlen und in 2025 zumindest fürs Getreide, bei Mais ist es so gewesen dass es statt maximal 28mm in 56 Tagen(8 Wochen), eben 35 mm in dem Zeitraum geregnet hat dann hat man eben absolutes Pech, obwohl man eine scheiß Ernte hat, aber die die den Mais mit spätreifenden Sorten 270 aufwärts erst Anfang Mai gesät haben, die hatten auch beim Körnermais noch den Regen der ab Mitte Juli gefallen ist und zum Fahnen schieben, Blüte und Kolbenbildung noch rechtzeitig kam, das waren bei uns im vergangenen Juli aber sage und Schreibe auch nur 76 mm bis zum 31 Juli und danach war vier Wochen Stillstand und das bei Temperaturen im Rotweinklima von bis zu 37°,Wenn nichts geht, weil zu nass und/oder Boden zu schwer, z.B bei 60% Ton oder auf schwimmenden Sandböden, sogenannte Pseudogleye, wenn du Ende Oktober Anfang November die Frühjahrsquellen siehst, wie 2025, brauchst du die Felder nicht zu befahren, zur Info die Flächen sind nicht drainiert, weil Gemeinde Pachtflächen. Ganz zum Schluss habe ich auch ein Foto beigefügt , dass die Qualität des Säsystems im Vergleich zur Amazone Primera zeigt und natürlich auch zu Horsch und Pöttinger, außerdem ist auch das Standard-Pflanzenbausystem des Agrarbetriebes in Sachsen dabei, Horsch Joker, Terrano und Pronto, die direkt sagt Parzellen mit sechsfacher Wiederholung waren weder mit einem Strohstriegel noch einer sonstigen Maschine bearbeitet und wir mussten in drusch Richtung drillen, das heißt auch mit den Unebenheiten der Mähdrescher Spuren drillen, dieser Vergleich wurde durchgeführt vom KBD Sachsen und total kontrolliert und überwacht von der HTW Dresden. Aber noch mal zurück zur späten Aussaat Hauptroblem war, dass unser großer süddeutscher Landwarenhändler das Saatgut für die Wechselbraugerste nicht beigebracht hat, aber es lag nicht an dem Außendienstmitarbeiter und der Bestellung, aber somit hat sich alles verzögert, aufgrund des Wetters dann in der letzten Oktoberdekade und der Agritechnika waren wir dann erst ab dem 22. November mit Frost wieder in der Lage zu drillen, da die Wechselbraugerste in die bestehenden Zwischenfruchtbestände sollte, übrigens das Gerstensaatgut haben wir dann direkt beim Vermehrer abgeholt und das war da schon über 4 Wochen fertig, aber scheinbar bekommen manche große Landhändler nur noch gegen Vorauskasse. Wir werden euch im Frühjahr zu einer Besichtigungstour einladen sowohl auf dieser Fläche als auch auf den Winterbraugersten Flächen die am 22. November 25 in die stehenden teilweise abgefrorenen Zwischenfrüchte mit der gleichen Maschinenkombination gedrillt wurden.
Die Doppelfrontsternwalze hat Ringe die auf dem letzten System von Güttler passieren. Das heißt es wurde auch in der Zwischenfrucht keine Schneidwalze eingesetzt, die aber, bei teils abgefrorenen Zwischenfrüchten(Ramtillkraut) und noch grünen Zwischenfrüchten durchaus Sinn gemacht hätte, da die abgefrorenen nicht mehr knackig sondern beim Sonnenaufgang sehr schnell lätschig wurden.