14/04/2026
🔌 Energiewende im Rückwärtsgang? Klare Worte aus dem Elektrohandwerk
Im WDR‑Magazin Westpol hat Martin Boehm, Präsident FEH NRW, deutliche Kritik an der aktuellen Energiepolitik der Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche geäußert. Fehlender Netzausbau, unklare Rahmenbedingungen und zusätzliche finanzielle Belastungen für erneuerbare Energien bremsen Investitionen – und gefährden den Fortschritt der Energiewende.
Besonders kritisch sieht Böhm die Pläne von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche, Entschädigungen für abgeregelte PV‑ und Windkraftanlagen abzuschaffen. Wer in klimafreundliche Technologien investiert, darf nicht für jahrelang versäumten Netzausbau bestraft werden.
👉 Das Problem sind nicht die Erneuerbaren, sondern die Infrastruktur.
Einigkeit besteht hingegen mit NRW‑Wirtschaftsministerin Mona Neubaur, die die zentrale Rolle von Photovoltaik auf Dächern als Erfolgsmodell für stabile Energiepreise und mehr Unabhängigkeit betont.
Bemerkenswert: Martin Böhm – CDU‑Mitglied – unterstützt einen wirtschaftspolitischen Appell der Grünen gegen die aktuelle energiepolitische Linie. Ein starkes Signal dafür, dass es hier nicht um Parteipolitik geht, sondern um die Zukunftsfähigkeit unseres Energiesystems.
In den Betrieben des Elektrohandwerks ist die Verunsicherung bereits spürbar: Kundinnen und Kunden zögern bei Investitionen in Wärmepumpen, E‑Mobilität oder PV‑Anlagen. Projekte werden verschoben, Aufträge brechen weg – Planungssicherheit fehlt.
🔧 Die Forderung ist klar:
• stabile und verlässliche Rahmenbedingungen
• eindeutige politische Signale
• deutlich mehr Tempo beim Netzausbau
• keine zusätzlichen Hürden für erneuerbare Energien
Die Energiewende braucht Vertrauen, Investitionen und klare Leitplanken – kein Zurück. Es geht um Klimaschutz und Arbeitsplätze.
Zum Beitrag von Westpol (ab 17:25 min): https://www.ardmediathek.de/video/westpol/westpol/wdr/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLXNvcGhvcmEtM2RlMWVhZTctODNiNy00MDY5LTgyZjEtYjRkYzIzZGUwZDlh?