03/07/2026
📄 100 Bewerbungen. Und jetzt?
Vor einigen Wochen saß ein Ingenieur bei uns im Büro.
52 Jahre alt, über 25 Jahre Berufserfahrung. Er hatte sich über die Jahre vom Projektingenieur bis in eine leitende Position hochgearbeitet. Eigenheim, Familie, ein gutes Einkommen. Eigentlich lief alles in geordneten Bahnen.
Dann kam die Kündigung.
Nicht, weil seine Leistung nicht gestimmt hätte. Sein Arbeitgeber baut Stellen ab.
Im Gespräch erzählte er, dass er bereits zahlreiche Bewerbungen verschickt hat. Einige Unternehmen haben abgesagt, viele haben sich gar nicht erst zurückgemeldet.
In wenigen Wochen wechselt er in eine Transfergesellschaft. Dort wird er Bewerbungstrainings besuchen, seinen Lebenslauf überarbeiten und weiter nach einer neuen Stelle suchen.
Natürlich hofft er, möglichst schnell wieder einen passenden Job zu finden. Und genau das wünschen wir ihm auch. 🤝
Trotzdem ließ uns nach dem Gespräch eine Frage nicht los:
Was passiert, wenn auch nach 50 oder 100 Bewerbungen kein passendes Angebot kommt?
Gerade erfahrene Fachkräfte und Führungskräfte bringen oft genau die Fähigkeiten mit, die Unternehmen erfolgreich machen. Sie führen Mitarbeiter, verantworten Budgets, entwickeln Kundenbeziehungen und treffen unternehmerische Entscheidungen. Allerdings meist im Auftrag anderer.
Deshalb sprechen wir in solchen Gesprächen manchmal auch über einen Weg, den viele zunächst gar nicht auf dem Schirm haben: 💡
Die Übernahme eines bestehenden Unternehmens.
Der Unterschied zu einer Neugründung ist erheblich. Man startet nicht bei null, sondern übernimmt ein Unternehmen mit Kunden, Mitarbeitern, etablierten Prozessen und einem funktionierenden Geschäftsmodell.
Jedes Jahr suchen in Deutschland rund 109.000 mittelständische Unternehmen einen Nachfolger. Gleichzeitig wächst die Zahl der Unternehmer, die eine Betriebsschließung in Betracht ziehen, häufig auch deshalb, weil sie keine tragfähige Nachfolgelösung finden.
Eine Unternehmensübernahme ist sicher nicht für jeden der richtige Weg.
Aber vielleicht lohnt es sich, gerade in einer solchen Situation nicht nur den Stellenmarkt im Blick zu haben, sondern auch den Markt für Unternehmensnachfolgen. 🚀
Frage an alle Angestellten aus meinem Netzwerk und darüber hinaus:
💬 Wäre eine Unternehmensübernahme für euch grundsätzlich eine Option oder würdet ihr ausschließlich nach einer neuen Festanstellung suchen?