DIMBB (Dresdner Institut für Medien, Bildung und Beratung)

DIMBB (Dresdner Institut für Medien, Bildung und Beratung) Medien und medienpolitische Beratung Wir sind nunmehr fast 20 Jahre insbesondere in der Medienpolitik aktiv.

Die dabei gesammelten Erfahrungen und Kontakte ermöglichen es uns, viele Fragen schnell und kompetent zu beantworten sowie für Probleme praktikable Lösungen zu offerieren.

Dass das Fernsehen sich weniger für Kurzfilme interessiere, liege vor allem an den Format- und zeitlichen Vorgaben der S...
16/01/2020

Dass das Fernsehen sich weniger für Kurzfilme interessiere, liege vor allem an den Format- und zeitlichen Vorgaben der Sender. Da gehe es dem Kurzfilm ähnlich wie dem langen Dokumentarfilm. „Das ist ein Formatproblem, und deswegen gibt’s das im Fernsehen auch wenig. Das hängt sicher auch mit den Einschaltquoten zusammen.“

Der Kurzfilm verdiene mehr Aufmerksamkeit: Das Projekt "Kurzfilmkino" will künstlerisch herausragende Werke einem breiten Publikum zugänglich machen - im klassischen Kinosaal, denn dort "hat man noch eine andere Konzentration" als bei YouTube, sagte Initiator Stephan Winkler im Dlf.

Das Publikum unterfordern ist arrogant. Nicht arrogant ist, dem Publikum etwas zuzumuten. Nochmal zum Thema Verständlich...
12/01/2020

Das Publikum unterfordern ist arrogant. Nicht arrogant ist, dem Publikum etwas zuzumuten. Nochmal zum Thema Verständlichkeit: Krimi funktioniert wie ein Druckkochtopf. Wenn der Pin nach oben gehen soll, brauchst du von unten einen gewissen Druck, egal woher der kommt.

Nach mehr als 20 Jahren wird Cornelia Ackers als Redakteurin des "Polizeirufs München" abgelöst. Ein Gespräch über rauchende Kommissare und Dialoge für die Ewigkeit.

135 Themen, 728 Gäste, 8800 Sendeminuten: Wir haben sämtliche Talkshows der Öffentlich-Rechtlichen des Jahres 2019 nach ...
10/01/2020

135 Themen, 728 Gäste, 8800 Sendeminuten: Wir haben sämtliche Talkshows der Öffentlich-Rechtlichen des Jahres 2019 nach Diversität untersucht. Unsere Analyse zeigt: Anne Will, »hart aber fair«, Maischberger und Maybrit Illner grenzen große Teile der deutschen Gesellschaft aus. … Der allergrößte Teil der Gäste waren Deutsche. Von den 728 Gästen hatten 689 die deutsche Staatsbürgerschaft oder schon seit langem ihren Lebensmittelpunkt in Deutschland. Auf 39 Gäste traf dies nicht zu. Das ergibt einen Ausländeranteil in den Sendungen von Anne Will, »hart aber fair«, Maischberger und Maybritt Illner von 5,4 Prozent. …. Von den 728 Gästen, die in den Talkshows der Öffentlich-Rechtlichen im Jahr 2019 zu Gast waren, ordneten wir 690 als »weiß« und 48 als »nicht-weiß« ein. Das macht einen Anteil nicht weißer Gäste von 6,6 Prozent gegenüber 93,4 Prozent »weißen« Gästen. Während sich Anne Will, »hart aber fair“ und Maischberger mit 4,5 bis 6 Prozent »nicht-weißen« Gästen in etwas auf gleichem Niveau befinden, schneidet Maybrit Illner mit ihrer Sendung etwas besser ab: Bei ihr war im Jahr 2019 fast jeder zehnte Gast (9,8%) »nicht-weiß«.
http://bliq-journal.de/analyse/wie-divers-sind-deutsche-talkshows.html

Wie in der aufwendig gemachten Fernsehserie "Das Boot" Geschichtsklitterung betrieben wird.Wenige Fragen in der Geschich...
10/01/2020

Wie in der aufwendig gemachten Fernsehserie "Das Boot" Geschichtsklitterung betrieben wird.
Wenige Fragen in der Geschichte sind so eindeutig zu beantworten wie die, wer am Zweiten Weltkrieg schuld ist. Trotzdem wird es wohl immer Leute geben, die behaupten, nicht Hi**er und die Wehrmacht hätten den Krieg vom Zaun gebrochen, sondern die Freimaurer, die Juden, die Wall Street oder wer auch immer. Rechte Verschwörungstheorien zumeist, die man am besten ignoriert.
Es sei denn, sie werden über das öffentlich-rechtliche Fernsehen verbreitet.
Gemeint ist die erfolgreiche Fernsehserie "Das Boot".

Wie in der aufwendig gemachten Fernsehserie "Das Boot" Geschichtsklitterung betrieben wird.

Der Staat kann das Urheberrecht bald nicht mehr missbrauchen, um unliebsame Presseveröffentlichungen zu verhindern. Das ...
10/01/2020

Der Staat kann das Urheberrecht bald nicht mehr missbrauchen, um unliebsame Presseveröffentlichungen zu verhindern. Das zeichnet sich nach der mündlichen Verhandlung des Bundesgerichtshofs (BGH) über die sogenannten Afghanistan-Papiere ab.

Im Fall der „Afghanistan-Papiere“ zeichnet sich nun ein Urteil ab: Ein Erfolg für die Pressefreiheit liegt dabei in der Luft.

Ein guter Test für die Bedeutung kultureller Auseinandersetzungen ist bekanntlich der Versuch, sie Leuten zu erklären zu...
05/01/2020

Ein guter Test für die Bedeutung kultureller Auseinandersetzungen ist bekanntlich der Versuch, sie Leuten zu erklären zu versuchen, die im Ausland leben. Wer nun, etwa rund um die Feiertage, mit der Frage konfrontiert wurde, worum es bei dieser Sache mit dem »Oma-Lied« eigentlich gehe, musste unweigerlich feststellen, dass das ohne Weiteres kaum möglich war - zumindest, was die Sache selbst angeht.

Der »Skandal« um das Umweltsau-Video des WDR zeigt, wie wenig »Inhalt« noch wichtig ist. Die Ironie des Liedes wurde offenbar nicht verstanden. Sowohl von Linken als auch von Rechten. Es geht nur noch um Anti-Anti.

Gefühlt mag das der Anfang eines neuen Jahrzehnts sein. Tatsächlich aber beginnen lediglich die 20er-Jahre, denn das zwe...
03/01/2020

Gefühlt mag das der Anfang eines neuen Jahrzehnts sein. Tatsächlich aber beginnen lediglich die 20er-Jahre, denn das zweite Jahrzehnt endet erst mit dem Jahr 2020 – das hat historische Gründe. ... Als der römische Mönch Dionysius Exiguus im sechsten Jahrhundert unsere Art der Jahreszählung einführte, war die Null in Europa noch unbekannt. Folglich gibt es auch kein Jahr 0. Auf das Jahr 1 vor Christus folgt in unserer Geschichtsschreibung das Jahr 1 nach Christus.
Das erste Jahrzehnt war somit erst mit dem Ende des Jahres 10 abgeschlossen. Das erste Jahrhundert endete zu Silvester des Jahres 100. Auch das zweite Jahrtausend hat nicht etwa 1999 aufgehört, sondern erst zu Silvester 2000

Morgen geht das Jahr 2019 zu Ende. Am Mittwoch beginnt das Jahr 2020. Gefühlt mag das der Anfang eines neuen Jahrzehnts sein. Tatsächlich aber beginnen lediglich die 20er-Jahre, denn das zweite Jahrzehnt endet erst mit dem Jahr 2020 - das hat historische Gründe.

Demoskopie nicht mehr als ein Mittel zur Suche nach der WahrheitVielleicht sollte in dieser hitzigen Debatte der Demosko...
02/01/2020

Demoskopie nicht mehr als ein Mittel zur Suche nach der Wahrheit
Vielleicht sollte in dieser hitzigen Debatte der Demoskopen an die Worte von Elisabeth Noelle-Neumann erinnert werden: »Die Zahlensprache der Demoskopie habe ich erlernt, weil ich ein Erkenntnismittel suchte, das soweit wie möglich unabhängig von meinen Vorurteilen und Wünschen sein sollte; und weil ich ein Ausdrucksmittel suchte, das im Streit der Parteien Bestand haben würde, die Sprache der Zahlen, nachzuzählen, wiederholbar, überprüfbar. Aber doch tatsächlich mit der gleichen Absicht wie Schriftsteller und Dichter – auf der Suche nach Wahrheit.«

Elisabeth Noelle-Neumann zitiert von Lukas Brenner

Wahlforscher haben einen guten Ruf – dieser ist jedoch nicht immer gerechtfertigt. Einige Institute verwenden umstrittene Methoden und sind politisch nicht neutral. Von LUKAS BRENNER

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk muss die Mediatisierung der Politik analysieren anstatt sie selbst zu betreiben. Zu dies...
02/01/2020

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk muss die Mediatisierung der Politik analysieren anstatt sie selbst zu betreiben. Zu dieser basalen Pflicht- und Selbstverständigungsaufgabe gehörte die Förderung sozialer Praktiken, die den Bürger immunisieren gegen Clownspolitiker und die Monumentalisierung des Moments. Wo wir dem Allzeit-Diktat des Moments gehorchen, dort wächst die Gefahr, dass wir den Politikclowns auf den Leim gehen, weil wir Politik nur noch als Bestandteil der kurzatmigen Eventkultur begreifen, in der Leute wie Donald Trump und Boris Johnson sich als Manager des Augenblicksglücks gerieren. Ja, wir sind auf Droge, wir leben die Sucht nach Momenten, die eine Sucht ist, weil wir glauben, der antike Kairos ließe sich bestellen, in Person verkörpert wählen, mit Casting-Shows finden.

Der Fünf-Minuten-Slot: Die Momentifizierung der Politik durch mediale Mechanismen

Mit improvisierten „Tatort“-Krimis haben die Zuschauer keine guten Erfahrungen gemacht. Und auch die neue Episode „Das T...
02/01/2020

Mit improvisierten „Tatort“-Krimis haben die Zuschauer keine guten Erfahrungen gemacht. Und auch die neue Episode „Das Team“ lässt wieder viele Fragen offen. Ganz ohne Drehbuch geht es eben doch nicht. … Die Lösung eines Kriminalfalls, und viel mehr noch die Konstruktion eines solchen, erfordert nun mal ein Mindestmaß an Logik. Da reicht es nicht, sich wie bei dem Partyspiel „Wer bin ich?“ einen Zettel auf die Stirn zu kleben. Aus dem Bauch heraus funktionieren nur ein paar Binnenpointen, die von den Mediatoren-Brüdern Scholz&Scholz (Bjarne Mädel und Charly Hübner) angeboten werden.

Mit improvisierten „Tatort“-Krimis haben die Zuschauer keine guten Erfahrungen gemacht. Und auch die neue Episode „Das Team“ lässt wieder viele Fragen offen. Ganz ohne Drehbuch geht es eben doch nicht.

Richard Gutjahr: Was wir in disruptiven Zeiten wie diesen brauchen, ist kein öffentlich-rechtliches Google oder Facebook...
01/01/2020

Richard Gutjahr: Was wir in disruptiven Zeiten wie diesen brauchen, ist kein öffentlich-rechtliches Google oder Facebook, sondern vor allem Führungskräfte mit Rückgrat, Herz und moralischem Kompass. Führungskräfte, die nicht nur auf Medienkongressen und in Interviews über Werte und Verantwortung reden, sondern diese Tag für Tag vorleben.

In eigener Sache – | G! gutjahrs blogNach 22 Jahren ist heute mein letzter Tag als sog. „fester freier“ Mitarbeiter beim Bayerischen Rundfunk. Dass die BR-Führungsspitze meine Familie und mich mit dem Hass und der Hetze in Folge meiner Berichterstattung für die ARD allein gelassen hat – ge...

Stärker als bisher müsste der öffentlich-rechtliche Rundfunk in seinen politischen Formaten, Reportagen, Nachrichtensend...
29/12/2019

Stärker als bisher müsste der öffentlich-rechtliche Rundfunk in seinen politischen Formaten, Reportagen, Nachrichtensendungen und Dokumentarfilmen die Mediatisierung der Politik analysieren, anstatt sie selbst zu betreiben. Zu dieser basalen Pflicht- und Selbstverständigungsaufgabe gehörte die Förderung sozialer Praktiken, die den Bürger immunisieren gegen Clownspolitiker und die Monumentalisierung des Moments. Wo wir dem Allzeit-Diktat des Moments gehorchen, dort wächst die Gefahr, dass wir den Politikclowns auf den Leim gehen, weil wir Politik nur noch als Bestandteil der kurzatmigen Eventkultur begreifen, in der Leute wie Donald Trump und Boris Johnson sich als Manager des Augenblicksglücks gerieren. Ja, wir sind auf Droge, wir leben die Sucht nach Momenten, die eine Sucht ist, weil wir glauben, der antike Kairos ließe sich bestellen, in Person verkörpert wählen, mit Casting-Shows finden.

Der Fünf-Minuten-Slot: Die Momentifizierung der Politik durch mediale Mechanismen

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