27/10/2021
MUT-Gedankenrampe (Danielle Schönfeld)
Gefahr oder Angst vor Wachstum?
Wo steckt überall Mut drin?
Mut ist die Kraft zu handeln, auch wenn in dir Scham, Angst, Minderwertigkeitsgefühl oder fehlende Vorbereitung eine Mauer des Schweigens oder der Starre bilden. Der Mut erfordert es, dich zu überwinden, einen Fehler einzugestehen, den Raum zu betreten, auch wenn die Konkurrenz einen wasserdichten Pitch abgeliefert hat. Mut kann auch sein, ein „Nein“ zum Kaufvertrag zu geben, selbst wenn ihr bei den Verhandlungen eine gute Chemie hattet. Wieder aufstehen, obwohl alles gerade zum Fürchten aussieht; dabei handelt es sich um eine große Portion Mut. Dieser Einbruch im Umsatz bereitet schlaflose Nächte und vor allem Zukunftsängste. Mut ist es, in Diskussionen seine Werte zu verteidigen, die Stimme zu erheben.
Verborgende Dynamiken – drum prüfe, wer sich winde, den Grunde in sich finde
Die Kraft aufzubringen gegen den Impuls „ich verstecke mich“ zu handeln, erfordert: Mut. Mut kann eine Gegenbewegung zu Bedürfnissen, die uns am Wachstum hindern bedeuten und uns deshalb in der Komfortzone verharren lassen. Wir sind zum einen auf Energiesparen ausgerichtet und zum anderen gibt es den Wunsch Unwohlsein zu vermeiden. Wer sich dieser verborgenen Dynamik nicht bewusst ist, umgeht ggf. Verantwortung und hofft innerlich auf Rettung oder ein Wunder. Diese Art des Hoffens gehört in den Verhaltenskanon eines Kindes. Wir wollen immer unser Leben erhalten. Nicht in Risiko und Gefahr zu gehen, dient schlussendlich nicht zu sterben, somit dem Lebenserhaltungstrieb. Aber mal Hand aufs Herz, in wie vielen Situationen in unserem Alltag ist das der Fall?
In der Regel begegnen wir uns im Geschäftskontext in der Erwartungswelt von Erwachsenen. Demnach wird im Umkehrschluss erwachsenes Verhalten erwartet. Wenn wir das Bedürfnis nach Anerkennung, Gruppenzugehörigkeit nehmen oder die gute Harmonieliebe, dann ist es mutig, brüchig zu agieren und unbequem zu sein. Ja, sich auch manchmal unbeliebt machen, gehört in den Verhaltens- und Handlungswerkzeugkoffer eines erwachsenen Menschen. Egal, was ihr tut, ihr könnt nicht alles richtig machen und schon gar nicht alles jedem recht machen. Dies zu akzeptieren und gleichzeitig die eigenen mannigfaltigen Bedürfnisse zu befriedigen sowie die Bedürfnisse und Rechte anderer Menschen zu achten, ist der schwere Balanceakt eines verantwortungsvollen Menschen im vollen Erwachsenenbewusstsein und der Haltung eines Unternehmenden.