04/09/2026
Warum bemerken wir oft erst, wie wertvoll etwas ist, wenn es nicht mehr selbstverständlich ist?
Vielleicht auch, weil wir uns erstaunlich schnell an das Gute in unserem Leben gewöhnen.
Ein Mensch an unserer Seite, eine Freundschaft, unsere Gesundheit, ein Zuhause, eine berufliche Möglichkeit oder etwas, das wir uns vor einigen Jahren noch sehr gewünscht haben.
Unser Gehirn gewöhnt sich erstaunlich schnell an positive Veränderungen. In der Psychologie wird in diesem Zusammenhang auch von hedonischer Anpassung gesprochen. Was uns zunächst besonders freut, wird mit der Zeit Teil unseres normalen Alltags.
Dankbarkeit kann den Blick wieder bewusster auf das richten, was längst da ist.
Robert Emmons und Michael McCullough untersuchten bereits 2003 in mehreren Studien, was passiert, wenn Menschen sich regelmäßig mit Dingen beschäftigen, für die sie dankbar sind. Die Teilnehmenden berichteten unter anderem mehr positive Gefühle und in Teilen ein höheres Wohlbefinden.
Ich finde dabei eine Ergänzung besonders wertvoll...
Nicht nur → Wofür bin ich dankbar?
Sondern auch → Was war mein Anteil daran?
Denn wenn wir genauer hinschauen, erkennen wir oft vieles, wofür wir heute dankbar sind, haben wir selbst mitgestaltet.
Eine Beziehung, weil wir in sie investiert haben. Eine Entwicklung, weil wir drangeblieben sind. Eine Veränderung, weil wir irgendwann eine Entscheidung getroffen haben.
Das Gute wahrzunehmen bedeutet deshalb auch, den eigenen Anteil daran zu sehen.
Und vielleicht ist für dich genau heute ein schöner Moment, um sich diese beiden Fragen einmal zu stellen...
→ Wofür bin ich gerade dankbar?
→ Was war mein eigener Anteil daran?
💎 Was kommt dir bei der zweiten Frage in den Sinn?
🔖 Speichere dir den Beitrag und nimm dir immer mal wieder einen Moment für diese beiden Fragen: Wofür bin ich dankbar und was war mein Anteil daran?
🔔 Folge mir, Christiane von Koblinski für Impulse zu Selbst-führung, Klarheit und innerer Stabilität.
Quelle: Emmons, R. A. & McCullough, M. E.