11/11/2020
Ich habe meine Leidenschaft zum Beruf gemacht
Ich bin Sonderpädagogin und habe 15 Jahre Berufserfahrung in Regel- und Förderschulen. In dieser Zeit habe ich bei Lernenden immer wieder die gleichen Problematiken beobachten können. Lernende stehen unter einem erhöhten Leistungsdruck. Ab dem ersten Schultag stellt jeder Erwartungen an sie. Die Eltern, die Lehrer und auch die Lernenden selber, indem sie sich ständig mit ihren Mitlernenden vergleichen und das Konkurrenzdenken beginnt. Dies führt dazu, dass an die Stelle der Neugier, des Spaßes und der Motivation am Lernen, der Lernfrust tritt. Das Lernen löst beim Lernenden Stress aus. Prüfungen sorgen für Ängste oder sogar Blackouts und Präsentationen werden völlig gemieden. Die Folge hieraus ist, Noten verschlechtern sich und der Teufelskreis nimmt seinen Lauf. Aber auch die zwischenmenschlichen Interaktionen im Lernsystem spielen eine erhebliche Rolle und können zu Schwierigkeiten beim Lernen führen. Sich in der Klassengemeinschaft nicht angenommen zu fühlen, das Gefühl des Versagens, das daraus resultierende, mangelnde Selbstwertgefühl oder auch eine negative Beziehung zwischen Lernenden und Lehrpersonen stehen einem erfolgreichen Lernen entgegen. Ich habe mit vielen traumatisierten Kindern und Erwachsenen, sowie mit unter erheblichen Lernblockaden leidenden Kindern zusammengearbeitet. Ich beobachtete zunehmend, wie die Betroffenen sprachlos sind, Dinge ausblenden und vergessen oder auch einem Zwang der Wiederholung unterlagen d.h. sie bestätigen ihr eigenes Denken immer wieder. Es frustrierte mich oft, da ich festgestellt habe, dass sowohl die Sonderpädagogik als auch die allgemeine Pädagogik für diese Kinder und Erwachsenen ihre Grenzen hat, was ich nicht akzeptieren konnte. Der Wunsch in mir wuchs, diesen Kindern und Erwachsenen zu helfen und ihnen die nötige Unterstützung zu geben. Deshalb ließ ich mich zusätzlich zur Traumapädagogin und traumazentrierten Fachberaterin sowie zum Lern- und BiLA® Coach ausbilden. Alle Zusatzausbildungen ergänzen sich und greifen ineinander, so dass ich den Menschen ganzheitlich wahrnehmen und unterstützen kann.