16/12/2020
Was kann man in diesem Jahr wünschen, was mit auf den Weg in die Feiertage geben? Gesundheit zu den üblichen Gaben sicherlich. Mit der Besinnlichkeit auch Besonnenheit. Zum Räuchermännchen auch eine Handvoll Respekt. Vorfreude mit Vernunft. Andacht mit Anstand (und Abstand). Und neben Marzipan auch eine ganze Menge Mut: Zur Selbstreflexion, zur Annäherung, zum Eingestehen von Fehlern und zum Beharren auf dem, was wichtig ist. In den letzten zwölf Monaten hat die Kommunikation in Deutschland, in der Welt, so gelitten wie selten zuvor. Totschlagargumente, Lügengerüste, Streit gegeneinander statt FÜR eine Sache. Der Versuch, Recht zu haben statt Wahrheit zu finden. Persönliche Angriffe anstelle sachlicher Argumente. Und eine Grundaggression, die sich schon in den alltäglichsten Auseinandersetzungen einen Weg ins Freie zu bahnen sucht. Lasst uns, lassen Sie uns zurückfinden zu einem respektvollen, sachlichen Diskurs, so sehr die Atmosphäre auch emotional aufgeheizt sein mag. Wir alle sehen uns gern als Opfer der Ignoranz und der Ausbeutung anderer. Doch daraus kann nichts Konstruktives entstehen. Nicht die Trumps dieser Welt sollten unsere Vorbilder sein. Finden wir bessere! Solche, die uns wahrhaftig inspirieren mit ihren menschlichen Vorzügen und nicht mit ihrem Besitz, ihrer Frechheit oder ihrer kriminellen Energie, auf denen sie ihre sogenannten Erfolge fußen lassen. Wir können besser sein, als wir sind. Und dazu haben wir in den kommenden Tagen hinreichend Zeit, uns einmal ausgiebig Gedanken zu machen. Dazu wünsche ich uns allen die nötige Ruhe im (kleinen aber feinen) Kreis unserer Lieben. Auf ein besseres Jahr 2021. Und das hängt ganz allein von uns selbst ab.