07/05/2016
Wieviel Zinsen bringt Ihr Sparbuch?
Das altbewährte Sparbuch, wer kennt es nicht mehr?
Ein kleines (oftmals) rotes Papierbüchlein, in dem jede Menge Seiten mit Zahlen das Sparen leichter machen sollte.
Pünktlich zum jährlichen "Weltspartag" wurde das Büchlein zur Bank gebracht, das Kleingeld eingezahlt und die Zinsen der vergangenen Monate nachgetragen.
Verglichen mit dem heutigen Sparverhalten, kommt bei diesen Erinnerungen immer wieder ein Stück Nostalgie auf, denn so wie vor 20 Jahren wird schon seit langem nicht mehr gespart.
Online-Angebote und virtuelle Sparanlagen fernab des Papieres haben es dem Sparbuch schwer gemacht, weiterhin attraktiv zu wirken.
Dennoch wird das klassische Sparbuch neben der moderneren Variante, den Spareinlagen, immer noch von den Banken an den Kunden gebracht - und auch der Kunde favorisiert diese Sparform nach wie vor.
Eine Umfrage eines großen Bausparkassenverbandes ergab 2015, dass nach wie vor ca. 53% der Deutschen ein Sparbuch besitzen, oder diese Sparform als lukrativ erachten.
Doch mit welcher Begründung?
Meist haben die Sparer noch die guten, alten Zeiten in Erinnerung, zu denen die Hausbank 2-3% Zinsen auf die Einlagen in Sparbücher gewährte. Was jedoch häufig vergessen wird: Es handelt sich um einen variablen Zinssatz, d.h. die Bank kann diesen jederzeit an den aktuellen Zinsmarkt anpassen - was dabei herauskommt?
Ganz einfach:
Die Zinsen befinden sich seit einiger Zeit nahe dem Nullpunkt - und diese "Null" wird fast vollständig an den Kunden weiter gereicht. Aktuelle Zinsausschüttungen von gerade einmal 0,05% sind keine Ausnahme, sondern die Regel.
Um es etwas deutlicher dazustellen:
Sie zahlen heute 10.000,00 € auf ihr Sparbuch ein und lassen diese Summe für einen Zeitraum von 1 Jahr dort angelegt.
In 12 Monaten erhalten Sie von Ihrer Bank eine Auszahlung in Höhe von 10.005,00 €.
Inflationsbereinigung:
Da Ihr Ersprates in 1Jahr, aber nicht mehr das wert ist, was Sie heute einbezahlen, ziehen wir den derzeit äußerst gering zu erwartenden Inflationsverlust (0,8% für 2016) in Höhe von 80,00 € ab.
Letztendlich erhalten Sie zum Auszahlungstermin zwar 10.005,00 € von Ihrer Bank, diese hat aber nur noch eine Kaufkraft von 9.924,96 € - Sie haben Ihr Vermögen also erfolgreich dezimiert.
Welche Alternativen gibt es?
Tagesgeldkonten, Festgeld, Fondsanlagen und ja, auch Lebensversicherungsprodukte bieten ungeahnte Möglichkeiten, ihr hart erspartes Geld in Zukunft zu vermehren.
Die genaue Abwägung von Risikobereitschaft und Anlageziel stehen hier bei der richtigen Wahl allerdings immer im Mittelpunkt.
Machen Sie doch einmal selbst den Vergleich - ein Vermögensberater unterstützt Sie hierbei gerne.