Berg und Wein

Berg und Wein Berg und Wein – seltene Tropfen aus der Steillage neben der Neuenburg

Zur Zeit steht die Färberkamille in leuchtend gelber Blüte. Sie gehört zu den Hundskamillen, ist also mit der echten Kam...
20/06/2020

Zur Zeit steht die Färberkamille in leuchtend gelber Blüte. Sie gehört zu den Hundskamillen, ist also mit der echten Kamille nicht näher verwandt, und kann zum Färben von Stoffen eingesetzt werden. Da sie Kalk liebt und auch in trockenen, nährstoffarmen Böden klarkommt, fühlt sie sich auf dem Weinberg sehr wohl.

Zur Zeit blüht auf dem Weinberg an vielen Stellen der Wiesenbocksbart. Allerdings öffnet er seine hübschen gelben Korbbl...
14/06/2020

Zur Zeit blüht auf dem Weinberg an vielen Stellen der Wiesenbocksbart. Allerdings öffnet er seine hübschen gelben Korbblüten am Vormittag und auch nur bei gutem Wetter. Mit geschlossenen Blütenköpfen ist er eher unauffällig, obwohl die essbare Pflanze bei uns etwa 50 cm hoch wird.
Der reife Fruchtstand ist eine riesige Pusteblume und darf bei der Mahd natürlich stehenbleiben, wenn sie nicht gar zu nah am Weinstock wächst. So hat sich inzwischen eine kleine Bocksbart-Population gebildet. Gekostet habe ich noch nicht (junge Triebe sollen wie Spargel und die tiefen Pfahlwurzeln wie Schwarzwurzeln zubereitet werden), aber vielleicht schaue ich demnächst mal ins Kräuterkochbuch und probiere davon.

Tolle Idee vom   Angermann, jede Woche eins der Pferde vorzustellen. Warum also nicht auch immer mal ein Pflänzchen vom ...
29/05/2020

Tolle Idee vom Angermann, jede Woche eins der Pferde vorzustellen. Warum also nicht auch immer mal ein Pflänzchen vom Weinberg? Passend zum Thema beginnt die gelbe Resede (Reseda lutea) gerade mit der Blüte. Reseda, die Stute aus Graditz, erhielt ihren Namen nach diesem hübschen Blümchen, der einzigen Vertreterin der Gattung Reseda, die in Mitteleuropa vorkommt. Sie ist hier recht häufig, wächst entlang von Bahnanlagen oder Schuttplätzen und hier auf dem Weinberg meist an den Rändern der Terrassen. Reseda lutea wird im Deutschen auch "gelber Wau" genannt, aber seien wir doch mal ehrlich: Das ist doch kein Name für ein Pferd!

Gegen die Wespen habe ich heute die ersten Netze angebracht. Da auch Sonne und Wind durch sie angefangen werden, hab ich...
11/08/2019

Gegen die Wespen habe ich heute die ersten Netze angebracht. Da auch Sonne und Wind durch sie angefangen werden, hab ich nur die am weitesten fortgeschrittenen Reihen eingenetzt und verhülle den Rest erst, wenn die Trauben etwas Farbe und Zucker haben 🍇.

11/08/2019
Der Wein geht nun ins Längenwachstum und muss regelmäßig durch den Drahtrahen gefädelt werden, dait nichts abbricht.
15/06/2019

Der Wein geht nun ins Längenwachstum und muss regelmäßig durch den Drahtrahen gefädelt werden, dait nichts abbricht.

Der Wein ist gut gewachsen und muss nun regelmäßig in Form gebracht werden. Den Riesling habe ich gestern durch die Dräh...
09/06/2019

Der Wein ist gut gewachsen und muss nun regelmäßig in Form gebracht werden. Den Riesling habe ich gestern durch die Drähte gefädelt. Der Wind hat sich darüber köstlich amüsiert und alles wieder umsortiert. Gestern Nacht hatte der starke Sturm schon viel Schaden angerichtet, Bindedrähte durchgerissen und Fruchtruten abgeknickt. Hab daher gefühlt 1km Graditzer Erntebindfaden verbraucht, um die Rebstöcke wieder in die Vertikale zu bringen. Im Bild der windgebeutelte Johanniter.

Der Traminer zeigt schon das meiste Grün und scheint gut durch den Winter gekommen zu sein. Alles ist nun angebunden und...
28/04/2019

Der Traminer zeigt schon das meiste Grün und scheint gut durch den Winter gekommen zu sein. Alles ist nun angebunden und der Rebschnitt ist eingesammelt. Damit der spärliche Regen auch eine Chance hat, in tiefere Bodenschichten vorzudringen, versuche ich nach Kräften, den Bewuchs in den Reihen kurz zu halten.

Weinstöcke mögen es ja sonnig und trocken, aber die andauernde Dürre- und Hitzeperiode zehrt an der Substanz. Eigentlich...
30/06/2018

Weinstöcke mögen es ja sonnig und trocken, aber die andauernde Dürre- und Hitzeperiode zehrt an der Substanz. Eigentlich wollte ich in meiner Urlaubswoche umfangreiche Laubarbeiten durchführen (Entspitzen, Geiztriebe ausbrechen, Traubenzone entblättern), aber das habe ich auf die Zeit nach dem nächsten Regen vertagt. Jeder Quadratzentimeter Schatten ist derzeit hochwillkommen. Trotzdem viel Arbeit: Bewuchs zwischen den Reihen kurz halten und Streuobstwiese vor Überwucherung bewahren. Habe eimerweise Schweiß beim Sensen vergossen (trotzdem nicht akkurat geworden) und bin mit der Astschere den Brombeeren, Wildrosen, Weißdorn und anderem Gebüsch zu Leibe gerückt. Pluspunkt bei diesem Wetter: kein falscher Mehltau. Den "echten Mehltau" schrecke ich in diesem Jahr mit Milch ab, die Australier haben gute Erfolge damit erzielt.

02/04/2018

Wettlauf mit der Warmfront: Die Augen an den Ruten bekommen schon "Wolle" und werden bei dem vielversprechenden Frühlingswetter schnell an Umfang zunehmen. Dann brechen sie sehr leicht ab. Daher stand heute das letzte Rausziehen des geschnittenen Holzes aus den Drahtrahmen auf dem Programm. Beim nächsten Mal wird gebogen und gebunden sowie der Schredder angeworfen.

05/03/2016

Nach dem Rebschnitt steht das binden auf dem Programm. Die verbliebene Rute wird in die Waagerechte gebogen (gaaanz vorsichtig, sonst knackt es) und mit Bindedraht am untersten Draht befestigt. Heute war die erste Riesling-Terrasse dran.

Adresse

Schloßstraße 25
Freyburg
06632

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