25/06/2026
Was bewegt angestellte ArchitektInnen heute wirklich?
Natürlich weiß ich es nicht in Gänze (das wäre vermessen), daher teile ich diese Einblicke, meine Erfahrungen.
In den vergangenen Monaten waren es junge Landschaftsarchitektinnen, die vor der Entscheidung standen: Wage ich den Schritt in die Führungsrolle in meinem Büro? Kann ich das überhaupt, bin ich dafür gemacht? Viele Fragen, die diejenigen in der Regel zwar selbst beantworten können, den Weg zur Antwort aber nicht finden.
Sehr berührt hat mich der Weg einer sehr erfahrenen Architektin, die auf der Suche nach einem Wirkungsfeld war, dass zu ihrem Anspruch, ihren Werten und ihren beruflichen Ambitionen passte.
Immer wieder arbeite ich mit Angestellten aus Architekturbüros oder Landschaftsarchitekturbüros, die an einem Wendepunkt stehen. Sie spüren, dass sie sich verändern wollen, aber eine konkrete Richtung fehlt.
Was mich dann, manchmal nach nur einem halben Tag, begeistert: Mit wie viel Klarheit, neuem Mindset und frischen Ideen angestellte ArchitektInnen aus nur diesem einem intensiven Tag - oder eben sogar nur einem halben Tag - herausgehen.
Gerade dann, wenn das Gefühl da war: „Ich will mich weiterentwickeln, weiß aber gar nicht, wohin die Reise gehen soll.“
Durch unterschiedliche Formate helfe ich ihnen dabei, die Perspektive zu wechseln und die konkreten nächsten Schritte sichtbar zu machen, Optionen aufzuzeigen. Zu beobachten, was danach passiert, ist das Schönste an der Arbeit:
Klarheit in den Entscheidungen: Zu sehen, wie die Last abfällt und Motivation durch Perspektive entsteht.
Mut zur Führung: Wie die junge Angestellte, die plötzlich erkennt: „Ja, ich bin zwar noch jung, aber mein klares Ziel ist eine Führungsposition oder sogar der Einstieg in ein Büro!“ (Stichwort: Nachfolge!).
Die Sinnfrage: Erfahrene ArchitektInnen, die ihr Tun hinterfragen und genau definieren, wie der passende Arbeitsplatz aussehen muss, damit sie ihre PS auf die Straße bringen können.
Am Ende geht es für alle um dasselbe: Die Sinnhaftigkeit des eigenen Tuns und das passende Umfeld, um wirklich gute Arbeit zu leisten.
Menschen ein Stück weit auf diesem Weg zu begleiten, bringt mir unglaublich viel Spaß. Es zeigt mir auch immer wieder, worauf es ankommt:
Oft reicht ein kurzer Impuls von außen, um den inneren Kompass neu auszurichten.
TEXT ist persönlich geschrieben, trotz Gedankenstriche weiter oben, die ja ihre Berechtigung haben.