Seminar für Ur- und Frühgeschichte Archäologie an der Universität Göttingen

Seminar für Ur- und Frühgeschichte Archäologie an der Universität Göttingen Offizielle Facebook-Seite des Seminars für Ur- und Frühgeschichte der Georg-August-Universität Göttingen.

Hier finden Sie aktuelle Informationen zu Forschungsprojekten und Veranstaltungen und erhalten Einblick in das studentische Leben am Seminar.

Das Sommersemester hat begonnen☀️und unsere Reihe der Abendvorträge beginnt ebenfalls wieder.ACHTUNG: Der erste Vortrag ...
04/05/2026

Das Sommersemester hat begonnen☀️und unsere Reihe der Abendvorträge beginnt ebenfalls wieder.
ACHTUNG: Der erste Vortrag findet bereits morgen, am Dienstag statt!

Das Seminar für Ur- und Frühgeschichte war bei der diesjährigen Hugo-Obermaier-Tagung in Ferrara stark vertreten. Lisa H...
13/04/2026

Das Seminar für Ur- und Frühgeschichte war bei der diesjährigen Hugo-Obermaier-Tagung in Ferrara stark vertreten. Lisa Hüsken stellte ihre Masterarbeit über das mesolithische Gräberfeld Groß Fredenwalde vor und Tilman Böckenförde erhielt den Hugo-Obermaier-Förderpreis 2026. Zudem stellten die beiden ein Poster zu den Use-Wear-Analysen am Ocker des Aurignacien-Fundplatzes Friedrichsdorf-Seulberg sowie ein Poster zur Methodik der Datenaufnahme des Dissertationsvorhabens von Tilman Böckenförde zur Mensch-Umwelt-Interaktion im nordeuropäischen Jungpaläolithikum vor. Die diesjährige Exkursion führte zur Grotte di Fumane, einem der bedeutendsten Fundplätze des europäischen Mittel- und Jungpaläolithikums. Sie beeindruckt mit einer 12 m langen Stratigraphie, zahlreichen Funden und Befunden und ermöglicht entscheidende Einblicke in das Leben des Neandertalers und des frühen modernen Menschen.

Bei der Kiel Conference Scales of Social, Environmental & Cultural Change in Past Societies (24.-29.03.2025) hat Dr. Ste...
01/01/2026

Bei der Kiel Conference Scales of Social, Environmental & Cultural Change in Past Societies (24.-29.03.2025) hat Dr. Stefanie Schaefer-Di Maida die Session 04 mit dem Titel „Obsolete (?) Models, Concepts, and Narratives in Archaeology“ organisiert.

Passend zum Jahresrückblick sollte auch dieses Event hier auf Social Media gepostet werden, wenn auch etwas verspätet.

Die Diskussionen in der Session haben eines deutlich gemacht:

Narrative & Stereotype in der Ur- und Frühgeschichte müssen endlich ernst genommen werden.

Besonders heftig war die Debatte um Geschlechterstereotype – und das zeigt: Das Thema ist dringend notwendig, und die Diskussion darf nicht aufhören.

Besonders wichtig: Vermittlung. Wir brauchen diversitätsbewusste Erzählungen – nicht nur in Forschung, sondern auch in der Öffentlichkeit.

Teil der Konferenz war auch die Ausstellung „Archaeo-Sexism Exhibition“ die auf Fälle von Sexismus im Alltag von Archäolog:innen Aufmerksam machte – ein Thema über das schon viel zu lange geschwiegen wird!

Auch in diesem Jahr konnte unser Seminar auf zahlreiche Grabungsprojekte zurückblicken, die wir vor dem Start ins neue J...
31/12/2025

Auch in diesem Jahr konnte unser Seminar auf zahlreiche Grabungsprojekte zurückblicken, die wir vor dem Start ins neue Jahr gemeinsam R***e passieren lassen möchten.

Bereits ab März fanden – gefördert durch die Gerda-Henkel-Stiftung – umweltarchäologische Forschungen im Hainholz bei Düna statt. Ziel war es, die Nutzung des Gebiets in der vorrömischen Eisenzeit besser zu verstehen. Studierende führten geomagnetische Untersuchungen in den Siedlungsbereichen durch und entnahmen aus dem Pferdeteich ein Pollenprofil, das Einblicke in die damalige Waldnutzung erlaubte.

Ebenfalls im März wurde in Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege (NLD) der Grabungsschnitt an der eisenzeitlichen Wallanlage in Rinteln (Lkr. Schaumburg) erneut geöffnet und erfolgreich weiter untersucht.

Anfang des Jahres fanden zudem geophysikalische Messungen an der Pfalz Grona in Göttingen statt. Ziel war es, verborgene Befestigungen, Gebäude und Grabenstrukturen der heute kaum noch sichtbaren Burganlage zu lokalisieren.

Im Juni wurde im niedersächsischen Nordharzvorland gemeinsam mit der Kreisarchäologie Helmstedt und dem NLD ein vollständiges Gräberfeld der Aunjetitzer Kultur untersucht. Acht Gräber mit jeweils einem Beigefäß konnten freigelegt werden – eine Besonderheit für Niedersachsen.

Eine weitere Grabungskampagne wurde auf Sizilien angeboten, an der eine kleine Gruppe von Studierenden im Sommer teilnehmen durfte.

Auch im Tollensetal, einem wahrscheinlichen bronzezeitlichen Schlachtfeld, wurde erneut geforscht, mit Fokus auf mögliche Überreste einer Brücke.

Im September fand eine Lehrgrabung bei Mahlerten (Lkr. Hildesheim) statt, bei der ein Grubenhaus aus der Zeit um Christi Geburt freigelegt wurde.

Im dritten Jahr des DFG-Projekts „Siedlungsumfeld Seddin“ konnten erneut spätbronzezeitliche Hausgrundrisse und zahlreiche weitere Befunde in Zusammenarbeit mit dem Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege entdeckt werden, wodurch sich die bekannte Siedlungsausdehnung auf über einen Kilometer vergrößerte.

Wir wünschen allen einen guten Start ins neue Jahr und hoffen, dass auch 2026 viele neue Grabungserinnerungen bereithält.

Am Freitag, dem 28. November 2025, fand in Münster die 8. Norddeutsche Steinzeitrunde statt. Am Nachmittag präsentierte ...
01/12/2025

Am Freitag, dem 28. November 2025, fand in Münster die 8. Norddeutsche Steinzeitrunde statt. Am Nachmittag präsentierte unser wissenschaftlicher Mitarbeiter Leon Dierkes dort die Ergebnisse seiner kürzlich abgeschlossenen Masterarbeit in einem Vortrag mit dem Titel „Wie man gebettet wird… Bestattungen des Endneolithikums und der Frühbronzezeit im nordwestlichen Brandenburg“.

Die Bestattungen des Endneolithikums und der Frühbronzezeit (2.850–1.500 v. Chr.) im nordwestlichen Brandenburg waren bislang nur unzureichend erforscht. In seiner Arbeit analysierte er insgesamt 61 Befunde, von denen einige bereits seit über 125 Jahren bekannt sind, während andere erst vor kurzem ausgegraben wurden. Der Großteil dieser Bestattungen lässt sich der Schnurkeramikkultur und der Aunjetitzer Kultur zuordnen; einzelne Befunde gehören zudem zur Schönfelder Kultur und zur Glockenbecherkultur.

Die Auswertung zeigt deutliche Kontinuitäten sowie vielfältige Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen archäologischen Kulturerscheinungen. Dadurch liefert die Arbeit wertvolle neue Einblicke in die komplexen Befundzusammenhänge am Übergang vom 3. zum 2. Jahrtausend v. Chr.

Im gestrigen Vortrag beleuchtete Prof. Dr. Joseph Maran die Kulturkontakte zwischen dem griechischen Festland und dem ös...
12/11/2025

Im gestrigen Vortrag beleuchtete Prof. Dr. Joseph Maran die Kulturkontakte zwischen dem griechischen Festland und dem östlichen Mittelmeerraum zwischen 2500 und 2200 v. Chr.
Anhand verschiedener Innovationen und ihrer Verbreitung zeigte er, wie sich frühhelladische Handelsrouten rekonstruieren lassen.
Die in zeitgleichen Darstellungen überlieferten gepaddelten Langboote waren sehr wahrscheinlich, aufgrund des fehlenden Segels, nicht hochseetauglich. Aus diesem Grund ist die Forschung der letzten Jahrzehnte von Handelsrouten ausgegangen, die über Anatolien führen.
Mithilfe von archäologischen Befunden wie Korridorhäusern (z. B. das „House of the Tiles“ in Lerna), Rollerstempeldekorationen und administrativen Siegeln verdeutlichte Maran den Einfluss vorderorientalischer Verwaltungssysteme in der Ägäis. Da entsprechende Funde in Zentralanatolien weitgehend fehlen, dürfte der Austausch nicht über ländliche Handelswege erfolgt sein.
Gefäße aus Rivari, Eretria und Lefkandi mit Darstellungen mastgeführter Boote weisen schließlich doch auf seegängige Schiffe hin und damit auf das Bestehen maritimer Handelsverbindungen.

Wir bedanken uns für diesen spannenden und informativen Vortrag!

Das Wintersemester ❄️ hat begonnen und unsere Reihe der Abendvorträge kehrt zurück! Wir haben für euch wieder ein abwech...
10/11/2025

Das Wintersemester ❄️ hat begonnen und unsere Reihe der Abendvorträge kehrt zurück! Wir haben für euch wieder ein abwechslungsreiches und spannendes Programm zusammengestellt 🤩

ACHTUNG: Der erste Vortrag findet bereits morgen, am Dienstag, statt!

Seid dabei, wenn wir in die neue Vortragsreihe starten.
Danach erwarten euch über das Semester verteilt weitere interessante Themen. Achtet auf unsere Ankündigungen, um keinen Vortrag zu verpassen!
Die Teilnahme: Wie immer in Präsenz oder ganz einfach per Zoom 💻
Den Zoom-Link 🔗 und alle Details zu den Vorträgen findet ihr:
1. Auf unserer Website
2. Am Tag der Veranstaltung in unserer Story 📲
Wir freuen uns auf einen spannenden Start morgen und wünschen euch viel Spaß bei der Teilnahme! 👋


Die Grabungsarbeiten in Seddin neigen sich dem Ende zu. Am gestrigen Abend, den 27.10.2025, hielt Dr. Immo Heske einen V...
28/10/2025

Die Grabungsarbeiten in Seddin neigen sich dem Ende zu. Am gestrigen Abend, den 27.10.2025, hielt Dr. Immo Heske einen Vortrag in Perleberg, der die aktuellsten Grabungsergebnisse thematisierte.
Mit etwa 115 Zuhörern war die Aula des Perleberger Gymnasiums vollständig gefüllt.

Woche drei in Seddin ist angebrochen. Inzwischen sind über 2000 Quadratmeter der Fläche aufgebaggert,
15/10/2025

Woche drei in Seddin ist angebrochen. Inzwischen sind über 2000 Quadratmeter der Fläche aufgebaggert,

Seit dieser Woche findet erneut eine Lehr- und Forschungsgrabung in Seddin, Lkr. Prignitz statt. In den kommenden fünf W...
01/10/2025

Seit dieser Woche findet erneut eine Lehr- und Forschungsgrabung in Seddin, Lkr. Prignitz statt. In den kommenden fünf Wochen ist geplant, gemeinsam mit dem BLDAM über Suchschnitte weitere Siedlungsstrukturen am Königsgrab freizulegen. Neben unseren Studierenden aus Göttingen sind auch Studieren anderer Universitäten dabei.

Adresse

Seminar Für Ur/und Frühgeschichte Nikolausberger Weg 15
Göttingen
37073

Öffnungszeiten

Montag 08:00 - 18:00
Dienstag 08:00 - 18:00
Mittwoch 08:00 - 18:00
Donnerstag 08:00 - 18:00
Freitag 08:00 - 18:00

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