17/06/2026
In der vergangenen Woche hatten wir euch hier von einem Damenportrait aus einem Brandschaden berichtet, bei dem das schadstoffbelastete Löschwasser schwere Schäden angerichtet hatte. Heute also der versprochene zweite Teil: das Herrenportrait.
Während sich die Schäden bei dem Damenportrait aus dem 18. Jahrhundert vor allem auf eine Bildhälfte beschränkt haben, ist es für das Pendant leider weniger glimpflich abgelaufen. Das Löschwasser ist über die gesamte Gemäldeoberfläche gelaufen und hat weite Teile der Malschicht angelöst und abgewaschen. Nach dem Regenerieren des milchig gewordenen Firnisses, hat sich erst gezeigt wie groß der Schaden ist. Das große Glück: die Darstellung des Gesichts hat mit am wenigsten Schaden genommen und somit ist das Wichtigste – nämlich der Ausdruck des Dargestellten – erhalten geblieben. Für die Kleider und den Hintergrund hat sich unsere Gemälderestauratorin anhand eines Fotos nach und nach mit viel Geduld an das ursprüngliche Erscheinungsbild des Portraits herangetastet, so dass die beiden Gemälde nun fast wie vor der Katastrophe wieder vereint nebeneinanderstehen können.