16/07/2026
"Wir haben uns damals für das falsche System entschieden."
Diesen Satz hören wir öfter. Fast nie, weil die Technik schlecht ist. Meistens, liegt es daran, dass ganze Dimensionen nicht miteinbezogen wurden in die Betrachtung.
Ein Shopsystem wählt man nicht wie ein Werkzeug, sondern wie ein Fundament. Und beim Fundament schaut man am besten nicht nur, ob es heute trägt. Mindestens genauso wichtig ist, ob es auch zukünftige Ausbaustufen mittragen kann.
Unsere Evaluierungs-Checkliste bringt die vier Dimensionen zusammen, die sonst meist getrennt betrachtet werden, wenn sie denn beachtet werden.
1️⃣ Organisationsfit
Passt das System zu uns und unserer Arbeitsweise? Haben wir die Skills und Power im Team, oder Partner im DACH-Raum? Und die ehrliche Frage: Wie viel Ownership will und kann ich eigentlich selbst tragen, wo begebe ich mich bewusst in Abhängigkeit?
2️⃣ Kosten/Nutzen
Rechnet es sich, echt? Nicht Lizenz gegen Bauchgefühl, sondern gegen GMV, Implementierung, laufende Entwicklung, Pflicht-Add-ons. Die volle Rechnung - Total Cost of Ownership, nicht der Angebotspreis. (Psst, falls ihr mit TCO nicht anzufangen wisst, Sabine Götz erklärt es euch gern ;) )
3️⃣ Anforderungen heute und morgen
Trägt es heute und auch in drei bis fünf Jahren? Neue Märkte, B2B, Volumen, Konfigurationsprodukte. Und investiert der Hersteller in meine Wachstumsrichtung, nicht nur in seine?
4️⃣ Abhängigkeiten
Wie sehr bindet es mich? Offenes Ökosystem oder proprietäre Extensions, wem gehören die Daten, was kostet der Ausstieg, wie fügt es sich ins bestehende System-Geflecht?
Der eigentliche Prüfstein steckt in keiner dieser vier für sich. Er ist die Summe: eine Entscheidung für ein Fundament, das auch übermorgen noch trägt.
Falls ihr euch gerade in dieser Phase befindet, könnt ihr unsere Checkliste nutzen, um alle Dimensionen vorher auf dem Schirm zu haben, damit ihr im besten Falle hinterher nicht sagen müsst: "Wir haben uns damals für das falsche System entschieden."
Hier geht's zur Checkliste: https://bit.ly/3SZ6H9T