09/02/2022
Die Chipkrise in Coronazeiten betrifft nun, im Februar 2022, auch große Druckerhersteller: Canon fehlen inzwischen die Chips für zahlreiche Tonerkartuschen, so dass der Druckerhersteller gezwungen ist, seine Originalkartuschen ohne Chips auszuliefern. Das führt dazu, dass die Canon-Drucker sich beschweren, dass der eingelegte Toner keine Originalkartusche sei - ein Verhalten, das Hersteller kompatibler Kartuschen zur Genüge kennen. Canon rät - wie die kompatiblen Hersteller - seinen Kunden, die Meldung einfach zu ignorieren und normal weiterzudrucken, obwohl die Füllstandsanzeige dann nicht funktioniert.
Die Geister die ich rief....
Mit den Chips versuchen die Hersteller via DRM (Digital Rights Management) die Kunden dazu zu bringen, Originalware zu kaufen. Laut EU-Richtlinie dürfen die Druckerhersteller den Einsatz kompatibler Patronen nicht technisch unterbinden. Also versuchen Sie, mittels Chips und deren Prüfung bei den Kunden größtmögliche Zweifel und Unsicherheit zu schüren, ob die Patrone wirklich im Drucker funktioniert. Dies rächt sich jetzt für Canon, deren Herstellerkartuschen sich nun ohne Chip im Drucker genauso verhalten wie die kompatibler Hersteller ohne Chip.