Lectorare

Lectorare Text verbindet. Menschen und Marken. Ideen und Interessen.

Mit den möglichen Mitteln genau die Zielleserschaft zu erreichen und Botschaften überzeugend zu vermitteln, ist Aufgabe gelingender Kommunikation. Als professioneller Dienstleister für Korrektorat und Lektorat optimieren wir Schriftstücke hauptsächlich der Unternehmenskommunikation im Auftrag unserer deutschlandweiten institutionellen und privaten Kunden, meist Agenturen. Die Servicepalette umfass

t die Arbeit an Broschüren, Zeitschriften, Handbüchern sowie Quartals- und Geschäftsberichten in den Sprachen Deutsch und Englisch. Schwerpunkte sind die Themen Wirtschaft und Finanzen, Unternehmenskommunikation, Magazine und Zeitschriften.

04/06/2026

Für mich haben Bücher drei Leben.

Das erste ist ihr Inhalt. Die Geschichte, die in ihnen steht und die Träume, die auf ihren Seiten gebannt wurden.

Das zweite beginnt, wenn wir sie lesen. Wenn uns ein Satz plötzlich mitten ins Herz trifft. Wenn ein Buch uns verändert, begleitet oder still durch dunkle Tage trägt.

Aber dazwischen gibt es noch ein drittes Leben. Das stille Leben eines einzelnen Exemplars.
Die Menschen, denen es einmal gehört hat.
Die Namen auf dem Vorsatzblatt.
Ein vergessenes Zugticket zwischen den Seiten.
Ein Kaffeefleck.
Eine hastige Unterstreichung auf Seite 47.
Vielleicht eine kleine Notiz in verblasster Tinte.

Und manchmal denke ich, dass genau das Bücher so besonders macht:
Dass sie nicht nur Geschichten erzählen.
Sondern selbst welche in sich tragen.

04/06/2026

Welchen ersten Satz eines Romans findet ihr ikonisch?

Franz Kafkas Erzählung „Die Verwandlung“ entstand 1912 und wurde 1915 erstmals veröffentlicht. Im Mittelpunkt steht Gregor Samsa, der eines Morgens aufwacht und feststellt, dass er sich in ein ungeheures Ungeziefer verwandelt hat. Die Ursache dieser Verwandlung bleibt ungeklärt. Stattdessen konzentriert sich Kafka in der Erzählung auf die Auswirkungen auf Gregor und seine Familie. In seinen Werken thematisiert Kafka häufig innerfamiliäre Konflikte.

„Die Verwandlung“ zählt zu den bedeutendsten Werken der modernen Literatur. Die Erzählung behandelt Themen wie Entfremdung, Isolation und Identitätsverlust und gilt bis heute als ein Schlüsselwerk der literarischen Moderne.

Kafka verstarb am 3. Juni 1924 im Alter von 40 Jahren.

15/05/2026

Welches ist euer Lieblingswerk von Max Frisch?

Werke wie „Andorra“ oder „Homo Faber“ machten den schweizer Schrifsteller Max Frisch international bekannt. Er gehört zu den wichtigsten Autoren des 20. Jahrhunderts und verfasste eine Vielzahl an Werken, darunter Romane, Erzählungen, Theaterstücke, Prosatexte und Gedichte sowie literarische Tagebücher.

Seine Werke sind oftmals stark existenzialistisch und autobiografisch geprägt, es geht um Themen wie Identitätssuche, Freiheit und Selbstbestimmung. So reiste Max Frisch, ähnlich wie seine Romanfiguren viel durch die Welt und zog oft um, allein in Zürich etwa 14 Mal. Auch seine meist deutlich jüngeren Partnerinnen wechselte er häufig, viele Erlebnisse aus den Beziehungen verwendete er ohne die Frauen nach Erlaubnis zu fragen für seine Werke. Frischs wohl bekannteste Beziehung war die zur Schriftstellerin Ingeborg Bachmann.

Heute vor 115 Jahren, am 15. Mai 1911, wurde Max Frisch in Zürich geboren.

13/05/2026

Warum lesen wir heute noch die Klassiker? Natürlich, ich lese auch gerne moderne Romane. Manche davon sind wunderbar geschrieben und ein Genuss. Aber bei den großen Klassikern spürt man oft etwas anderes.

Diese Bücher wurden nicht deshalb zu Klassikern, weil irgendwann jemand beschlossen hat, sie in Schulen zu lesen oder immer wieder aufzulegen.
Sondern weil sie über Generationen hinweg Menschen berührt haben. Weil sie etwas so klar und menschlich ausdrücken, dass ihre Worte auch nach hundert oder zweihundert Jahren noch lebendig wirken.

Vielleicht ist genau das die eigentliche Kunst großer Literatur:
Dass sie Dinge ausspricht, die Menschen seit Jahrhunderten fühlen, aber nur selten so klar in Worte fassen können.

Ich merke das gerade wieder bei »Anna Karenina«. Manche Sätze wirken, als wären sie erst gestern geschrieben worden. Und gleichzeitig tragen sie etwas in sich, das weit über unsere eigene Zeit hinausreicht.

Ruben Philipp Wickenhäuser (uhusnest.de) widerlegt die Kernargumente der Genderbefürworter.https://www.youtube.com/watch...
16/04/2026

Ruben Philipp Wickenhäuser (uhusnest.de) widerlegt die Kernargumente der Genderbefürworter.

https://www.youtube.com/watch?v=rJXaYX9EL3g

„Es gibt keinen Genderzwang“ – falsch, den gab und gibt es sehr wohl.
„Es gibt ein generisches Maskulinum“ – falsch, genau gesehen gibt es kein generisches Maskulinum.

18 likes, 15 comments. "Kernargumente der Gendersprache widerlegt mit Reichinneks 2-Minuten-Rede"

𝗔𝘂𝘀𝘀𝘁𝗲𝗹𝗹𝘂𝗻𝗴 „𝗔𝗺 𝗴𝗿𝗼ß𝗲𝗻 𝗦𝘁𝗿𝗼𝗺“ 𝗶𝗻 𝗦𝗰𝗵𝗹𝗼𝘀𝘀 𝗕𝗹𝘂𝘁𝗲𝗻𝗯𝘂𝗿𝗴 🖼️Flüsse sind die Lebensadern unserer Erde: Sie spenden Wasser für M...
13/04/2026

𝗔𝘂𝘀𝘀𝘁𝗲𝗹𝗹𝘂𝗻𝗴 „𝗔𝗺 𝗴𝗿𝗼ß𝗲𝗻 𝗦𝘁𝗿𝗼𝗺“ 𝗶𝗻 𝗦𝗰𝗵𝗹𝗼𝘀𝘀 𝗕𝗹𝘂𝘁𝗲𝗻𝗯𝘂𝗿𝗴 🖼️

Flüsse sind die Lebensadern unserer Erde: Sie spenden Wasser für Mensch, Tier und Pflanze, machen Land fruchtbar und haben seit jeher Städte und Kulturen entstehen lassen. Sie verbinden Regionen und Menschen, dienen als Transportwege und Grenzen zugleich und prägen Landschaften auf einzigartige Weise.

In der Literatur ist der Fluss ein universelles Motiv, das weit mehr als nur Wasser bedeutet: Er steht für den Lauf des Lebens, für Reise, Veränderung und die unaufhaltsame Zeit.

Von antiken Mythen über romantische Dichtung bis hin zu modernen Romanen wird der Fluss als Metapher für Grenzüberschreitung, Abenteuer, Reinigung oder auch Gefahr verwendet – man denke nur an den Nil, den Mississippi oder die Donau in unzähligen Geschichten. Flüsse spiegeln innere Entwicklungen der Figuren wider, trennen Welten oder führen zu neuen Ufern – ein Motiv, das in fast allen Kulturen tief verwurzelt ist.

Die Ausstellung „Am großen Strom“ in der Internationalen Jugendbibliothek zeigt auf wunderbare Weise, wie das Fluss-Motiv Kinder und Jugendliche weltweit in Bilderbüchern inspiriert – von Lebensader über Abenteuer bis hin zu Umweltthemen.
Sie versammelt aktuelle, hochwertige Bilderbücher aus vielen Ländern und macht sichtbar, wie unterschiedlich und zugleich universell Künstler das Thema interpretieren: mal poetisch, mal abenteuerlich, mal nachdenklich.

Durch die internationale Perspektive fördert die Schau genau das, wofür die IJB steht: Verständigung und Staunen über kulturelle Vielfalt – und das in der märchenhaften Atmosphäre von Schloss Blutenburg.



Weitere Informationen:
https://www.ijb.de/ausstellungen/single/am-grossen-strom

Wer sich für Literatur und frühmittelalterliche Geschichte interessiert, stößt unweigerlich auf „Beowulf“. Was macht das...
11/04/2026

Wer sich für Literatur und frühmittelalterliche Geschichte interessiert, stößt unweigerlich auf „Beowulf“. Was macht das Epos so interessant?

„Beowulf“ ist ein Fenster in das frühe Mittelalter, das zugleich roh, poetisch und tief menschlich wirkt. Als eines der ältesten erhaltenen Werke der altenglischen (angelsächsischen) Literatur verbindet es germanisch-heidnische Heldentraditionen mit christlichen Einflüssen auf eine Weise, die bis heute nachhallt.

Das Epos umfasst rund 3182 Verse in Stabreim und ist in nur einem Manuskript aus dem späten 10. oder frühen 11. Jahrhundert überliefert (heute in der British Library). Die Handlung spielt jedoch im 6. Jahrhundert in Skandinavien (Dänemark und Schweden bei den Geaten), also in der Völkerwanderungszeit – lange vor der vollständigen Christianisierung Englands. Der unbekannte Dichter (vermutlich ein christlicher Mönch oder Gelehrter) erzählt von Beowulf, einem heldenhaften Krieger der Geaten/Gauten, der drei epische Kämpfe besteht.

Die Geschichte beginnt in medias res, ist voller Abschweifungen zu anderen Sagen und Genealogien und nutzt eine dichte, bildreiche Sprache mit Kenningar (Umschreibungen wie „Walstraße“ für das Meer).

Warum es besonders für Fans des frühen Mittelalters so spannend ist:
• Der Heldenkodex: Beowulf verkörpert die germanischen Tugenden von Ehre, Mut, Treue zur Gefolgschaft (comitatus) und Ruhm (lof). Es geht nicht primär um Romantik oder innere Konflikte wie in späteren Ritterepen, sondern um physische Stärke, Großzügigkeit des Königs (der „Ringspender“) und die unausweichliche Wyrd – das Schicksal, das alle ereilt. Das fühlt sich authentisch „frühmittelalterlich“ an: eine Welt aus Hallen, Fehden, Schätzen und Monstern.
• Pagan-christliche Spannung: Das Werk mischt heidnische Elemente (Drachen, Rache, Schicksalsglaube) mit christlichen Überlagerungen (Grendel als Nachkomme Kains, Beowulf als fast altruistischer Kämpfer gegen das Böse). Das macht es zu einem Zeugnis des kulturellen Übergangs nach der Christianisierung der Angelsachsen. Es ist kein reines Heidenepos mehr, aber auch kein rein christliches.
• Literarische Meisterschaft: Trotz der archaischen Form ist die Dichtung hochkomplex – mit elegischem Unterton (viele Vorahnungen von Untergang und Vergänglichkeit). J.R.R. Tolkien hat in seinem berühmten Essay „Beowulf: The Monsters and the Critics“ (1936) argumentiert, dass die Monster nicht bloß Folklore sind, sondern das zentrale Thema: der Kampf des Menschen gegen das Chaos und die Dunkelheit. Für Tolkien war es sogar eine Art „elegisches Epos“ über das Schicksal der Menschheit.

Es ist kein „Nationalepos“ im strengen Sinn wie das Nibelungenlied (das später und kontinentalgermanisch ist), aber es gilt als Grundstein der englischen Literatur und hat immense Einflüsse auf die Fantasy: Tolkiens Rohirrim und Teile von Mittelerde sind stark davon inspiriert, ebenso viele moderne Monster- und Heldengeschichten.

Was mir so gut gefällt: Beowulf ist kein glatter „Superheld“. Er ist übermenschlich stark, aber sterblich, und am Ende siegt das Schicksal. Das Epos strahlt eine melancholische Größe aus – die Halle Heorot wird gefeiert, aber man spürt, dass alles vergeht (wie die vielen Anspielungen auf vergangene Königreiche). Gleichzeitig ist es actionreich und bildgewaltig: die Kämpfe sind brutal und lebendig geschildert, fast wie in einem mittelalterlichen „Action-Film“ mit poetischem Tiefgang.

Aus literarischer Sicht bietet es nicht nur gute Unterhaltung, sondern auch Einblicke in die orale Tradition, die Kriegergesellschaft und den kulturellen Wandel. Es fühlt sich an wie ein Relikt aus einer raueren, direkteren Welt – fern von höfischer Minne oder späterer Scholastik. Moderne deutsche Übertragungen sind gut verständlich und ahmen den Stabreim nach (z. B. von Helmut Brackert oder ältere von Paul Vogt).

https://www.youtube.com/watch?v=b8aOBYi1z7k

Ob hässliche Monster oder grausige Drachen - für den nordgermanischen Krieger Beowulf ist kein Ungeheuer schrecklich genug. Den Kampf gegen Monster aufzunehm...

15/02/2026

Was verbindet ihr mit dem Dichter Gotthold Ephraim Lessing?

Sein Drama „Nathan der Weise“ aus dem Jahr 1779 zählt zu den zentralen Werken der Aufklärung. Es handelt von Nathan, einem weisen jüdischen Kaufmann, der durch seine Toleranz und Klugheit Konflikte zwischen den verschiedenen Religionen Judentum, Christentum und Islam zu lösen versucht.

Kernstück des Dramas ist die berühmte „Ringparabel“, die als Plädoyer für Gleichwertigkeit und gegenseitige Achtung der Religionen interpretiert wird. Lessing schrieb das Werk in einer Zeit, in der religiöse Intoleranz und Dogmatismus weit verbreitet waren.

Lessing verstarb vor 245 Jahren, am 15. Februar 1781, im Alter von 52 Jahren.

14/02/2026

📖 Wäre natürlich schade für uns bei Quarks – aber für deine Gesundheit wär’s schon besser, wenn du jetzt einen Roman lesen würdest. 😉

Fehler bereichern unser Leben 🤓Ob man sich den Fuß an der Tür stößt oder das Glas zu voll füllt: Daraus lernt man. Kurz ...
14/02/2026

Fehler bereichern unser Leben 🤓

Ob man sich den Fuß an der Tür stößt oder das Glas zu voll füllt: Daraus lernt man. Kurz gesagt: Fehler haben auch eine gute Seite – als Erfahrungs- und Erkenntnisgewinn. 💡

Aber noch etwas anderes kommt hinzu: Frei nach Verona Pooth („Da werden Sie geholfen“) haben Fehler im Marketing einen echten Merk-Effekt. Eine Politikerin, die gleichermaßen für die CSU und die FDP kandidiert? Blumen(,) die wie eine Katze mehrere Leben haben? Text macht’s möglich. Ob bewusst oder unbewusst – solche Stolpersteine bleiben hängen und sorgen dafür, dass wir später noch drüber sprechen. Darauf einen Expresso! ☕

Vielen Dank an Dr. Baumgärtner · Unternehmensberatung für Kommunikation (Bild 2) und Anne Malburg (Bild 3). 🙏

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Grünwald
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