12/10/2026
„Jemand hat mein Portemonnaie gestohlen!“ 👛🚨
Ein Moment, der Angehörigen und Pflegenden oft das Herz schwer macht: Plötzlich stehen Beschuldigungen im Raum, Gegenstände seien entwendet worden, oder es soll die Polizei gerufen werden.
Warum wir oft falsch reagieren:
Aus dem eigenen Impuls heraus wollen wir die Situation sofort aufklären: „Hör auf, so einen Blödsinn zu erzählen! Das hast du bestimmt nur verlegt!“
Was das beim Betroffenen auslöst:
Für Menschen mit Demenz ist der Verlust real. Wird ihre Wahrnehmung abgestritten, entstehen Wut, Kränkung und tiefes Misstrauen. Sie fühlen sich mit ihrer Angst unverstanden und allein gelassen.
Der bessere Weg (Gefühlskarussell 3/8):
Beschuldigungen entstehen fast immer aus der Angst vor Kontrollverlust. Nimm die Sorge ernst, ohne die Beschuldigung direkt zu bestätigen oder zu entkräften!
👉 „Oh je, das ist wirklich beunruhigend, dass du dein Portemonnaie nicht findest. Aber wir brauchen nicht gleich die Polizei rufen. Lass uns mal gemeinsam suchen – wir finden es schon!“
Durch das gemeinsame Suchen fühlt sich die Person ernst genommen, beruhigt sich und gewinnt das Gefühl von Sicherheit zurück. ❤️
💬 Kennst du solche Momente aus deinem Alltag? Wie gehst du bisher damit um, wenn Gegenstände verlegt wurden? Schreib es uns in die Kommentare!
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