19/01/2023
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Über 50.000 Beschäftigte in der Forst-, Holz- und Papierwirtschaft in RLP 👍
Unsere Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft (FAWF) hat eine neue Studie zur Forst-, Holz- und Papierwirtschaft in Rheinland-Pfalz veröffentlicht. Diese zeigt die hohe volkswirtschaftliche Bedeutung der Nutzung des Rohstoffs Holz für das Land Rheinland-Pfalz. Auf Basis veröffentlichter wissenschaftlicher Studien und amtlicher Statistiken weist die Studie für 2019 nach, dass in den fast 7.500 Unternehmen der Branche nahezu 54.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte einen Umsatz von über zehn Milliarden Euro und eine Wertschöpfung von mehr als drei Milliarden Euro erwirtschaftet haben. Die rheinland-pfälzische Forst-, Holz und Papierwirtschaft nimmt damit im produzierenden Gewerbe eine führende Stellung hinsichtlich der Beschäftigung ein und rangiert hinsichtlich der Umsatzleistung nach der Herstellung chemischer Erzeugnisse auf Platz 2 im Land.
Die Ergebnisse bestätigen zugleich die Befunde der Vorgängerstudie, die die Verhältnisse zum Stichjahr 2013 beleuchtet hatte: Die Branche bleibt eines der volkswirtschaftlichen Schwergewichte in Rheinland-Pfalz, wobei sie im Vergleich zu den meisten umliegenden deutschen Bundesländern ihren Umsatzanteil am verarbeitenden Gewerbe steigern konnte. Innerhalb des Sektors haben sich seither Verschiebungen ergeben. So hat die sogenannte Holzbaukette die Papierwarenkette als wichtigsten Wertschöpfungstreiber abgelöst: Der Holzbau wuchs den Umsätzen nach fast doppelt so schnell wie der Rest des Baugewerbes. In dieser Hinsicht nimmt das rheinland-pfälzische Holzbaugewerbe unter den umliegenden Bundesländern eine Sonderstellung ein und stellt einen Motor für das Baugewerbe insgesamt dar.
„Die Ergebnisse der Studie zeigen eine erfreuliche Entwicklung auf – und das nicht allein in ökonomischer Hinsicht, sondern auch mit Blick auf die damit verbundenen ökologischen Aspekte“, sagte Forst- und Klimaschutzministerin Eder zur Veröffentlichung der Studie. „Wir setzen auf das umweltfreundliche und nachhaltige Holz aus unseren Wäldern als künftiges Fundament vieler Wertschöpfungsketten, die bislang noch auf dem Verbrauch endlicher Ressourcen basieren.“ Hier spiele gerade der Holzbau eine zentrale Rolle, sei doch der Baubereich weltweit für rund 40 Prozent der Treibhausgasemissionen, den Abbau, Transport und Verbrauch zahlreicher nicht erneuerbarer Rohstoffe und ein hohes Aufkommen bislang nicht recyclebarer Stoffe verantwortlich. Holz habe hingegen das Potential, energieaufwändig produzierte Baustoffe, wie etwa Stahl, Ziegel oder Beton zu ersetzen und könne zudem den im Zuge seines Wachstums aufgenommenen Kohlenstoff über lange Zeit binden.
Hier geht's zur Studie: https://klimabuendnis-bauen.rlp.de/de/news-weiterbildung/publikationen/
(Foto: Landesforsten.RLP.de / Jonathan Fieber)