12/04/2026
Die hohen Spritpreise setzen vielen Berufsgruppen in Deutschland zu, besonders denen, die auf ihr Fahrzeug angewiesen sind – wie Lkw-Fahrer, Taxiunternehmer und Handwerker. Eine der betroffenen Lkw-Fahrerinnen ist Christina Scheib (40) aus Miesbach. Ihr MAN-Lkw kostet sie monatlich rund 3.800 Euro, aber die Spritpreise machen ihren Betrieb immer unrentabler. „Fast 50 Cent mehr pro Liter kann ich nicht auffangen. Derzeit zahle ich pro Tankfüllung mindestens 200 Euro mehr“, sagt sie. Sie kann die höheren Kosten nicht an ihre Kunden weitergeben. „Ich fahre derzeit umsonst“, erklärt sie und fügt hinzu: „Die Spritpreise machen uns kaputt!“
Auch andere Branchen kämpfen. Dirk Engelhardt, Chef des Logistikverbands, warnt, dass bis zu 100.000 Arbeitsplätze im Transportsektor bedroht sind. Auch Taxiunternehmer wie Michael Much aus Bad Tölz haben es schwer. Seine monatlichen Spritkosten sind von 6.000 auf mehr als 9.000 Euro gestiegen. „Das war früher mein Gewinn. Der ist jetzt komplett weg“, sagt er.
Viele Unternehmer fordern von der Bundesregierung eine Entlastung, etwa durch die Aussetzung der CO₂-Steuer, um die wirtschaftliche Lage zu stabilisieren.
Quelle: BILD