30/08/2026
Restmagnetismus, im Fachjargon Remanenz genannt, stellt bei Elektromagneten meist einen unerwünschten Nebeneffekt dar. (Haftrelais bzw. Remanenzrelais freilich ausgenommen).
Probleme können entstehen, wenn das vorher anliegende Magnetfeld in den ferromagnetischen Konstruktionsmaterialien auch nach dessen Abschalten eine kleine Restmagnetisierung zurücklässt.
Diese ist - ins Verhältnis mit dem regulären Magnetfeld im bestromten Zustand gesetzt - relativ gering. In manchen Fällen reicht das dennoch für Ungemach aus. So beispielsweise dann, wenn Remanenzeffekte bei der Konstruktion der Elektromagnete nicht ausreichend berücksichtigt wurden. Auch zu große Fertigungstoleranzen oder gar in der Produktion "vergessene" Zwischenlagen zur Sicherung des erforderlichen Restluftspalts sind gefährliche Fehlerquellen.
Denn bei annähernd planparallelen Flächen kann auch ein geringer Restmagnetismus ausreichen, um ein Abfallen des Ankers oder - bei Haftmagneten - das zuverlässige Loslassen der Gegenplatte zu verhindern.
Erfahrene Hersteller wie RED Magnetics begegnen dem unerwünschten "Kleben" des Ankers oder Stößels bereits im Vorfeld durch geeignete konstruktive Maßnahmen. Mittels Kontrollmessungen der Remanenz sowie zerstörungsfreier, hochauflösender Röntgenprüftechnik, überwachen wir regelmäßig Materialqualität, Bauteil-Geometrie und die vorgesehenen Luftspalte bzw. Trennlagen.