20/08/2026
Hamburg, 10. September 2026:
Anlässlich des Welttages der Suizidprävention lädt das HAMBURGER Netzwerk für Suizidprävention am Donnerstag, den 10. September 2026, von 14 bis 17 Uhr auf den Hamburger Rathausmarkt ein. Unter dem diesjährigen Motto „Deine Geschichte ist nicht zu Ende“ soll die Veranstaltung ein sichtbares Zeichen für Suizidprävention, gegen die Tabuisierung von Suizidalität und für mehr Offenheit im Umgang mit seelischen Krisen setzen.
Im Mittelpunkt der öffentlichen Aktion stehen 202 Stühle. Jeder einzelne Stuhl steht symbolisch für einen Menschen, der im Jahr 2024 (letzte Erhebung, Tendenz steigend (...)) in Hamburg durch Suizid gestorben ist. Die Installation macht die Zahl von 202 Menschen sichtbar und gibt den Verstorbenen einen Platz mitten in der Stadt.
„Hinter jeder Zahl steht ein Mensch, eine Geschichte und ein Umfeld von Angehörigen, Freund:innen . Mit den 202 Stühlen wollen wir sichtbar machen, dass Suizid keine abstrakte Zahl ist. Jeder Mensch, der durch Suizid stirbt, hinterlässt eine Lücke. Gleichzeitig wollen wir mit unserer Veranstaltung Mut machen: Eine Krise muss nicht das Ende einer Geschichte sein.“.
Über 10.000 Menschen nehmen sich jährlich in Deutschland das Leben. Nahezu jeden zweiten Tag ein Suizid in Hamburg
Im Jahr 2024 starben 202 Menschen in Hamburg durch Suizid. Das entspricht durchschnittlich einem Suizid etwa alle zwei Tage.
Noch größer ist die Zahl der Menschen, die einen Suizidversuch unternehmen oder sich in einer suizidalen Krise befinden. Die WHO weist darauf hin, dass es weltweit bis zu 20-mal so viele Suizidversuche wie Suizidtodesfälle geben kann.
„Diese Zahlen zeigen, wie wichtig es ist, hinzuschauen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Suizidprävention beginnt nicht erst im akuten Notfall. Sie beginnt dort, wo Menschen ihre Not aussprechen können und auf Menschen treffen, die zuhören und Hilfe vermitteln können.“, so Nina von Ohlen, Leiterin des Hamburger Netzwerkes für Suizidprävention. Die Hamburger Gesundheitshilfe verweist gerne auf diesen Tag und unterstützt das Netzwerk mit dem täglichen Einsatz in Pflege, Palliativbegleitung und insbesondere in der Trauerbegleitung.