29/09/2026
Im Lebenslauf sah alles perfekt aus. Studium (natürlich eines mit Zukunftsaussichten und nicht diese brotlose Kunst, zu der mein Herz mich gezogen hatte), Auslandspraktikum und DANN: dieses intellektuell anmutende Medienhaus, bei dem zu Hause immer alle ehrfürchtig raunten: Antje arbeitet jetzt bei..!!! JA! UN-BE-FRIS-TET!!!
Und innen?
Nach der ersten Euphorie über... "OMG, I made it!!!" fühlte ich mich fremd und verloren und fragte mich: Was tue ich hier eigentlich? Und muss ich jetzt für immer bleiben?!
Heute bin ich selbständig. Also, ganz knapp neben sicher und unbefristet, würde ich sagen 🙃.
Heute liebe ich, was ich tue. Und – Plot Twist – es gibt auch jede Menge Leben neben dem Job. Wer hätte das gedacht.
Ironischer Weise war es auch die Nach-Wendeerfahrung meiner Eltern, die mir ermutigend ins Ohr flüsterte: Ein gebrochener Lebenslauf ist nicht das Ende der Welt, und du kannst in deinen 30igern nochmal ganz neu anfangen.
Der viel härtere Brocken war die Frage: DARF ich das?
Ja. Ich darf.
So, I did.
✨
Wenn dir dein Trauma erzählt, was zu tun sei, kommt meist Nonsense dabei raus.
Wer bist du hinter dem, was du glaubst, zu müssen?