Hamburger Architektur setzt sich wild für den Bestand ein: Denn jeder Abriss schadet Klima und Kultur, ist teurer und schlecht fürs Stadtbild. Nachdem in letzten Jahren sehr viele wertvolle ältere Gebäude abgerissen worden sind - aus sehr unterschiedlichen Gründen - soll hier eine Sammlung der Hamburger "Perlen" stattfinden. Noch gehören viele Fassaden und teils noch ganze Viertel zu der Baukultur
, mit der sich die Hamburger und Freunde der Stadt identifizieren. Wenn wir diese, Hamburgs Perlen, sammeln und den Blick darauf richten, schaffen wir auch das unmögliche und erhalten den Charakter der Stadt. Nur dann haben die großen oder neuen Glanzstücke der Hamburger Silhouette - von Elbphilharmonie bis Michel - den passenden Rahmen ... Heute blicken wir über den Stadtrand und versuchen, den Blick einer Öffentlichkeit auf jeden schädlichen Eingriff in Baukultur (und damit das Klima) zu richten. Bestand muss in jedem Fall vorrang haben, aus ästhetischer, gesellschaftlich-verbindender Sicht, aber auch, weil es in Deutschland z.B. immer noch keine Kreislaufwirtschaft in der Baubranche gibt - der größte Müllverursacher, der Bau, verkippt heute damit noch auf Deponien wie noch vor Jahrzehnten ...