31/08/2020
Bankfilialen und Gratiskonten sterben!
Deutschlands Bankenbranche ist im Umbruch, das Zeitalter der Automatisierung (Geldautomaten, Kontoauszugsdrucker, Einzahlungsautomaten, Geldzählmaschinen, Münzwechsler, Rolliermaschinen, Überweisungsautomaten, Sparbuch-Selbstbedienungsautomaten usw.) neigt sich dabei ebenso dem Ende entgegen, wie die klassische Bankfiliale. Die digitale Transformation führt dazu, dass die Bankflilialen und Geldautomaten der Zukunft Anwendungen in Form digitaler Applikationen (Apps) auf Smartphones und Smartwatches sind.
Aktuelle Zahlen belegen diese Entwicklung bzw. Transformation im Bankwesen bereits sehr eindrucksvoll. Im Jahr 1997 gab es in Deutschland noch über 66.000 Bankfilialen. Heute sind es mit etwa 28.000 Niederlassungen rund 38.000 weniger. Damit ist in etwa wieder das Niveau der 1950er Jahre erreicht, 1957 gab es 26.333 Bankfilialen in Deutschland.
Bundesweit sind jetzt nur noch 40 Girokonten kostenlos
Nicht nur Bankfilialen sterben, sondern auch das einst so stark verbreitete Gratis-Girokonto. Nach einer aktuellen Untersuchung des Verbraucherportals Biallo sind bundesweit noch 40 Girokonten kostenlos Das zeigt eine Auswertung der Konten von knapp 1.300 Banken und Sparkassen. Verbraucher zahlen in diesem Fall keine monatliche Grundgebühr und müssen dafür auch keinen bestimmten Geldeingang vorweisen. Überweisungen und Girocard sind ebenfalls gratis. Diese Banken berechnen ihren Kunden auch nichts, wenn sie in Corona-Zeiten lieber mit der Girocard bezahlen.
Die digitale Transformation ist eine deutsche Großbaustelle
Leider ist Deutschland nicht nur im Bankbereich ein digitales Entwicklungsland. Der Surfshark Digital Quality of Life Index misst die Qualität des digitalen Lebens in 85 verschiedenen Ländern weltweit und berücksichtigt dabei Faktoren wie Internet-Qualität und –Bezahlbarkeit sowie digitale Infrastruktur, Sicherheit und Verwaltung. Dabei werden die Faktoren in Relation zu wirtschaftlichen Indikatoren wie BIP, Durchschnittsgehalt und Preise für mobiles und Breitbandinternet gesetzt.
Deutschland belegt nur Platz 16 im Digital Quality of Life Index 2020 und zeigt damit abermals, dass die Digitalisierung hierzulande noch in den Kinderschuhen steckt. In dem von Surfshark erstellten Ranking schneidet die Bundesrepublik vor allem in den Kategorien “Digitale Infrastruktur” (23), “Internet Bezahlbarkeit” (24) und “Internet Qualität” (32) bestenfalls mittelmäßig ab. Im Vergleich zu anderen europäischen Nationen besteht in Deutschland dahingehend deutlicher Nachholbedarf. Führend sind in Europa vor allem Staaten aus Skandinavien wie Dänemark, Schweden und Norwegen. Mit dieser Thematik befasse ich mich in meinem aktuellen BLOG auf unserem Portal www.geopolitical.biz
BLOG: Bankfilialen und Gratiskonten sterben! blog.geopolitical.bi...
Beste Grüße
Markus Miller