09/09/2026
Willkommen bei „Wer wohnt denn da?“ – unserem Kult-Format, das ihr in jeder Ausgabe der AW Architektur & Wohnen findet!
Das Format kurz erklärt: Unsere Autorin Ute Laatz nimmt uns jedes Mal mit auf eine visuelle Spurensuche. Sie analysiert Architektur, Einrichtungsstil und die kleinsten Details eines Zuhauses und stellt scharfsinnige Vermutungen an, wer hier leben könnte – bevor es am Ende die große Auflösung gibt.
Und genau das machen wir jetzt hier auf Insta! Swipe dich durch die Bilder und entdecke die Details:
Die Bibliothek: Dieser Raum wirkt wie ein Lesezimmer de luxe und lässt mit seinen stilmöbelartigen Regaleinbauten sofort an Großbritannien denken. Die XXL-Chesterfield-Sofas, die schmiedeeiserne Empore und das Efeugrün vervollständigen den klassischen Look fast schon zu perfekt. Aber der Schein trügt: Es gibt hier keinerlei Spuren von Patina. Stattdessen zeigt sich ein unbeschwerter Mix aus moderner Kunst und klassischem Ambiente, der den Raum auch ideal für geschäftliche Besprechungen im privaten Rahmen macht.
Die Küche: Hier entführt uns der Stil plötzlich nach Italien. Wir sehen ein edles Tafelparkett kombiniert mit bunten Barhockern im Memphis-Stil – ein stilistischer Bruch, der sehr gewagt wirkt. Der frei stehende Eisschrank und die Esse mit ihren individuellen kupfernen Beschlägen könnten aus der luxuriösen Florentiner Manufaktur Officine Gullo stammen. Das ist definitiv keine reine Showküche, sondern ein Ort voller Passion für Menschen, die eine große Leidenschaft fürs Kochen und Bewirten haben.
Die Treppe: Diese Treppe mit ihrem Veloursbelag führt vermutlich in die privaten Räume. Ihre regelrechte Abstufung in leuchtenden Regenbogenfarben beweist großen Humor und bricht mit herkömmlichen Konventionen. Sie greift den unkonventionellen Mix der Einrichtung auf und nimmt dem Interieur gekonnt seine unbedingte Seriosität.
Der Wohnbereich: Das Arrangement am Kamin bezeugt absolute Individualität und bricht mit Erwartungen: Statt eines klassischen Ölgemäldes hängt hier ein origineller textiler Behang, der wie ein Drachen aus Flokati aussieht. Unterstützt wird dies in surrealer Manier von rauchenden Lippen in der Zimmerecke, genauer gesagt in eine