03/09/2026
KaJo’s Hilfsmittel-ABC
E wie Elektrorollstuhl und elektrischer Rollstuhlantrieb
Mobilität bedeutet Selbstständigkeit. Wenn die Kraft zum Gehen oder zum eigenständigen Antreiben eines Rollstuhls nicht ausreicht, kann elektrische Unterstützung den Alltag erleichtern.
Dabei gibt es unterschiedliche Lösungen:
• Elektrorollstuhl
Er fährt vollständig elektrisch und wird meist über einen Joystick gesteuert. Je nach Modell eignet er sich für die Wohnung, für draußen oder für beides. Es gibt kompakte Modelle für enge Räume sowie größere Varianten für längere Strecken und unebene Wege.
• Elektrischer Zusatzantrieb für den Rollstuhl
Ein vorhandener manueller Rollstuhl kann mit einem elektrischen Antrieb ergänzt werden. Je nach System unterstützt der Motor die Person beim eigenständigen Fahren oder erleichtert einer Begleitperson das Schieben.
• Elektrische Schiebehilfe
Sie unterstützt die Begleitperson beim Schieben und Bremsen. Das ist besonders bei Steigungen, längeren Wegen oder einem höheren Körpergewicht hilfreich.
• Elektrischer Greifreifenantrieb
Hier unterstützen Motoren direkt an den Rädern die eigenen Anschubbewegungen. So bleibt das aktive Fahren erhalten, benötigt aber weniger Kraft.
Welches System passt, hängt unter anderem von der Beweglichkeit, der Handfunktion, der Sitzposition, dem Wohnumfeld und den Strecken ab, die regelmäßig zurückgelegt werden.
KaJo-Tipp:
Vor der Entscheidung sollte genau geprüft werden, welche Lösung im Alltag benötigt wird. Auch Türen, Aufzüge, Bordsteine, Transport im Auto und Lademöglichkeiten für den Akku spielen eine Rolle.
Elektrorollstühle und elektrische Antriebssysteme können bei entsprechender medizinischer Notwendigkeit ärztlich verordnet und von der Krankenkasse übernommen werden. Eine individuelle Beratung und Erprobung ist sinnvoll.
Mehr Mobilität. Mehr Selbstständigkeit. Mehr Lebensqualität.
KaJo’s Hilfsmittel-ABC